Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Antisemitische Plakate bei Corona-Demo in Nürnberg

Von dpa, MaM

Aktualisiert am 20.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Demonstranten ziehen mit Bannern wie "Wo ist deine rote Linie?" durch die Nürnberger Südstadt: Rund 12.000 Menschen hatten hier gegen die Corona-Politik demonstriert.
Demonstranten ziehen mit Bannern wie "Wo ist deine rote Linie?" durch die Nürnberger Südstadt: Rund 12.000 Menschen hatten hier gegen die Corona-Politik demonstriert. (Quelle: dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextHeftige Unwetter erwartetSymbolbild für einen TextRad-Star schießt sich Korken ins GesichtSymbolbild für einen TextBericht: Barça-Star ist Nagelsmanns WunschspielerSymbolbild für einen Text"Z"-Symbol: Sperre für Skandal-TurnerSymbolbild für einen Watson TeaserRTL-Star verkündet Neuigkeiten mit sexy FotosSymbolbild für einen TextApples ehemaliger KI-Chef geht zu GoogleSymbolbild für einen TextVirus-Alarm in Hostel: Schulkinder krankSymbolbild für einen TextArbeitsmarkt erholt sich von KriseSymbolbild für einen Text"Der letzte Bulle"-Star ist schwangerSymbolbild für einen TextHelfer soll Ukrainerin missbraucht habenSymbolbild für einen TextSchwerer Unfall: Nur Baby bleibt unverletzt

In Nürnberg haben rund 12.000 Menschen weitestgehend friedlich gegen die Corona-Politik demonstriert. Auch in anderen bayrischen Kommunen gingen am Wochenende Tausende auf die Straßen.

Der Unmut über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hat am Wochenende rund 28.000 Menschen im Freistaat auf die Straßen getrieben. Den größten Andrang gab es am Sonntag in Nürnberg und in Schweinfurt.

Aber auch andernorts war einiges los. Zudem gab es in vielen Kommunen auch Gegendemonstrationen, auf denen Bürgerinnen und Bürger für ein solidarisches Miteinander warben.

Eine Gegendemonstrantin hält ein Plakat mit der Aufschrift "Ich habe Brustkrebs. Suche Intensiv-Bett. Lasst euch Impfen!": In mehreren Kommunen war es zu Gegenprotesten gekommen.
Eine Gegendemonstrantin hält ein Plakat mit der Aufschrift "Ich habe Brustkrebs. Suche Intensiv-Bett. Lasst euch Impfen!": In mehreren Kommunen war es zu Gegenprotesten gekommen. (Quelle: dpa-bilder)

So kamen in Nürnberg nach Angaben der Polizei mehr als 2.000 Menschen zu Gegenprotesten zusammen. Denn auf dem Volksfestplatz hatte das Bündnis "Schüler stehen auf" zu einer Demonstration aufgerufen. Die Polizei ordnet dieses Bündnis der "Querdenker"-Szene zu. Diese Szene sei sehr heterogen und umfasse alle politischen Strömungen, sagte Polizeisprecher Michael Konrad. Es seien sicherlich auch Menschen aus dem rechtsextremen Spektrum dabei gewesen.

"Keine Impfpflicht" fordern Protestierende in Nürnberg: Die Demonstrationen verliefen weitgehend friedlich.
"Keine Impfpflicht" fordern Protestierende in Nürnberg: Die Demonstrationen verliefen weitgehend friedlich. (Quelle: dpa-bilder)
ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Absturz von Boeing in China mit 132 Toten war wohl kein Unfall
China, Region Guangxi: Bei den Bergungsarbeiten suchen Einsatzkräfte weiterhin nach dem Daten-Flugschreiber, der Aufschluss über die Unglücksursache geben soll.


Nürnberg: Auftritt von Weidel und Chrupalla

Demonstrantinnen und Demonstranten zogen mit Plakaten und Transparenten durch die Südstadt, auf denen "Denkpflicht statt Impflicht" oder "Wir halten Stand" geschrieben war. Auch Schriftzüge wie "Impfen macht frei" – die von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) in Bayern als antisemitisch bewertet werden – seien zu sehen gewesen. Unter den Demonstranten waren Menschen aller Altersgruppen, auch Familien mit Kindern. "Die "Querdenker" haben zwischen 10.000 und 12.000 Teilnehmer mobilisieren können", sagte Konrad.

Die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, spricht bei einer Kundgebung der AfD in Nürnberg: Sie sprach sich erneut gegen die Impfpflicht aus.
Die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, spricht bei einer Kundgebung der AfD in Nürnberg: Sie sprach sich erneut gegen die Impfpflicht aus. (Quelle: dpa-bilder)

Rund 2.500 Menschen zählte die Polizei zudem bei einer AFD-Kundgebung in der Nürnberger Innenstadt, bei der auch die beiden Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Alice Weidel und Tino Chrupalla, auftraten. Beide sprachen sich gegen eine Impfpflicht aus. "Niemand darf gegen seinen Willen zu einer medizinischen Behandlung gezwungen werden", betonte Weidel.

Demonstrationen trafen aufeinander

Im Rahmen der Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz sei es, wie die Polizei berichtet, wiederholt zum Aufeinandertreffen von Personen aus den unterschiedlichen politischen Lagern gekommen. Mehrfach mussten Einsatzkräfte der Polizei einschreiten, um Auseinandersetzungen zu unterbinden.

Nicht einmal einen Kilometer entfernt erinnerte zeitgleich eine "Menschenkette für Menschenrechte" an die Corona-Toten. "Wir stehen gemeinsam auf gegen Hetze, Desinformation und Verschwörungstheorien", schrieb Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) dazu auf Twitter.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Die Polizei leitete im Rahmen der Demonstrationen dutzende Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Überwiegend handele es sich dabei um Verstöße gegen versammlungsrechtliche Vorgaben sowie Beleidigungen gegen Einsatzkräfte.

Unangemeldete Demonstration in Schweinfurt

Auch im unterfränkischen Schweinfurt haben bei einer nicht angemeldeten Veranstaltung bis zu 3.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert, wie die Polizei mitteilte. Es seien keine Straftaten angezeigt worden, jedoch wurden mehrere Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Zeitweise waren Sicherheitsabstände nicht eingehalten worden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten immer wieder versucht, sich in Kleingruppen abzusondern. Einen "unkoordinierten Versammlungsverlauf" verhinderte die Polizei jedoch nach eigenen Angaben.

Bereits am Samstag hatten laut Polizei mehr als 15.000 Menschen – allerdings in verschiedenen Orten im Freistaat – gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Im Großen und Ganzen blieb es dabei friedlich, doch in Traunstein wurde nach Angaben der Polizei ein Beamter leicht verletzt, nachdem ein Teilnehmer einen Platzverweis erhalten hatte. Auch in anderen Kommunen gab es Platzverweise sowie Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht oder wegen Beleidigung.

Proteste in zahlreichen Städten

Die größte Demo am Samstag war in Ansbach, gut 40 Kilometer westlich von Nürnberg. Da die meisten der – von der Polizei geschätzten – 4.200 Teilnehmer die Anordnung, mindestens medizinische Masken zu tragen, am Anfang nicht einhielten, stoppten die Beamten den Zug vorübergehend.

Weitere Artikel

Corona-Demo in Frankfurt
Abstandshölzer der Polizei sorgen für Aufsehen
Polizisten drängen auf einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen einen Mann zurück, der versucht hatte eine Polizeikette zu durchbrechen: Es kam zu Verstößen gegen die Abstandsregeln und die Maskenpflicht.

Polizei sichert Lokal
Dutzende protestieren vor Restaurant gegen "Querdenker"
Polizisten nehmen in Frankfurt eine Teilnehmerin einer Demonstration gegen die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen fest: Auch in Bremen war die Polizei am Wochenende gefordert.

Schwerer Unfall in Mülheim
BMW kracht in Mast von Oberleitung – 27-Jähriger tot
Der komplett zerstörte Unfallwagen: Die betroffene Straßenbahnlinie war für mehrere Stunden gesperrt worden.


In Augsburg versammelten sich laut Polizei rund 2.300 Maßnahmenkritiker. In Regensburg waren es demnach in der Spitze rund 2.400 Menschen. 2.300 Kritiker protestierten nach Polizeiangaben in Neumarkt in der Oberpfalz. In Bamberg versammelten sich zwischen 1.800 und 2.000 Maßnahmengegner, wie ein Polizeisprecher sagte. Auch in anderen Städten und Gemeinden im Freistaat gab es Versammlungen mit bis zu einigen hundert Teilnehmern. An vielen Orten formierten sich auch Gegendemonstrationen, die unter anderem ihre Solidarität mit dem Pflegepersonal ausdrückten.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
AfDAlice WeidelBundestagCoronavirusImpfpflichtPolizeiQuerdenkerSchweinfurt

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website