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2. Bundesliga: Warum Holstein Kiel der Absturz in die dritte Liga droht


MEINUNG2. Bundesliga  

Holstein Kiel droht der Absturz – Aue steigt ab

Von Noah Platschko

01.08.2018, 12:53 Uhr
2. Bundesliga: Warum Holstein Kiel der Absturz in die dritte Liga droht. Hat als Nachfolger von Markus Anfang einen schweren Job: Kiels neuer Coach Tim Walter. (Quelle: imago images/foto2press)

Hat als Nachfolger von Markus Anfang einen schweren Job: Kiels neuer Coach Tim Walter. (Quelle: foto2press/imago images)

Während die Bundesliga noch pausiert, feiert die 2. Liga den Auftakt in die heiße Saison 2018/19. Wer steigt auf, wer rettet sich? Der große t-online.de-Zweitliga-Check: die Abstiegskandidaten.

1. FC Heidenheim:

Der 1. FC Heidenheim entwickelt sich mehr und mehr zu einem festen Bestandteil der zweiten Bundesliga. Zusammen mit Erfolgstrainer Frank Schmidt (seit 2007 im Amt und damit dienstältester Trainer im Profigeschäft) absolviert der Verein aus Baden-Württemberg bereits seine fünfte Saison in der zweiten Liga in Folge.

Nach drei sorgenfreien Saisons steckten die Heidenheimer vergangene Spielzeit, wie so viele andere Mannschaften, bis zum letzten Spieltag im Abstiegskampf. Doch der Kern des Teams hat sich nicht verändert, die Mannschaft ist intakt. Kapitän Marc Schnatterer kann den Unterschied machen.

t-online.de-Tipp: "Wenn ich spiele, dann gibt’s nichts zu verschenken", sagte Coach Schmidt vor einigen Jahren im Rahmen einer Dokumentation. Dieser Ehrgeiz führt die Schwaben auf Platz 13.

1. FC Magdeburg:

Der Meister aus Liga drei startet als großer Underdog in die Saison. Magdeburg geht das Projekt Klassenerhalt nicht nur mit einem der kleinsten Kader (25 Spieler), sondern auch mit dem geringsten Marktwert (8,8 Millionen Euro) an. Der dreifache DDR-Oberligameister konnte sich mit Rechtsverteidiger Aleksander Ignjovski (Freiburg), Keeper Jasmin Fejzic (Braunschweig) und Angreifer Mergim Berisha aber prominent verstärken und dürfte den Aufstiegsschwung mitnehmen.

t-online.de-Tipp: Die Sachsen-Anhaltiner feierten mit dem Aufstieg in Liga zwei den größten Erfolg ihrer jüngeren Vereinsgeschichte. Dank eines guten Saisonstarts reicht es für den Ligaverbleib. Platz 14


MSV Duisburg:

Der Meidericher SV blickt auf eine für seine Verhältnisse ruhige Saison zurück, auch wenn selbst die vergangene Spielzeit Höhen und Tiefen mit sich brachte. Die erste Saison nach dem Wiederaufstieg 16/17 beendete die Mannschaft von Trainer Ilia Gruev auf Rang sieben. Schnupperten die Zebras zehn Spieltage vor Saisonende noch an den Aufstiegsrängen, folgte darauf eine Serie mit sechs Spielen ohne Sieg – und prompt befand sich der MSV wieder im Abstiegskampf. Um ein solches Auf- und Ab in der kommenden Saison zu verhindern, braucht Duisburg vor allem eines: Konstanz. Dafür muss die Defensive deutlich stabiler werden. Zusammen mit Heidenheim stellte der MSV die schlechteste Abwehr der Liga (56 Gegentore).

t-online.de-Tipp: Der Kader des MSV ist nicht so gut, wie Platz sieben aus dem Vorjahr es glauben lässt. Für Duisburg geht es bis zum Ende um den Klassenerhalt, der gelingt. Platz 15

Holstein Kiel:

Mit Dominick Drexler (Midtjylland, mittlerweile Köln), Rafael Czichos (1. FC Köln) sowie Top-Stürmer Marvin Ducksch (Fortuna Düsseldorf) verließen drei absolute Stützen der vergangenen Saison den Nordklub. Dazu verabschiedete sich mit Trainer Markus Anfang quasi der Vater des Erfolgs auch gen Köln. Bedenkt man, welche Schwierigkeiten Teams hatten, die in den vergangenen Jahren in der Relegation scheiterten, kommt auf die Störche eine verdammt harte Saison zu. Der neue Trainer Tim Walter hat die große Aufgabe, den Spagat zwischen gestiegener Erwartungshaltung und realistischem Abstiegskampf zu meistern. Denn mehr ist für die KSV in dieser Saison nicht drin.

t-online.de-Tipp: Der Etat gering, neuer Trainer, andere Ansprüche: Kiel spielt wieder Relegation. Dieses Jahr allerdings nach unten. Platz 16

SC Paderborn:

Der SC hat wilde Jahre hinter sich. Auf den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, den Aufstieg in die Bundesliga 2013/2014, folgten zwei direkte Abstiege, die mit einem dritten und dem damit verbundenen Absturz in die Regionalliga verbunden waren. Einzig der Rückzug 1860 Münchens verhinderte den sportlichen Dreifach-Abstieg Paderborns, die eine zweite Chance in Liga drei bekamen und vergangene Saison prompt die Rückkehr in die zweite Liga feierten. Doch der Aufstieg könnte zu früh gekommen sein.

t-online.de-Tipp: Die Blau-Schwarzen dürften kader-technisch nur schwer mithalten können im Bundesliga-Unterhaus. Dazu kommt die Unerfahrenheit. Einziger Hoffnungsschimmer: Unbekümmertheit. Doch tendenziell geht’s wieder nach unten. Platz 17


Erzgebirge Aue:

Im Erzgebirge sind sie dankbar. Dankbar für ein weiteres Jahr zweite Liga. Erst in der Relegation gelang der Klassenerhalt für die Mannschaft von Hannes Drews, der kurz nach Saisonende seinen Rücktritt bekanntgab. Mit dem zwei Jahre älteren ehemaligen Kölner Nachwuchs-Chef Daniel Mayer (38) verpflichtete der Klub aus Sachsen den sechsten Trainer in den vergangenen drei Jahren. Fehlende Konstanz auf der Trainerbank, die Aue zum Verhängnis werden könnte.

t-online.de-Tipp: Namhafte Verstärkungen: Fehlanzeige. Dazu die Abgänge von Nicky Adler, Sebastian Hertner und Pascal Köpke. Aue steht abermals eine brutale Saison bevor, die diesmal kein gutes Ende finden wird – im Gegenteil. Platz 18

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Internetportal "transfermarkt.de"

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