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2. Bundesliga im Check: St. Pauli nur Mittelmaß – Bielefeld wird überraschen

MEINUNG2. Bundesliga im Check  

St. Pauli nur Mittelmaß – Bielefeld wird überraschen

Von Noah Platschko

03.08.2018, 11:45 Uhr
2. Bundesliga im Check: St. Pauli nur Mittelmaß – Bielefeld wird überraschen.  Will mit St. Pauli nichts mit dem Abstieg zu tun haben: Dimitrios Diamantakos. (Quelle: imago images)

Will mit St. Pauli nichts mit dem Abstieg zu tun haben: Dimitrios Diamantakos. (Quelle: imago images)

Während die Bundesliga noch pausiert, feiert die 2. Liga den Auftakt in die heiße Saison 2018/19. Wer steigt auf, wer rettet sich? Der große t-online.de-Zweitliga-Check.

Arminia Bielefeld:

Nach einer überragenden Saison mit dem überraschenden vierten Platz in der Abschlusstabelle, glauben nur die absoluten Optimisten unter den Fans an eine Wiederholung dieser Leistung – doch die Hoffnung besteht. Mit Trainer Jeff Saibene hat sich die Mannschaft stabilisiert, entwickelte sich vom Chaosklub zur Strukturttruppe. Zwar verließ mit Konstantin Kerschbaumer ein wichtiger Spieler den Verein, dafür holte die Arminia sowohl hungrige Talente (Prince Owusu, Nils Seufert) als auch erfahrene Bundesligaspieler (Sven Schipplock).

t-online.de-Tipp: Bielefeld hat den Absteiger-Status abgelegt, rund um den Klub ist so etwas wie Euphorie zu verspüren. Die Arminia landet auf einem einstelligen Tabellenplatz. Platz 7

SV Sandhausen:

Der Sportverein Sandhausen hat nicht nur den ältesten Kader (26,5 Jahre im Schnitt), sondern erlebte auch die größte Fluktuation im Kader (12 Zu-, 14 Abgänge). Viel Bewegung im Team, dafür Konstanz auf der Bank. Trainer Kenan Kocak war in den vergangenen Monaten bei etlichen Bundesligisten im Gespräch. Kein Wunder, konnte er doch die erfolgreiche Arbeit von Alois Schwartz (jetzt Trainer beim KSC) fortsetzen und den SV in der zweiten Liga etablieren. Punktuell schnupperte das Team aus dem Rhein-Neckar-Kreis immer mal wieder an den Aufstiegsrängen, jedoch entpuppten sich die Leistungen der Vergangenheit als zu schwankend.

t-online.de-Tipp: Sandhausen ist so ein wenig die graue Maus der Liga. Nach oben sowie nach unten ist ihnen alles zuzutrauen. Deswegen landet Sandhausen auch dort wo sie immer landen: im gesicherten Mittelfeld. Platz 8

SpVgg Greuther Fürth:

Was für ein Drama für Greuther Fürth. Nach 33 Spieltagen stand die Elf von Damir Buric mit 39 Punkten auf einem direkten Abstiegsplatz. Ein 1:1 beim 1. FC Heidenheim reichte für Platz 15. In der nun folgenden Saison kann es für die Kleeblätter nur ein Ziel geben: eine sorgenfreie Saison spielen. Trainer Buric konnte im Gegensatz zum vergangenen Sommer die gesamte Vorbereitung übernehmen und darf gewissermaßen bei Null starten. Vergangenes Jahr kam er als Feuerwehrmann und trainierte das Team nach dem fünften Spieltag am Tabellenende – und schaffte den Klassenerhalt.

t-online.de-Tipp: Greuther Fürth geht die Saison mit dem kleinsten Kader der Liga an (25 Spieler), Trainer Buric betonte aber sein Vertrauen in die Mannschaft. Hinzu kommt ein positiver Fakt aus dem letzten Jahr: In der Buric-Tabelle erreichte Fürth einen soliden zehnten Platz. In dieser Region wird der Sportverein auch 2018/2019 anzusiedeln sein. Platz 9


SV Darmstadt 98:

Zurück in die Zukunft lautet das Motto bei Darmstadt 98. Neben Erfolgstrainer Dirk Schuster, dem mit den Lilien der Durchmarsch aus der dritten in die erste Liga gelang, ist auch Flügelflitzer Marcel Heller zurück am Böllenfalltor. Die Darmstädter dürften demütig in die Saison gehen, schließlich stand der Bundesligaabsteiger am 32. Spieltag der vergangenen Saison noch auf einem direkten Abstiegsplatz und entging nur knapp dem Absturz aus der Bundesliga in die Drittklassigkeit. Der Spielstil Schusters birgt wenig Neues. Lange Bälle, schnelle Konter, Fokus auf Standards. 

t-online.de-Tipp: Himmel oder Hölle. Darmstadt erlebte in den vergangenen fünf Jahren eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Das jüngste Tief wurde überwunden. Zeit, mal durchzuschnaufen für die Hessen. Platz 10.

 
Dynamo Dresden:

Die Saison 2017/2018 war eine komische für Dynamo Dresden. Zwar gerieten die Schwarz-Gelben tabellarisch nie wirklich in Abstiegsgefahr, standen aber wie so viele Mitstreiter nur wenige Punkte vom Relegationsrang entfernt. Nach der Überraschungssaison 2016/2017 (Platz fünf), in der Dresden fußballerisch zu den stärksten Teams der Liga gehörte, fehlte der SGD das spielerische Element. Coach Uwe Neuhaus muss neben der kämpferischen Einstellung wieder die Leichtigkeit der Mannschaft wecken, die durchaus in der Lage ist, begeisternden Fußball zu spielen. Gelingt der Spagat, muss einem um Dynamo nicht bange sein.

t-online.de-Tipp: Der Trainer weiß was zu tun ist, die Mannschaft auch. Können beide es umsetzen, wird in Dresden auch im vierten Jahr in Folge Zweitligafußball gespielt. Platz 11


FC St. Pauli

Der FC St. Pauli gehört auch dieses Jahr zu den Vereinen, die man im Zusammenhang mit anderen Aufstiegskandidaten nennt. Allerdings zählen die Kiezkicker eher zu den Geheimtipps denn zu den Favoriten bei den Buchmachern. Die Bilanz unter Markus Kauczinski, seit Dezember im Amt, ist im wahrsten Sinne mittelmäßig. Sechs Siege, fünf Remis und sieben Niederlagen stehen für den gebürtigen Gelsenkirchener bei Pauli zu Buche. Kauczinski weiß, dass er liefern muss. Die Ausgangslage am Millerntor ist aufgrund der medialen Diskussion um seine Person nicht die beste. Ein guter Start ist erfahrungsgemäß goldwert.

t-online.de-Tipp: St. Pauli hat sowohl die wenigsten Neuzugänge als auch die wenigsten Abgänge der Liga zu verzeichnen. Ob das ein gutes Zeichen ist, darf bezweifelt werden, schließlich konnten die Kiezkicker in der Rückrunde nicht wirklich überzeugen. Für den Ligaverbleib aber reicht’s definitiv. Platz 12

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Internetportal "transfermarkt.de"

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