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Bayerische Machtdemonstration

Von Julian Buhl

Aktualisiert am 06.08.2022Lesedauer: 5 Min.
Sadio Mané: Der neue Offensivstar des FC Bayern hat auch die Herzen der Fans bereits in Rekordzeit im Sturm erobert.
Sadio Mané: Der neue Offensivstar des FC Bayern hat auch die Herzen der Fans bereits im Sturm erobert. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON)
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Der FC Bayern hat mit dem Kantersieg zum Saisonstart gegen Eintracht Frankfurt gleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Offensive überzeugt auch ohne Lewandowski.

Sadio Mané ließ sich nicht lange bitten, als die Anhänger des FC Bayern nach dem 6:1-Sieg zum Bundesligaauftakt bei Eintracht Frankfurt immer wieder seinen Namen riefen. Der neue Offensivstar der Münchner schnappte sich ein Megafon, kletterte auf den Zaun des Fanblocks und stimmte in die Jubelgesänge mit ein. Der Rest seiner Mannschaft hüpfte und tanzte vor ihm am Spielfeldrand zu den bayerisch-afrikanischen Rhythmen. Gerade einmal zwei Pflichtspiele hat der Senegalese benötigt – und schon ist er zum neuen Zaunkönig der Bayern geworden.

Seinem Treffer beim 5:3-Sieg im Supercup gegen Leipzig ließ er in Frankfurt auch gleich seine Torpremiere in der Bundesliga folgen – und gehörte erneut zu den auffälligsten und besten Akteuren auf dem Feld. Im Zusammenspiel mit Thomas Müller, dem gleich drei Vorlagen gelangen, dem überragenden Doppeltorschützen Jamal Musiala (35., 83.) und Serge Gnabry, der mit seinem Treffer (43.) für den 5:0-Halbzeitstand (!) sorgte, spielte er die Abwehr der Gastgeber schwindelig.

Eine Kopie des Supercup-Spiels

"Wenn die vier, fünf Spieler da vorne ins Zocken kommen, macht das schon Spaß, zuzuschauen. Wenn wir so spielen, ist es sehr schwer gegen uns", sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hinterher und schwärmte: "Wenn ich sehe, wie die Jungs mit den Fans feiern, Sadio ist auf dem Zaun und auch die restliche Mannschaft feiert. Es ist eine tolle Energie zu spüren, das ist für mich das größte Glücksgefühl."

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Nagelsmann räumte ein, dass es "auch für uns interessant war, wie wir das hinkriegen mit dem Lewy-Abgang". Doch den Abschied von Robert Lewandowski, der in der vergangenen Spielzeit noch 50 Pflichtspieltore für die Bayern erzielte und nun für 45 Millionen Euro zum FC Barcelona gewechselt ist, machen die Münchner mit ihren ersten beiden Saisonspielen zumindest für den Moment bereits vergessen. Während der Topstürmer, der am Freitag vor knapp 60.000 Fans im Camp Nou vorgestellt wurde, noch auf seinen ersten Treffer für Barça wartet, läuft Bayerns Tormaschine auch ohne ihn bereits wieder auf Hochtouren.

Sadio Mané und Julian Nagelsmann (r.): Der Bayern-Trainer freut sich.
Sadio Mané (l.) und Julian Nagelsmann: Der Bayern-Trainer freut sich. (Quelle: IMAGO)

"Wir haben heute Abend ein Fußballspiel ganz nach unserem Geschmack erlebt", sagte Müller, der in der 6:1-Gala zum Auftakt in die 60. Jubiläumssaison "ein bisschen eine Kopie des Leipzig-Spiels" erkannte. All das gebe ihm und seinen Teamkollegen "ein gutes Gefühl, dass unser Konzept und die Umstellungen bisher gut greifen", führte der Vizekapitän in den Katakomben der Arena bestens gelaunt aus und scherzte angesprochen auf die nahezu makellose erste Halbzeit in typischer Müller-Manier: "Perfektion des Fußballs gibt es aber nicht, außer wir schauen uns vielleicht Videos von Barcelona um 2009 herum an. Und selbst die haben wahrscheinlich mal einen Ball verloren." Er selbst hatte in Hälfte eins noch für eine Slapstick-Einlage gesorgt, als er nach einem zu kurz geratenen Pass im Fallen nur den Pfosten traf.

No Lewy, but party!

Auch Nationaltorhüter Manuel Neuer war ein Missgeschick passiert, als er vorm Sechzehner den Ball an Randal Kolo Muani verlor, der dann zum zwischenzeitlichen 1:5 ins leere Tor traf (64.). Ein kleiner Schönheitsfehler an einem aus Bayern-Sicht fast perfekten Abend – mehr nicht.

Auch wenn Ehrgeizling Joshua Kimmich sich bei "DAZN" darüber ärgerte, "dass wir es wieder nicht geschafft haben, zu null zu spielen. Nach vorne war das aber nicht verkehrt. Das hat schon echt Bock gemacht, heute auf dem Platz zu stehen." Er selbst hatte die Torshow der Bayern mit einem mitten im Pyronebel schlitzohrig schnell ausgeführten Freistoß eröffnet (5.). Benjamin Pavard erhöhte bereits kurz danach sehenswert auf 2:0 (11.).

Die Skepsis, die laut Müller "bezüglich Offensive logischerweise diskutiert wurde, weil es natürlich eine massive Veränderung gab, haben wir mit elf Toren in zwei Spielen gegen den Pokalsieger und den Euroleague-Sieger zumindest mal in den Hintergrund gerückt." Ganz nach dem Motto: No Lewy, but party!

"Lewa ist in den letzten Jahren der beste Stürmer der Welt gewesen", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic: "Wir sind froh, dass es so läuft und unser Spiel so funktioniert. Der Trainer hat genau die richtigen Knöpfe gedrückt."

Nächster Durchmarsch des Dauerchampions?

Nagelsmann hatte bereits vor dem Saisonstart angekündigt, dass sich die Spielweise seiner Mannschaft ohne Lewandowski nun zwangsläufig verändern werde: "Wir müssen neue Wege finden und kreativ sein. Jetzt werden wir noch unberechenbarer sein. Es wird nicht einfach sein, uns zu verteidigen. Ich freue mich auf das neue Bayern München. "

Auch Lewandowski selbst hatte der "Sport Bild" gesagt, er glaube, "dass es nicht zwingend eine Nummer neun, einen echten Mittelstürmer braucht". Der Angriff der Bayern sei auch ohne ihn "überragend besetzt, auch ohne einen Eins-zu-eins-Ersatz für mich" und könne nun "variabler spielen, eine neue Identität entwickeln".

In den ersten beiden Saisonspielen ist das den Münchnern auf beeindruckende Art und Weise gelungen. Speziell die Partie in Frankfurt wurde so förmlich zu einer bayerischen Machtdemonstration. Nach zuletzt zehn deutschen Meisterschaften in Folge ist Bayerns elfte nach dem ersten Spieltag zwar noch eine gänzlich unvollendete. Aufgrund der starken Eindrücke, die sie bei der Saisonouvertüre hinterlassen haben, ist es aber auch nicht auszuschließen, dass der Rekordmeister nicht nur schon wieder der erste Tabellenführer der Bundesliga ist, sondern möglicherweise auch der einzige dieser Spielzeit bleiben wird.

Sebastian Rode, Jamal Musiala und Mario Götze (v. l. n. r.): Die ehemaligen Münchener erlebten ein "Debakel".
Sebastian Rode, Jamal Musiala und Mario Götze (v. l. n. r.): Die ehemaligen Münchener erlebten ein Debakel. (Quelle: IMAGO/ULMER)

"Wir müssen neidlos anerkennen: Bayern war heute zu gut für uns", sagte Frankfurts Coach Oliver Glasner bei "DAZN". Sebastian Rode sprach von einem Debakel und formulierte in der Mixed Zone dann fast schon eine Art Kapitulation. Er denke, "dass noch viele Mannschaften große Probleme mit Bayern haben werden", sagte der 31-Jährige, der von 2014 bis 2016 selbst noch in München spielte. Die meisten ihrer Offensivspieler seien "über 35 km/h schnell, das ist schwer zu verteidigen", so Rode weiter: "Lewy ist weg, aber man hat heute gesehen, was für eine Flexibilität und Geschwindigkeit Bayern hat. Das ist noch mal eine andere Qualität."

Die Hoffnungen der Konkurrenz, dass der Verlust ihres langjährigen Toptorjägers die Bayern in dieser Saison möglicherweise angreifbar machen würde, schwinden jedenfalls. Stattdessen droht der Bundesliga der nächste Durchmarsch des Dauerchampions. "Wir würden es uns natürlich wünschen, wenn wir nach jedem Spiel dastehen und über so eine Leistung reden könnten", sagte Müller darauf angesprochen, "aber es kommen auch wieder andere Zeiten und Spiele, wo man dann sagt: Heute hat der Mittelstürmer gefehlt."

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Salihamidzic: "Ein guter Anfang"

Gefehlt haben den Bayern in Frankfurt unter anderem sogar noch die verletzten Leon Goretzka (Knie-OP), Eric Maxim Choupo-Moting (Nierenstein-OP) sowie Kingsley Coman, der noch eine Rotsperre aus der Vorsaison absitzt. Von den fünf Neuzugängen stand bislang lediglich Mané in der Startelf, auch der für 67 Millionen Euro von Juventus Turin als neuer Abwehr-Boss und -Stabilisator verpflichtete Matthijs de Ligt war gegen Frankfurt erneut nur Teilzeitkraft. "Der Trainer hat viele Optionen", fasste Salihamidzic zusammen: "Es wird sehr spannend für uns alle, zu sehen, wie wir das managen werden."

Es sei "ein guter Anfang", den er "nicht überbewerten" wolle: "Den müssen wir jetzt mitnehmen, auch das Selbstvertrauen und genauso weitermachen." Ein Sonderlob sprach Salihamidzic noch Musiala aus und schwärmte davon, "wie er wieder gespielt und im Mittelfeld aufgedreht hat." Der 19 Jährige habe eine "Ballbehandlung, die wirklich sensationell ist".

Über den für 32 Millionen Euro im Sommer vom FC Liverpool nach München gewechselten Mané sagte er auf t-online-Nachfrage: "Er macht es hervorragend. Die Jungs harmonieren so gut, als ob sie schon länger zusammenspielen würden. Sadio ist fest da und spielt sehr gut. Das war die Hoffnung." Die hat der neue Superstar der Bayern bislang komplett erfüllt und die Herzen der Fans in Rekordzeit erobert.

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