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Nach Ansage von Bundestrainer Hansi Flick: Der FC Bayern ist schon in WM-Form


Diese Bayern lassen den Bundestrainer träumen

Von Julian Buhl, München

09.11.2022Lesedauer: 5 Min.
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Leon Goretzka und Serge Gnabry: Rechtzeitig zur WM in Katar befinden sich die Nationalspieler des FC Bayern in Topform.
Leon Goretzka und Serge Gnabry: Rechtzeitig zur WM in Katar befinden sich die Nationalspieler des FC Bayern in Topform. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Sascha Walther)
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Rechtzeitig zur WM in Katar sind die Nationalspieler des FC Bayern wieder in Topform. Dahinter stecken System und eine klare Forderung des Bundestrainers.

Natürlich stand Serge Gnabry auch bei der Ehrenrunde, die die Spieler des FC Bayern nach dem 6:1 gegen Werder Bremen durch die Allianz Arena drehten, im Mittelpunkt. Nach seinen drei Treffern, die er zum souveränen Sieg im letzten Heimspiel des Jahres beigesteuert hatte, bedachten ihn die Teamkollegen mit vielen Umarmungen und Gratulationen – und die Fans mit Sprechchören.

Die Bayern waren insgesamt sehr zufrieden mit sich. Wohin man auch schaute, blickte man in entsprechend glückliche Gesichter. Mit dem neunten Pflichtspielsieg in Folge haben die im Herbst noch kriselnden Münchner schließlich die Machtverhältnisse auch in der Bundesliga wieder ganz in ihrem Sinne zurechtgerückt.

"Wir sind jetzt da, wo wir hinwollen, auf Platz eins", sagte Trainer Julian Nagelsmann zufrieden, "und den wollen wir behalten." Wenn sie den auch am Samstag beim Auswärtsspiel auf Schalke verteidigen können, werden die Bayern für eine sehr lange Zeit Tabellenführer bleiben.

Denn aufgrund der nahenden Wüsten-Weltmeisterschaft verabschiedet sich die Bundesliga bereits mit dem 15. Spieltag in die Rekord-Winterpause. Die Zeit drängt, schon am 20. November steht das Eröffnungsspiel der Endrunde in Katar an. Den teilnehmenden Teams bleiben kaum Möglichkeiten, sich darauf vorzubereiten.

"Das war die klare Ansage von Hansi"

Da trifft es sich ganz gut, dass vor allem die deutschen Nationalspieler das Heimspiel gegen Bremen dazu nutzten, um sich schon mal ein wenig für das nahende Turnier einzuspielen. Damit taten sie genau das, was Bundestrainer Hansi Flick, der seinen Ex-Klub erst vergangene Woche in München besucht hatte, von ihnen verlangte.

"Das war auch die klare Vorstellung und Ansage von Hansi, dass wir uns gefälligst alle in eine gute Verfassung und Form bringen", sagte Leon Goretzka: "Diesmal hat der Bundestrainer nicht die Möglichkeit, noch mit uns in ein zweiwöchiges Trainingslager zu fahren. Er ist schon auf unsere Arbeit im Verein angewiesen. Da versuchen wir alle aktuell unser Bestes."

Dieser Plan scheint voll aufzugehen. Die Bayern – und allen voran deren DFB-Kicker – präsentierten sich bei ihrer furiosen 6:1-Gala nämlich schon in bestechender WM-Form.

Gnabry wieder in Topform

Serge Gnabry bestätigte seinen starken Aufwärtstrend der vergangenen Wochen mit einem Dreierpack (22., 28., 82.). Erst gelang ihm ein Schlenzer (22.), dann schob er einen Pass von Leroy Sané ein (28.), der uneigennützig vorm Tor noch mal querlegte, und tunnelte schließlich Werder-Keeper Jiri Pavlenka (82.).

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Serge Gnabry: Der Bayern-Star bejubelte seine Gala-Leistung gegen Bremen ausgiebig mit dem Münchner Anhang. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON)

"Das freut mich auch für den DFB. Ich glaube, Serge ist auch ein wichtiger Spieler für Hansi", sagte Nagelsmann. "Ich hoffe, dass er diesen Flow mitnehmen kann in das Spiel auf Schalke und dann natürlich auch zur WM." Noch vor wenigen Wochen steckte Gnabry in einem Formtief. Nun stellte Nagelsmann fest: "Er glaubt an sich."

Das gilt auch für Jamal Musiala (6.) und Goretzka (26.), die sich ebenfalls noch in die Torschützenliste eintrugen, bevor der Franzose Mathys Tel (85.) den Schlusspunkt setzte.

Musiala baute seinen persönlichen Rekord mit seinem neunten Saisontor weiter aus. Weil ihm zusätzlich auch noch fünf Vorlagen gelungen sind, ist er nun alleiniger Topscorer der Bundesliga. Er erinnerte ebenfalls an Flicks WM-Credo: "Es ist wichtig, dass wir auch das Spiel am Samstag gewinnen und unseren Rhythmus dann auch zur WM mitnehmen."

Auch Nationalmannschafts- und Bayern-Kapitän Manuel Neuer scheint seine Schulterprobleme rechtzeitig überwunden zu haben und wieder bereit für höhere Aufgaben zu sein.

Goretzka: "Ich hatte die WM immer im Kopf"

Das Duo Joshua Kimmich und Leon Goretzka präsentiert sich ebenfalls seit Wochen in Topform und harmoniert im zentralen Mittelfeld immer besser. Goretzka, der nach Traumpass von Kimmich mit viel Wucht und Wille sein fünftes Saisontor erzielte, hat sich nach seiner Knie-OP, die ihn zu Saisonbeginn lange ausgebremst hatte, in seine Topform zurückgekämpft.

Das Fernziel WM diente ihm dabei als ganz besondere Motivation. "Natürlich hatte ich die WM immer im Kopf", sagte er im Gespräch mit t-online: "In erster Linie ging es darum, meinen Job hier bei Bayern zu machen. Glücklicherweise geht das aber Hand in Hand damit, sich auch für die Nationalmannschaft in eine gute Verfassung zu bringen."

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In der sieht Goretzka auch den in der Hinrunde so formstarken Sané nach überstandenem Muskelfaserriss bereits wieder. "Er hat immer noch eine unglaubliche Dynamik, einen guten Zug zum Tor", sagte der 27-Jährige: "All das sieht man sofort wieder, sobald er auf dem Platz ist. Auch heute hat er gleich wieder für viele gefährliche Situationen gesorgt."

Müller "in der Spur"

Der noch angeschlagene Vizekapitän Thomas Müller wird vor der WM dagegen nicht mehr bei Bayern zum Einsatz kommen. Gemeinsam mit Nagelsmann hat sich der 33-Jährige, der zuletzt von Problemen an Rücken, Hüfte und Adduktoren gestoppt wurde, stattdessen auf eine Ruhepause verständigt. Das 6:1 verfolgte er von der Tribüne aus und stand in der Halbzeitpause bestens gelaunt für ein paar Erinnerungsfotos mit Fans zur Verfügung. "Gut, alles in der Spur", erklärte er knapp sein aktuelles Befinden.

"Bei Thomas mache ich mir überhaupt gar keine Sorgen", sagte Goretzka zu t-online. Die fehlende Spielpraxis könne Müller mit seiner großen Erfahrung wettmachen. "Er wird bei der WM eine wichtige Rolle für uns spielen. Da bin ich fest von überzeugt."

Und welche Rolle wird die deutsche Nationalelf in Katar spielen? "Da halte ich mich an Jamal Musiala. Der hat es auf den Punkt gebracht", sagte Goretzka: "Du brauchst da nicht hinfahren, wenn du nicht daran glaubst, dass du Weltmeister werden kannst. Dass das extrem schwierig ist, ist jedem bewusst – das Schwierigste, was es in der Fußballwelt gibt. Und trotzdem glauben wir daran."

Positiv aus Bayern-Sicht war auch, dass der Franzose Lucas Hernández nach seinem Muskelbündelriss gegen Bremen als Linksverteidiger sein Startelf-Comeback feierte. Für eine Schrecksekunde sorgte dagegen Sadio Mané, der, nachdem er einen Schlag aufs Bein abbekommen hatte, schon nach 21 Minuten ausgewechselt werden musste. Wie die französische "L'Équipe" berichtet, folgte am Tag danach der große Schock: Nach Informationen der französischen Zeitung wird der Senegalese deshalb nun nämlich die WM verpassen.

"So eine Aussage ist absolut inakzeptabel"

Die Euphorie und Vorfreude auf das WM-Turnier werde ohnehin durch "viele Nebengeräusche" aus Katar getrübt, wie Goretzka einräumte.

Der frühere katarische Nationalspieler Khalid Salman und aktuelle WM-Botschafter hatte in einem Interview in der ZDF-Dokumentation "Geheimsache Katar" Homosexualität als "geistigen Schaden" bezeichnet. Das sei "schon sehr beklemmend", sagte Goretzka: "Das ist ein Menschenbild aus einem anderen Jahrtausend, das ist nicht das, wofür wir stehen wollen, was wir vorleben. Es ist absolut inakzeptabel, so eine Aussage zu treffen." (Mehr dazu lesen Sie hier)

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Die Beziehungen zu Katar sind beim FC Bayern ohnehin bereits seit dem seit 2018 bestehenden und umstrittenen Sponsoring-Vertrag mit "Qatar Airways" ein Reizthema, das den Klub auch während der WM weiter beschäftigen wird.

Dort wollen die Nationalspieler nun aber in erster Linie für positive sportliche Schlagzeilen sorgen. Schon vor der endgültigen Kadernominierung am Donnerstag kündigte Goretzka an: "Hansi hat viele Möglichkeiten, Spieler auf den Platz zu stellen. Wir werden es dem Bundestrainer so schwer wie möglich machen."

In der aktuellen Verfassung dürfte an dem formstarken Bayern-Block allerdings kaum ein Weg vorbeiführen.

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Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
  • Eigene Beobachtungen
  • Gespräche in der Mixed Zone mit Leon Goretzka und Jamal Musiala
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