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Thomas Tuchel gibt private Einblicke: "Meine Eltern machen sich Sorgen"


Tuchel: "Meine Eltern machen sich Sorgen"

Von dpa, jub

Aktualisiert am 01.12.2023Lesedauer: 3 Min.
Thomas TuchelVergrößern des BildesThomas Tuchel: Der Trainer des FC Bayern gab seltene Einblicke in sein Privatleben. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/dpa-bilder)
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Bei einem Vortrag in München gibt Bayern-Trainer Thomas Tuchel sehr intime, private Einblicke. Er spricht darüber, wie er mit Kritik umgeht, und verrät seine Lieblingsserie.

Thomas Tuchel, mal ganz privat. So konnte man den Trainer des FC Bayern gestern auf der Sportartikelmesse Ispo erleben. Dort hielt er einen Vortrag mit dem Titel: "Innovationen an der Seitenlinie: die Vision eines Trainers für den Sport im Jahr 2023 und darüber hinaus."

Tuchel hielt, was vor allem die letzten beiden Worten des Vortragstitels versprochen hatten, und gab viele intime Einblicke – als Mensch und natürlich auch als Fußballcoach. Unter anderem verriet er, wie er damit umgeht, wenn er kritisiert wird.

Das sei freilich "nicht so schön, da bin ich wie jeder andere auch", sagte er. "Aber ich habe mich selbst trainiert, vom Internet wegzubleiben, nicht über mich selbst zu lesen." Das sei bisweilen hart, zum Beispiel, wenn er mit seinem Team eine Siegesserie habe und eigentlich "gute Sachen" über sich erwarten könne – "aber auch dann macht es etwas mit dir. Und die Kritik eben auch", so Tuchel. "Keiner kann damit wirklich gut umgehen, auch die Spieler nicht. Der Kopf wird getriggert."

Tuchel: Darum sorgen sich seine Eltern

Er selbst sei ohnehin "sehr selbstkritisch". Ganz abschotten kann sich Tuchel von der bisweilen auch mal unsachlichen und sehr persönlichen Kritik trotzdem nicht. "Natürlich kriege ich Dinge mit", räumte der 50-Jährige ein. "Leute schicken mir Kommentare oder Schlagzeilen per WhatsApp, sind wütend, meine Eltern machen sich Sorgen", so Tuchel weiter: "Sie fragen mich danach, und es macht direkt etwas mit mir."

Dann versuche er, zu "trainieren zu meditieren, laufen, was auch immer, um es wieder aus dem System zu bekommen". Es gebe "ein Level, wo es nicht mehr gesund ist und meine mentale Gesundheit beeinflusst, und das will ich nicht", sagte Tuchel. "Aber das ist leichter gesagt als getan."

Tuchel gibt weitere, intime Einblicke

Bei der Veranstaltung sprach Tuchel aber auch noch über viele weitere spannende Dinge. Auch über die privaten Herausforderungen, die die Arbeit an seinen klangvollen Trainerstationen mit sich gebracht hat. "Wir mussten immer ein neues Zuhause bauen und haben das jedes Mal gemacht. Wir waren immer mit der ganzen Familie unterwegs", sagte der Bayern-Chefcoach. "Jetzt hat sich meine persönliche familiäre Situation leider ein bisschen geändert durch meine Scheidung. Bis dahin war es normal für uns und sehr schön, dass wir immer als Familie unterwegs waren."

Für seine Frau und die Töchter (12 und 14) sei das nicht immer einfach gewesen, sagte Tuchel. Vor der Station München arbeitete er in London beim FC Chelsea und bei Paris Saint-Germain. Davor war er in Dortmund und Mainz tätig.

"Sie mussten ihre Freunde, ihre Schulen verlassen und wieder von vorne anfangen. Es gibt immer zwei Seiten. Aber wir hatten immer ein Zuhause, wo ich mich sicher und ruhig fühlen konnte und völlig privat", berichtete Tuchel. "Ich habe mehr und mehr gemerkt, dass ich bestimmte Plätze brauche in einer Wohnung oder einem Haus. Wo ich ein Buch lesen, eine Tasse Kaffee trinken kann."

Tuchel verrät seine Lieblingsserie

Tuchel nahm sich zwischen den Stationen auch Auszeiten. "Ich dachte vorher, ich würde um die Welt reisen und alle Kontinente und alles besuchen und jeden Berg besteigen und Golf lernen und Klavier spielen lernen und was auch immer. Am Ende war es im Grunde so, die Mädchen zur Schule bringen und von der Schule abholen", sagte Tuchel. Alltägliche Dinge hätten ihn beruhigt und ihm gutgetan. Er habe Zeit mit Familie und Freunden verbracht.

"Ich bin gut darin, faul zu sein, ich bin gut darin, nichts zu tun, wenn ich keinen Job habe", sagte Tuchel. Es sei schön, Urlaub zu machen, wenn das kein anderer könne. Als Trainer im Profibereich sei man allerdings auch in einer privilegierten Situation, sich das leisten zu können.

Tuchel verriet auch, was er im Fernsehen schaut. "Normalerweise schaue ich immer nur Fußball. Dazu Dokus über Fußball und über allgemeinen Sport", sagte der 50-Jährige. Man könne auch aus anderen Sportarten lernen oder vieles nachvollziehen. Manchmal aber schaue er auch Serien. Zuletzt sei Succession sein Favorit gewesen.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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