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FC Bayern: Thomas Tuchel vercoacht das Spitzenspiel gegen Leverkusen


Was hat er sich dabei gedacht?

Von Andreas Becker

10.02.2024Lesedauer: 3 Min.
Meinung
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Thomas Tuchel: Der Bayern-Trainer war nach der Pleite angefressen. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Thomas Thienel/imago)

Es ist das Topspiel der Bundesliga, und Bayer Leverkusen besteht den Test mit Bravour. Die Bayern dagegen? Eine Demontage.

Wer es mit dem FC Bayern hält, dürfte maximal enttäuscht bis sogar schockiert gewesen sein. Das mit Spannung erwartete Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen, Erster gegen Zweiter, übertragen in die ganze Welt – und dann wird das so eine klare Sache. Nicht für die Bayern, sondern für Leverkusen. Die klare Dominanz des Ersten, der nun erstmal die Tabellenführung auf fünf Punkte Vorsprung ausgebaut hat.

In der Kritik: Thomas Tuchel. Es ist nach einer Niederlage natürlich immer einfach, sich direkt den Trainer einer Mannschaft auszusuchen, um ihm eine Niederlage anzukreiden. Doch dieses Mal muss man es ganz deutlich sagen: Diese Pleite geht vor allem auf seine Kappe.

Schon vor dem Spiel war mit Blick auf die Aufstellung der Bayern bei vielen Experten die Verwunderung im Gesicht zu erkennen. Fünferkette? Haben die Bayern zuletzt vor Weihnachten mal versucht. Aber jetzt vor einem solch wichtigen Spiel die Mannschaft so umzustellen? "Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat", sagte Sky-Experte Lothar Matthäus.

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Leverkusen
Bayern
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3
Tore
0
8
Schüsse aufs Tor
1
14
Schüsse gesamt
9
419
Gespielte Pässe
653
82,10 %
Passquote
88,67 %
39,00 %
Ballbesitz
61,00 %
43,14 %
Zweikampfquote
56,86 %
13
Fouls / Handspiel
13
3
Abseits
1
4
Ecken
6

Min-jae Kim kam erst Mitte der Woche vom Asien-Cup zurück, Sacha Boey feierte sein Startelfdebüt, der zuletzt starke Matthijs de Ligt saß dafür – wie Kimmich und auch Guerreiro – erstmal nur auf der Bank. Und auch Thomas Müller musste draußen auf einen Einsatz warten. Die Konsequenz: Gerade in der ersten Hälfte war den Bayern die Verunsicherung in der Hintermannschaft anzumerken. Abspielfehler, Unkonzentriertheiten – und am Ende war es einmal mehr Manuel Neuer zu verdanken, dass es nur mit einem 0:1-Rückstand in die Pause ging.

Vor dem Spiel sagte Tuchel zur Aufstellung: "Weil wir davon überzeugt sind, dass das der beste Ansatz ist, die Mannschaft zu sein, die Leverkusen als erste schlägt." Nach 90 Minuten war klar: Weit gefehlt. Die Bayern hatten über die gesamte Spielzeit nicht den Hauch einer Chance und wurden am Ende zerlegt. So klar muss man es sagen.
Für den Rekordmeister ist es nach der 1:5-Klatsche gegen Frankfurt, dem Pokal-Aus gegen Saarbrücken (1:2) und der bitteren Niederlage gegen Bremen (0:1) die nächste Pleite, die so richtig wehtut. Apropos Saarbrücken: Auch hier hatte Tuchel vor dem Spiel für einige Überraschungen in der Startelf gesorgt, Kane saß unter anderem 90 Minuten nur auf der Bank. Der 100-Millionen-Euro-Stürmer.

Ein falscher Zeitpunkt

Wenn Tuchels Matchplan gegen Leverkusen aufgeht, ist er der innovative Trainer, der sich auch mal was traut. Stimmt. Es ist aber erneut schiefgegangen. Vor solch einem wichtigen Spiel hätte sich der Bayern-Trainer vielleicht an die Stärken seiner Mannschaft erinnern sollen. Für solch einen Test war es der wohl falscheste aller falschen Zeitpunkte.

Erwähnen muss man allerdings auch, dass die Spieler einmal mehr auch nicht das gezeigt haben, was sie können. Bayern-like? Das zeigt keiner der vielen Stars momentan. Deswegen sprach auch Thomas Müller das deutlich an: "Was mir fehlt ist, und deswegen sag ich es auch öffentlich: Im Training, da zeigen wir deutlich bessere Ansätze, weil wir da mutig sind, weil wir frei Fußball spielen." Und weiter: "Da fehlen mir – und jetzt können wir unseren Oli Kahn zitieren – teilweise die Eier und diese Freiheit bei den Spielern. Wir haben so eine Verkopftheit in unserem Spiel, vor allem mit Ball" (mehr dazu lesen Sie hier).

Tuchel vercoacht das Spiel gegen Leverkusen – aber die Spieler lassen ihren Trainer eben auch einmal mehr im Stich.

Klar ist dennoch: Der Druck auf den 50-Jährigen wird weiter zunehmen, er steht am Ende eben in der Verantwortung. Wer nach Abpfiff in die Gesichter der Bayern-Verantwortlichen geschaut hat, ahnt Böses. Eine ruhige Heimfahrt nach München wird es nicht geben.

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