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Union Berlin: Leonardo Bonucci gehört in die Wüste und nicht in die Bundesliga


Bonucci gehört in die Wüste und nicht in die Bundesliga


Aktualisiert am 06.09.2023Lesedauer: 1 Min.
Interview
Was ist ein Pro & Kontra?

Die subjektive Sicht zweier Autoren auf ein Thema. Niemand muss diese Meinungen übernehmen, aber sie können zum Nachdenken anregen.

imago images 1029330041Vergrößern des Bildes
Leonardo Bonucci: Der italienische Abwehrstar spielt in der Saison 2023/24 für Union Berlin. (Quelle: IMAGO/Francesco Scaccianoce / LiveMedia)

Leonardo Bonucci wechselt von Juventus zu Union Berlin. Ein Transfer, der Aufsehen erregt. Aber ist die Verpflichtung der Italien-Legende auch sinnvoll?

Der Wechsel von Leonardo Bonucci zu Union Berlin ist fix. Der Innenverteidiger kommt ablösefrei von Juventus aus Turin nach Köpenick und unterschreibt dort nach übereinstimmenden Medienberichten einen Einjahresvertrag plus Option auf ein weiteres Jahr.

"Es ist für mich etwas Besonderes, erstmals in meiner Karriere den Schritt ins Ausland zu gehen", sagt Leonardo Bonucci bei seiner Vorstellung nach dem Wechsel von Juventus zu Union Berlin. "Bei Union habe ich die Möglichkeit, weiter auf höchstem Niveau zu spielen und die Mannschaft auf ihrem Weg in drei anspruchsvolle Wettbewerbe mit meiner Erfahrung zu unterstützen. Ich freue mich sehr auf diese neue Station in meiner Karriere."

Das freut nicht nur Bonucci, sondern auch die Union-Fans und Oliver Ruhnert. Der Geschäftsführer der Köpenicker erklärt: "Mit Leonardo verpflichten wir einen Spieler mit viel Erfahrung. Seine Qualitäten hat er über viele Jahre sowohl national als auch international unter Beweis gestellt. Wir sind überzeugt davon, dass er mit seiner Mentalität und Flexibilität unsere Möglichkeiten in der Abwehr erweitert und das Niveau noch einmal steigern wird." Die Verpflichtung kommt allerdings nicht bei allen gut an.

 
 
 
 
 
 
 

Ist der Bonucci-Deal für Union wirklich so ein Volltreffer?

Pro
Autorenprofil Pascal BiedenwegPascal BiedenwegHead of Regio Ost

Bonucci ist die Kirsche auf der Union-Torte

Leonardo Bonucci wechselt in die Bundesliga. Nein, nicht zum FC Bayern. Zu Union Berlin! Zu einem Klub, der erst vor vier Jahren den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hat. Der Werdegang seitdem klingt wie ein Märchen: Erst Conference League, dann Europa League, nun Champions League.

Zudem wurden in diesem Transfer-Sommer die deutschen Leistungsträger Kevin Volland und Robin Gosens verpflichtet. Nun also noch Europameister Bonucci – er ist die Kirsche auf der Union-Torte und einer herausragenden Transferpolitik der Berliner.

Ja, Bonucci hat seine besten Innenverteidiger-Zeiten sicher schon hinter sich. Dennoch wird er den Berlinern mit seiner Erfahrung noch einmal einen gewaltigen Schub geben.

Union spielt in der Champions League gegen Real Madrid – für fast alle Spieler absolutes Neuland. Da ist ein Routinier wie Bonucci Gold wert. Gleichzeitig hat sich der Italiener für die sportliche Perspektive mit Union und gegen das große Geld in Saudi-Arabien entschieden. Er will noch einmal auf höchstem Niveau Fußball spielen. Nötig hat er das nicht mehr. Schließlich hat er alles erreicht. Dass er trotzdem noch Lust auf ein Abenteuer in Berlin verspürt, spricht für ihn.

Bonucci zu Union! Das ist für den Klub, für den Spieler und für die gesamte Bundesliga ein echter Top-Transfer.

Kontra
Sebastian KunzeSebastian KunzeChef vom Dienst

Ein großer Name – mehr aber nicht mehr

Europameister 2021, Kapitän der italienischen Nationalmannschaft, neunmal italienischer Meister und viermal Pokalsieger. Leonardo Bonuccis Vita liest sich beeindruckend. In Italien ist er zu Recht eine absolute Legende, aber wer ihn jetzt als Attraktion für die Bundesliga und als Top-Transfer bei Union feiert, übersieht die entscheidenden Zahlen.

Ein Blick auf die Fakten zeigt: Ein großer Name, mehr aber nicht mehr. In der Vorsaison kam Bonucci bei Juventus in allen Wettbewerben nur auf 26 Einsätze, davon nur zwölf über die kompletten 90 Minuten. Trainer Massimiliano Allegri hatte keine Verwendung mehr für den Routinier. Auf die US-Reise des italienischen Traditionsvereins im Sommer durfte Bonucci schon nicht mehr mit, sodass seine Berater einen neuen Klub für den alternden (Ex-)Star suchten und jetzt in Berlin fündig wurden.

In Köpenick freut man sich auf den Italiener – und klar, ein Trikot der "Eisernen" mit Bonucci-Aufdruck wird im Fan-Shop ein Verkaufsschlager. Aber wirtschaftlich ist selbst der ablösefreie Transfer ein Risiko, denn gering wird das Gehalt nicht sein. Bei Juventus soll es bei 3,5 Millionen Euro gelegen haben – netto! Selbst bei einem Gehaltsverzicht des Spielers gehört er bei Union zu den Top-Verdienern und muss das mit Leistung zurückzahlen.

36 Jahre alt, fußballerisch über seinen Zenit. Ganz hart gesagt: Bonucci gehört nach Amerika oder Saudi-Arabien, aber nicht in die Bundesliga.

 
 
 
 
 
 
 

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Verwendete Quellen
  • transfermarkt.de: Spielerprofil von Leonardo Bonucci
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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