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Bundesliga: Profis für Kontinental-Meisterschaften abgestellt – Nachteil?


"Das muss geändert werden"
Entscheidet das die Meisterschaft in der Bundesliga?

Von sid
Aktualisiert am 12.01.2024Lesedauer: 3 Min.
Noussair Mazraoui (l.) und Harry Kane: Die beiden Teamkollegen werden sich für wenige Wochen vorerst nicht mehr sehen.Vergrößern des BildesNoussair Mazraoui (l.) und Harry Kane: Die beiden Teamkollegen werden sich vorerst nicht mehr sehen. (Quelle: IMAGO/Allstar Picture Library Ltd)
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24 Spieler der Bundesliga nehmen an den Kontinental-Meisterschaften von Afrika und Asien teil. Leverkusen und Stuttgart müssen auf die meisten Profis verzichten.

Xabi Alonso hatte schon mal ein bisschen vorgebaut. Im letzten Spiel vor Weihnachten schickte der spanische Trainer von Bayer Leverkusen eine Mannschaft auf den Platz, die trotz der Abwesenheit von Leistungsträgern seine Tabellenführung in der Bundesliga garantieren sollte. Der Plan ging auf, Leverkusen schlug Bochum mit 4:0. Und das ohne Stammkräfte wie Victor Boniface, Edmond Tapsoba und Odilon Kossounou. Warum er sein Team freiwillig schwächte?

Leverkusen trifft es wohl am härtesten, dass mit dem Wiederbeginn der Bundesliga nach der Winterpause auch der Anpfiff zu den Kontinental-Meisterschaften von Afrika (13. Januar bis 11. Februar) und Asien (12. Januar bis 10. Februar) erfolgt. Vier Spieler der "Werkself" wurden für den Afrika-Cup nominiert. Neben den drei genannten Namen ist auch der Marokkaner Amine Adli mit dabei. Boniface hingegen musste bereits wieder abreisen, er ist verletzt und wird bis April ausfallen.

Bayers Geschäftsführer Fernando Carro sagte der "Bild am Sonntag": "Grundsätzlich muss das geändert werden." Und weiter: "Ich hoffe, dass wir mit der Klub-Vereinigung ECA eine Abmachung mit der Fifa hinbekommen."

Pl.MannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.Form
1
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Leverkusen
34286089:24+6590
2
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Stuttgart
34234778:39+3973
3
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Bayern
34233894:45+4972
4
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Leipzig
34198777:39+3865
5
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Dortmund
34189768:43+2563
6
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Frankfurt
341114951:50+147
7
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Hoffenheim
341371466:66046

Das Wort "Wettbewerbsverzerrung" nehmen die Strategen der Bundesligisten nicht in den Mund – Einfluss aber werden die Abstellungen wohl trotzdem haben. Der FC Bayern etwa sucht auf dem Transfermarkt nicht zuletzt deshalb intensiv nach Spielern, weil der ohnehin schwach besetzten Abwehr mit Min-jae Kim (Südkorea) und Noussair Mazraoui (Marokko) nun zwei weitere Bausteine fehlen: im ungünstigsten Fall auch am 10. Februar beim Spitzenspiel gegen Leverkusen.

"Haben den Afrika-Cup bedacht"

Die Terminierung von Afrika- und Asien-Cup hält Trainer Thomas Tuchel für "extrem unglücklich". Seine Kollegen aus der Liga werden ebenfalls vor Probleme gestellt: So wird dem Tabellendritten VfB Stuttgart in Serhou Guirassy (Guinea, derzeit verletzt) der Torjäger vom Dienst fehlen. Fraglich ist zudem, ob der umworbene Angreifer überhaupt noch mal zurückkehrt. Trainer Sebastian Hoeneß muss zudem auf Silas (DR Kongo), Hiroki Itō (Japan) und Woo-yeong Jeong (Südkorea) verzichten.

Tatsächlich hätten die Turniere in Afrika und Asien gar nicht zum jetzigen Zeitpunkt stattfinden sollen. Für beide waren zuletzt Termine im Sommer vorgesehen. Doch in der Elfenbeinküste ist im Juni und Juli Regenzeit. Die Asienmeisterschaft wiederum hätte schon im vergangenen Sommer in China stattfinden sollen, wurde wegen der Corona-Pandemie allerdings nach Katar verlegt und wegen der klimatischen Bedingungen auf den Jahresbeginn vorgezogen.

Auch Dino Toppmöller von Eintracht Frankfurt ist daher nicht zu beneiden: Ihm fehlen in Ellyes Skhiri (Tunesien), Farès Chaïbi (Algerien) und Omar Marmoush (Ägypten) drei Schlüsselspieler. Immerhin hat Manager Markus Krösche in den vergangenen Tagen zwei Zugänge verpflichtet, jeweils auf Leihbasis: Mittelfeldspieler Donny van de Beek von Manchester United und den ehemaligen Stuttgarter Stürmer Saša Kalajdžić von den Wolverhampton Wanderers.

Deutsche Klubs bis hinunter zur Oberliga (5. Liga) stellen zu den beiden Turnieren insgesamt 32 Spieler ab. Dass Leverkusen der verletzte Boniface (Nigeria), Tapsoba (Burkina Faso), Kossounou (Elfenbeinküste) und Amine Adli (Marokko) fehlen könnten, hatte Manager Simon Rolfes freilich eingeplant. "Grundsätzlich haben wir bei der Zusammenstellung des Kaders im vergangenen Sommer (...) natürlich auch den Afrika-Cup bedacht", sagte er. Doch angesichts der erfolgreichen Hinrunde und der damit verbundenen Titelchance tun die Ausfälle nun umso mehr weh.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SID
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