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Pep Guardiola sieht in Javi Martinez Fixpunkt beim FC Bayern

Bayern plant neues System  

Für Guardiola ist Martinez der neue Fixpunkt

06.06.2014, 11:36 Uhr | t-online.de

Pep Guardiola sieht in Javi Martinez Fixpunkt beim FC Bayern. Javi Martínez (li.) hat sich im Pokalfinale in das Herz seines Trainers Pep Guardiola (re.) gespielt.  (Quelle: imago images/Avanti)

Javi Martínez (li.) hat sich im Pokalfinale in das Herz seines Trainers Pep Guardiola (re.) gespielt. (Quelle: Avanti/imago images)

Was ein Spiel alles ausmachen kann. Die vergangene Saison schien für Javi Martinez unter keinem glücklichen Stern zu stehen. Erst schaffte der neue Trainer Pep Guardiola die Doppel-Sechs ab, dann setzten den 25-Jährigen immer wieder Verletzungen außer Gefecht. So richtig fand Martinez einfach nicht in die Saison. Doch mit dem letzten Pflichtspiel der vergangenen Spielzeit änderte sich alles.

40-Millionen-Mann Martinez ist immer noch der teuerste Einkauf in der Klubgeschichte des FC Bayern. Dass die Münchner 2013 das Triple gewannen, hatten sie auch ihm zu verdanken. Neben Bastian Schweinsteiger bildete der Spanier die beste Doppel-Sechs Europas. Doch dann folgte Guardiola auf Jupp Heynckes und alles wurde anders.

Keine Chance gegen Boateng und Dante

Martinez spielte plötzlich kaum noch eine Rolle. Im defensiven Mittelfeld setzte Guardiola auf andere Spieler, vorzugsweise auf Philipp Lahm. Und für die offensiveren Rollen kam der ehemalige Star von Athletic Bilbao ohnehin nie in Frage. Auch auf den beiden Positionen in der Innenverteidigung zog Martinez gegen Jerome Boateng und Dante den Kürzeren.

Wohin also mit dem an sich so begnadeten Defensivallrounder? Kein Wunder, dass im letzten Saisondrittel erste Wechselgerüchte die Runde machten. Dabei sind die Qualitäten des ebenso lauf- wie kopfball- und zweikampfstarken Spielers jedem bekannt.

Statistik spricht für Martinez

Ohne Martinez kassierten die Bayern in der Bundesliga in der abgelaufenen Saison alle 123 Minuten ein Gegentor, mit ihm nur alle 149. Seine Zweikampfwerte konnte er im Vergleich zur Vorsaison in der Liga sogar noch steigern. In der Saison 2012/13 gewann er 62,6 Prozent aller Duelle, in der zurückliegenden Spielzeit 67,6 Prozent. Tolle Werte und doch wollte Guardiola nicht so recht den Stärken seines Landsmannes vertrauen.

Das änderte sich allerdings mit dem Pokalfinale in Berlin, in dem die Münchner mit 2:0 nach Verlängerung gegen Borussia Dortmund die Oberhand behielten. Guardiola setzte in der Abwehr überraschend auf eine Dreier- anstatt auf die klassische Viererkette. In der zentralen Verteidigerrolle durfte Martinez ran. Dieser dankte es dem Coach mit dem wohl besten Spiel, das er je für die Münchner absolviert hat.

Plötzlich das Herzstück in der Defensive

"Javi hat in den großen Spielen bewiesen, dass er ein großer Spieler ist", lobte ihn hinterher Sportvorstand Matthias Sammer. "Er hat den Job klasse gemacht", befand auch Kollege Boateng. Martinez gab das Kompliment postwendend zurück: "Mit Jerome und Dante an meiner Seite fühle ich mich wohl."

Das Trio interpretierte die Dreierkette dermaßen stark, dass es intern mittlerweile als durchaus zukunftsträchtiges Modell gilt und zumindest als Alternative in der kommenden Saison häufiger praktiziert werden dürfte. Das Herzstück dabei bildet Martinez, der sich als freier Mann immer wieder ins Mittelfeld einschalten konnte.

Er hat Guardiola überzeugt, so dass die Suche nach einem weiteren Innenverteidiger vorerst auf Eis gelegt wurde. Spät, aber offensichtlich nicht zu spät. Sein Vertrag läuft ohnehin noch bis 2017.

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