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Alarm in Dortmund: Hat Bosz den BVB noch im Griff?

dpa, lr, t-online.de

Aktualisiert am 29.10.2017Lesedauer: 2 Min.
Peter Bosz steht beim BVB in der Kritik.
Peter Bosz steht beim BVB in der Kritik. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Borussia Dortmund hat die TabellenfĂŒhrung verloren. Jetzt droht am Mittwoch das Aus in der Champions League

Schmelzer sagte laut "Bild" nach der 2:4-Pleite in Hannover: „Wir mĂŒssen jetzt gleich auf der RĂŒckfahrt und auch morgen einiges besprechen. So eine Leistung kann nicht unser Anspruch sein.“

Manager Zorc kritisiert "Alibifußball"

Trainer Peter Bosz wollte von einer Krise hingegen nichts wissen. Dabei sind die Symptome eindeutig. Sie sind auf dem Platz zu sehen, sie sind in den Statistiken und in der Tabelle der Bundesliga nachzulesen. Doch der Trainer behauptete: "Da ist keine Krise – und da war keine Krise."

Die Zahlen sagen etwas anderes aus. In den vergangenen drei Spielen hat Borussia Dortmund nur ein Remis geholt, einen Vorsprung von fĂŒnf ZĂ€hlern verspielt und liegt nun drei Punkte hinter TabellenfĂŒhrer Bayern MĂŒnchen. Dabei kassierte der BVB neun Gegentore.

Eindeutig waren auch die Aussagen des schlecht gelaunten BVB-Managers Michael Zorc, der von "Alibifußball" sprach und den Auftritt "pomadig und selbstgefĂ€llig" nannte. Zorc mahnte: "So gewinnst du in der Bundesliga kein Spiel."

BVB-Trainer Bosz wehrt sich gegen Kritik

Die Gegner wissen inzwischen, wo der BVB verwundbar ist. Sie haben gewissermaßen den Code geknackt. 96-Manager Horst Heldt fasste es mit wenigen SĂ€tzen zusammen: "Wir sind mit langen BĂ€llen hinter die Abwehr gekommen, da sind sie anfĂ€llig. Sie sind extrem stark in der Offensive, aber wenn sie hoch stehen, dann kann man mit schnellen Leuten agieren."

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Doch auch davon will Bosz nichts wissen. "Ich habe schon vier Fragen bekommen, ob wir zu hoch stehen", sagte der Trainer nach der Niederlage. Seine Antwort darauf lautete: "Wenn wir gut stehen und gleich Druck machen, wenn wir den Ball verlieren, dann ist hoch zu stehen kein Problem."

Dortmund ohne AggressivitÀt gegen Hannover

Ein Problem ist auf jeden Fall, dass Dortmund keinen Plan B besitzt. Trotz der offensichtlichen Schwierigkeiten gegen die aggressiven und konterstarken Hannoveraner gab es keine Umstellung. Es gab keine Reaktion von der Seitenlinie. WÀhrend andere Mannschaften ihre Taktik wÀhrend des Spiels wechseln oder zumindest dann anpassen, wenn es nicht lÀuft, beharrt Bosz auf seinem extrem offensiv ausgerichteten 4-3-3-System.

Zumindest eines war nach den Gegentreffern von Jonathas (20./Foulelfmeter), Ihlas Bebou (40./86.) und Felix Klaus (59.) unstrittig. Dem BVB, der nur zu Treffern von Dan-Axel Zagadou (27.) und Andrey Yarmolenko (52.) kam, fehlte die nötige AggressivitÀt. "Das ist, was man immer dabei haben muss", sagte der Coach.

Die offiziellen Zahlen der Liga belegen diese fehlende Einsatz- und Laufbereitschaft. 114,2 Kilometer sind die 96-Spieler gelaufen, 6,2 mehr als die BVB-Profis (108). Den schwÀchsten Wert aller Feldspieler, die durchspielten, hatte Pierre-Emerick Aubameyang.

Zwei weitere Pleiten drohen dem BVB

"Da mĂŒssen wir uns hinterfragen, nicht nur fußballerisch, sondern auch von der Einstellung her", forderte Marcel Schmelzer. Der sonst eher vorsichtige BVB-KapitĂ€n monierte aber auch: "Hannover wollte mit dem ersten Kontakt hinter unsere Abwehrlinie, darauf sind wir immer wieder reingefallen." Das Problem bei langen BĂ€llen des Gegners sei "auf jeden Fall ein Punkt, den wir analysieren mĂŒssen".

Bei Àhnlicher Taktik und Einstellung wie in Hannover droht am Mittwoch gegen Nikosia das Aus in der Champions League und am Samstag gegen Bayern die nÀchste Bundesliga-Pleite.

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