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FC Bayern: Augenthaler rät zu Jürgen Klopp als Trainer

Nächster Bayern-Trainer  

Augenthaler rät: Lieber Klopp als Nagelsmann

Ein Interview von Luis Reiß

25.12.2017, 09:39 Uhr
FC Bayern: Augenthaler rät zu Jürgen Klopp als Trainer. Klaus Augenthaler: Der frühere Nationalspieler favorisiert Jürgen Klopp als Bayern-Trainer. (Quelle: imago/Lackovic)

Klaus Augenthaler: Der frühere Nationalspieler favorisiert Jürgen Klopp als Bayern-Trainer. (Quelle: Lackovic/imago)

Wie geht es weiter beim FC Bayern? Ex-Spieler Klaus Augenthaler hat einen klaren Favoriten und erklärt bei t-online.de, wann ein weiteres Jahr mit Jupp Heynckes sinnvoll wäre.

Ex-Nationalspieler Klaus Augenthaler nennt im Interview mit t-online.de den aktuellen Liverpool-Coach Jürgen Klopp als seinen Favoriten auf das Trainer-Amt beim FC Bayern München. Zugleich erklärt er das Meisterschaftsrennen für beendet und sagt, welcher Neuzugang beim Rekordmeister überzeugt hat. An alle Bundesliga-Klubs hat er in puncto Nachwuchsarbeit einen wichtigen Rat.

t-online.de: Herr Augenthaler, wer kann den Bayern in der Rückrunde noch gefährlich werden?

Klaus Augenthaler: Ich empfehle einen Blick auf die Tabelle: Die Bayern haben keine Verfolger. Wenn alles normal läuft, kann man ihnen schon jetzt zur Meisterschaft gratulieren. So schnell wie sie den Rückstand in der Tabelle unter Jupp Heynckes in den riesigen Vorsprung von elf Punkten verwandelt haben, bezweifle ich, dass die anderen Klubs ihnen gefährlich werden können. Leipzig, Dortmund, Schalke – die können sich um die Plätze dahinter streiten. Wobei: Bei Schalke sollte man abwarten, ob sie so konstant bleiben können.

Das Ziel beim FC Bayern lautet aber naturgemäß nicht nur Meisterschaft, sondern auch Titel in der Champions League. Welche Baustellen gibt es noch auf dem Weg dahin?

Im letzten Härtetest gegen Dortmund haben sie eine hervorragende erste Halbzeit gespielt. Da hatte ich das Gefühl: Da spielt eine Herren- gegen eine Jugendmannschaft. Aber dann haben sie Probleme bekommen. Sie waren nicht über 90 Minuten stabil. Ich kann nur mutmaßen, woran es gelegen hat. War es die Auswechslung von einem Führungsspieler wie Franck Ribery? Oder gab es doch körperliche Probleme? Jupp Heynckes wird genau wissen, was in der kurzen Zeit bis zum Rückrunden-Start (12. Januar, d. Red.) zu tun ist.

Sollte Heynckes noch ein Jahr bleiben so wie es sich offenbar Klub-Präsident Uli Hoeneß wünscht?

Es wäre in meinen Augen sinnvoll, wenn der Wunschkandidat beispielsweise erst ab 2019 zu haben wäre – als ein Übergangsjahr. Das Modell könnte ich mir zum Beispiel mit Jürgen Klopp vorstellen, der ja aktuell noch beim FC Liverpool erfolgreich ist. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass er der beste Kandidat wäre. Er hat die Erfahrung, die einem Julian Nagelsmann vielleicht noch fehlt. Auch international.

Vor der Saison gab es Kritik an der Einkaufspolitik des FC Bayern. Haben Sie die Neuen überzeugt?

Sebastian Rudy hat überzeugt. Er ist ein gestandener Nationalspieler und tritt auch so auf. Niklas Süle hat tolle Voraussetzungen und gute Leistungen gezeigt, er braucht aber noch Zeit, um einen Status wie beispielsweise Hummels oder Boateng zu erreichen. Bei James und Tolisso möchte ich mir noch kein abschließendes Urteil erlauben. James ist unter Heynckes erst richtig aufgeblüht, weil er jetzt das Vertrauen des Trainers spürt. Tolisso hat mich noch nicht überzeugt. Bei ihm habe ich das Gefühl, dass er noch Eingewöhnungszeit braucht. Die sollte man ihm gewähren und dabei mal die hohe Ablöse (40 Mio. Euro, d. Red.) für einen Moment vergessen.

Klaus Augenthaler (60) arbeitet zurzeit als Experte für den Klub-Sender des FC Bayern München. In seiner aktiven Karriere absolvierte er zwischen 1976 und 1991 insgesamt 404 Spiele für die Münchner, später war er u. a. Cheftrainer bei Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg. 

Müssen die Klub-Bosse im Winter zusätzlich zur Verpflichtung von Sandro Wagner noch nachlegen?

Nein – und ich glaube auch, dass nichts mehr passieren wird. Der Kader reicht, um alle Ziele zu erreichen. Selbst wenn es mehrere Verletzte geben sollte, gibt es im Nachwuchs hervorragende Talente.

Im Europapokal haben die deutschen Mannschaften in dieser Saison bislang enttäuscht. Was läuft falsch? Müssen die Klubs mehr Risiko bei Transfers gehen?

Und sich damit mehr verschulden? Das ist keine kluge Lösung. Vielleicht ist diese Saison ja eine Ausnahme – diese Möglichkeit kommt mir in der ganzen Diskussion etwas zu kurz.

Also alles gut in der Bundesliga?

Nein, mich stört eine Sache: Ich habe das Gefühl, dass in der Bundesliga zu viel auf mittelmäßige ausländische Spieler gesetzt wird. Wir sind U21-Europameister, haben eine überragende Nachwuchsarbeit – und trotzdem verpflichten die deutschen Klubs meinem Gefühl nach immer häufiger Spieler aus dem Ausland, die gar nicht besser sind. Wenn, dann müssen es wirkliche Top-Talente sein, so wie es zum Beispiel bei RB Leipzig hervorragend praktiziert wird. Ansonsten müssen unsere einheimischen Talente wieder Vorrang genießen. 

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