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Wagner: FC Bayerns Heynckes "ein anderes Kaliber" als Nagelsmann

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Nach Bayern-Sieg  

Wagner: Heynckes "ein anderes Kaliber" als Nagelsmann

28.01.2018, 11:15 Uhr | sid, t-online.de

Wagner: FC Bayerns Heynckes "ein anderes Kaliber" als Nagelsmann. Jupp Heynckes mit Sandro Wagner: Der Neuzugang schwärmt vom erfahrenen Bayern-Trainer. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Jupp Heynckes mit Sandro Wagner: Der Neuzugang schwärmt vom erfahrenen Bayern-Trainer. (Quelle: Jan Huebner/imago)

Der Nationalspieler schwärmt nach dem 5:2-Sieg seines FC Bayern von Trainer Heynckes und erklärt, wo der mit Hoffenheim unterlegene Julian Nagelsmann noch Nachholbedarf hat.

Auch wenn Jupp Heynckes viel Lob für den 42 Jahre jüngeren Julian Nagelsmann übrig hat, das große Trainerduell ging klar an den alten Fuchs. Selbst von einem frühen 0:2-Rückstand ließ sich Bayern München nicht aus der Ruhe bringen, das 5:2 (2:2) war letztlich deutlich. "Es war keiner nervös, das ist halt der FC Bayern, das ist schon beeindruckend. Die liegen 0:2 zurück und machen einfach weiter", sagte Sandro Wagner, der am Ende noch sein erstes Tor für die Münchner erzielen durfte.

Nagelsmanns Team hielt dem Druck nicht stand

Es ist auch ein Teil von Heynckes' Werk, dass der Fußball-Rekordmeister diese Überzeugung wieder ausstrahlt. Gerade Wagner, der erst vor wenigen Wochen aus Hoffenheim kam, nötigt das Respekt ab. "Heynckes", sagte der Mittelstürmer, "das ist nochmal ein anderes Kaliber." Ein anderes Kaliber vor allem an Erfahrung und an Erfolgen als der 30-jährige Nagelsmann, wenngleich Wagner auch "ein großer Fan" seines Ex-Trainers ist: "Er ist ein Riesentalent und wird seinen Weg machen."

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Aber dass Nagelsmann eben noch kein Heynckes ist, mag auch ein Grund sein, warum der Job beim FC Bayern in naher Zukunft wohl nicht auf ihn wartet. Sein Team, Hoffenheim, hatte ein durchdachtes, ein mutiges Konzept, aber es hielt nicht stand gegen die Klasse des Tabellenführers, der seinen sechsten Titel in Folge schon Mitte März feiern könnte, wenn es so weitergeht. "Es ist ein überragendes Gefühl, dass du bei 0:2 weißt, du hast noch nicht verloren", meinte Thomas Müller.

Bayern-Fokus schon auf Champions League

Müller, der diesmal zunächst mit Franck Ribery und James auf der Bank geblieben war, will deswegen auch gar keine künstliche Spannung in der Meisterschaft mehr herbeireden. "Es wird kein enges Rennen mehr", sagte er angesichts der 16 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Und so geht es für den FC Bayern nach Müllers Ansicht vor allem um eines: "Wir dürfen keinen Schlendrian reinbringen und müssen Woche für Woche zeigen, was wir können."

Sandro Wagner (M.) trifft zum 5:2: Der Nationalstürmer macht das Debakel für seinen Ex-Klub Hoffenheim perfekt. (Quelle: Reuters/Michaela Rehle)Sandro Wagner (M.) trifft zum 5:2: Der Nationalstürmer macht das Debakel für seinen Ex-Klub Hoffenheim perfekt. (Quelle: Michaela Rehle/Reuters)

Für die Bayern beginnt die Rückrunde erst so richtig mit dem Achtelfinale der Champions League gegen Besiktas Istanbul (20. Februar/14. März), dann zählt es wirklich. Das Viertelfinale im DFB-Pokal beim SC Paderborn (6. Februar) ist schließlich auch eher eine Pflichtnummer. "Wir müssen die Spannung hochhalten, wir haben große Aufgaben vor uns, wir müssen alle im Kopf da sein", mahnte deshalb auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Boateng kritisiert Einstellung zu Beginn

Zwei so schnelle Gegentore wie die von Mark Uth (3.) und Bayern-Leihgabe Serge Gnabry (12.) darf man sich in der Königsklasse wohl kaum ungestraft leisten. In der Bundesliga, wo der FC Bayern 1977 gegen den MSV Duisburg zuletzt so früh 0:2 hinten lag, reicht die "riesige Qualität" (Heynckes) in der Regel dennoch aus. Robert Lewandowski (21.), der auch im zehnten Ligaheimspiel der Saison traf, Jerome Boateng (25.), Kingsley Coman (63.), Arturo Vidal (66.) und eben Wagner (90.) stellten dies sicher.

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Boateng, der störte sich doch sehr an den behäbigen ersten 20 Minuten. "Wir haben geschlafen, wir waren nicht aggressiv", kritisierte der Innenverteidiger, fügte allerdings an: "Wir haben danach super geantwortet." Das gestand auch Nagelsmann ein: "Wir haben das ordentlich gemacht, dann wurde der Druck der Bayern zu groß." Und er war um eine Erfahrung reicher.

Quelle und weiterführende Information:
- sid
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