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Marco Reus: BVB-Star ist Fußballer des Jahres

Fußballer des Jahres  

Reus, Klopp und Marozsan triumphieren

28.07.2019, 12:48 Uhr | sid

 (Quelle: imago images / DeFodi)
Reus: Fußballer des Jahres "große Anerkennung"

Marco Reus von Borussia Dortmund ist zum Fußballer des Jahres gewählt worden. Nach seiner schweren Kreuzbandverletzung 2017 macht ihn diese Anerkennung besonders stolz. (Quelle: Omnisport)

"Große Anerkennung": Marco Reus ist zum Fußballer des Jahres gewählt worden. (Quelle: Omnisport)


Marco Reus und Jürgen Klopp feiern vier Jahre nach ihrer "Trennung" doch noch gemeinsam. Die Ehrungen zum Fußballer des Jahres sind Anerkennung für herausragende Leistungen. Dzsenifer Marozsan schafft den Hattrick.

Einst scheiterten Marco Reus und Jürgen Klopp bei Borussia Dortmund stets kurz vor dem Ziel – vier Jahre nach ihrer "Trennung" feiern sie jetzt endlich zusammen. Der BVB-Star Reus ist Fußballer des Jahres, Klopp Trainer des Jahres 2019: "Schön, dass wir beide doch noch gemeinsam einen Titel geholt haben", sagte Klopp nach der Krönung einer für beide grandiosen Saison.

Reus, der 2018/19 verletzungsfrei auf dem Höhepunkt seines Schaffens zauberte und den BVB damit beinahe zum Meistertitel trieb, gewann die Abstimmung des "Kicker" zum zweiten Mal nach 2012. "Es ist schöner, als es damals war, ein anderes Gefühl als vor sieben Jahren", sagte der Edeltechniker, obwohl für den BVB auch in diesem Jahr kein Pokal herausgesprungen war. "Marco ist ein Spieler, der jede Mannschaft der Welt besser macht", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

Leverkusener Talent nur knapp geschlagen

Mit Reus’ 158 Stimmen konnte daher nur Kai Havertz (Bayer Leverkusen/121) annähernd mithalten. Klopp, Champions-League-Triumphator mit dem FC Liverpool, setzte sich als erster im Ausland tätiger Trainer der Saison vor Friedhelm Funkel von Fortuna Düsseldorf durch. Dzsenifer Marozsan, Triple-Gewinnerin mit Olympique Lyon, schaffte als Fußballerin des Jahres sogar einen Hattrick.

Reus bedankte sich ausdrücklich mit einem "Riesenkompliment" bei der medizinischen Abteilung der Borussen, er sprach offen über seinen Stolz: "Ich bin mittlerweile 30 – und werde diese Auszeichnung vielleicht nicht mehr so oft erhalten." Eben auch, weil sein Körper anfällig ist: Am Samstag im Test gegen Udinese Calcio (4:1) war Reus nur mühsam davon abzuhalten, nach zwei grenzwertig harten Attacken auf seine Gegenspieler loszugehen.

Bundestrainer kann Wahl nachvollziehen

Neben einer langen und leidvollen Verletzungshistorie hatte der Edeltechniker das WM-Debakel im Sommer 2018 zu verarbeiten gehabt. Dies gelang vorbildlich, was auch Joachim Löw auffiel: "Marco hat sich die Wahl absolut verdient. Er ist sehr gereift, hat dabei seinen Esprit und seine Frische aber nicht verloren", lobte der Bundestrainer. "Beim BVB hat er als Kapitän Verantwortung übernommen, in der Nationalmannschaft ist er ein wichtiger Ansprechpartner für die jungen Spieler."

An Klopps Seite hatte Reus zwischen 2012 und 2015 ein Champions-League-Finale und zwei Pokal-Endspiele verloren. Weiterhin ist der DFB-Pokal-Sieg 2017 der einzige Titel in seiner Vita, was für einen Spieler seiner Klasse wie ein Witz anmutet. Doch das soll sich ändern: "Unser Ziel muss sein, ganz oben zu stehen", sagt er, ganz in Einklang mit der neuen offensiveren Kommunikationsstrategie des BVB. Gewinne Titel und rede darüber! Damit es wieder was zu feiern gibt.


Das gab es für Klopp reichlich. Der deutsche Teammanager wird in Liverpool spätestens seit dem Sieg über Tottenham Hotspur verehrt wie eine Gottheit. Erstmals seit Jahren hätten die Leute im Sommer bei Foto-Anfragen nicht "es tut mir so leid für Sie" gesagt, erzählte er schmunzelnd. Nur von ihrem Meisterfluch hat er die Reds noch nicht erlöst – trotz der sensationellen 97 Punkte aus 38 Spielen gewann Manchester City mit Pep Guardiola (98 Punkte) die Premier League.

Dzsenifer Marozsan spielt in Frankreich bei Olympique Lyon. (Quelle: imago images/Geisser)Dzsenifer Marozsan spielt in Frankreich bei Olympique Lyon. (Quelle: Geisser/imago images)

Dzsenifer Marozsan hingegen war mit Lyon unangefochten. Doch dann, bei der WM in ihrer Wahlheimat Frankreich, lief vieles schief. Dort wollte sie groß aufspielen, wurde aber von einem Zehenbruch gestoppt, beim Viertelfinal-Aus konnte sie nach ihrer Einwechslung nichts mehr ausrichten. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg unterstrich dennoch die Extraklasse ihrer Nummer 10: "Ihre fußballerische Qualität steht außer Frage."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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