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BVB: Krisentreffen! Dortmund-Trainer Lucien Favre soll vor dem Aus stehen

Nach der Fast-Blamage  

Bericht: Krisentreffen beim BVB – Favre vor dem Aus

23.11.2019, 15:20 Uhr | t-online.de

Borussia Dortmund - SC Paderborn 07 (Quelle: dpa/Omnisport)
Favre ratlos: "Kann so nicht weitergehen"

Borussia Dortmund rettet im Heimspiel gegen Paderborn nach 0:3-Rückstand noch ein 3:3. Nach der Partie zeigt sich BVB-Coach Lucien Favre fassungslos ob der ersten Hälfte seines Teams. (Quelle: Omnisport)

"Kann so nicht weitergehen": BVB-Trainer Favre scheint nach dem Unentschieden des BVB gegen Paderborn ratlos. (Quelle: Omnisport)


Nach dem blamablen Unentschieden gegen Paderborn kritisierte Abwehrchef Hummels das eigene Team, Kapitän Reus schützte den Trainer. Nach dem Spiel beriet sich die sportliche Leitung über Favres Zukunft – eine Entscheidung ist noch offen.

In der ersten Halbzeit machte Dortmund einen desolaten Eindruck: kaum Chancen, dann gnadenlos bloßgestellt und ausgekontert vom Kellerkind Paderborn. Ungläubigkeit auf der BVB-Bank, gespenstische Atmosphäre im Stadion von Borussia Dortmund. Trotz des Aufbäumens in der zweiten Halbzeit und des späten Ausgleichs durch Marco Reus bleibt das Bild eines zeitweise überforderten, ruderlosen Titelanwärters – denn auch die zweiten 45 Minuten waren nicht ganz überzeugend. Und das fällt natürlich auf Favre zurück.

Nicht nur gegen Bayern schwach

Schon nach der 0:4-Niederlage gegen die Bayern am vergangenen Spieltag waren die Fragezeichen hinter dem Schweizer immer größer geworden. Zu ängstlich der Auftritt, zu chancenlos der BVB, zu peinlich das Ergebnis. Jetzt schienen die großen Bayern einmal verwundbar – und dann stellte sich Borussia Dortmund schon wieder selbst ein Bein. Nicht nur im direkten Duell, sondern auch schon bei den Unentschieden gegen Bremen, Freiburg und Schalke sowie der Niederlage gegen den Aufsteiger Union Berlin.

Viele machen Favre für die Ergebnisse verantwortlich, die große Liebe war es sowieso nie zwischen dem 62-Jährigen und den Fans. Dafür ist seine Art wohl zu sachlich, zu unemotional für diesen Klub, der weltweit für seine Emotionen, seine Leidenschaft berühmt ist. Solange die Ergebnisse stimmten, waren die Fans gewillt, die kühle Art des Taktik-Tüftlers zu akzeptieren, doch jetzt scheint ihre Geduld am Ende – auch die der Mannschaft und der sportlichen Leitung um Sportdirektor Michael Zorc und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke

Hummels kritisiert öffentlich Favres Taktik

BVB-Kapitän Marco Reus stellte sich nach dem hart erkämpften 3:3 demonstrativ vor Lucien Favre: "Der Trainer stellt uns immer gut ein, aber wir bekommen es nicht auf den Platz. Jeder muss sich an die eigene Nase fassen. Darüber müssen wir reden, nicht über unseren Trainer." Gereizter klang Abwehrchef Mats Hummels. Der 30-jährige Routinier kritisierte die taktische Ausrichtung des Schweizer Fußballlehrers: "Sagen wir mal so, wir tun uns im 4-1-4-1 leichter zu pressen." 

Favre selbst zeigte sich in der Pressekonferenz nach der Partie konsterniert: "Das war eine desaströse erste Halbzeit von uns. Wir kriegen drei Tore. Es war unglaublich. Die ersten 45 Minuten sind schwer zu erklären. Es fehlte die nötige Aggressivität. Wir werden das gründlich analysieren. So kann es nicht weitergehen." Ob es überhaupt mit ihm als Trainer weitergeht in Dortmund wurde im Anschluss in einer Loge des Dortmunder Signal Iduna Parks diskutiert. 
   

 
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, besprachen sich die BVB-Bosse Watzke und Zorc nach Spielende noch bis nach Mitternacht mit Vereinsanwälten und verhängten eine letzte Galgenfrist für Favre. Überzeugt der Schweizer in der Champions League gegen den FC Barcelona nicht mit seinem Spielkonzept, droht ihm das Aus. Am Samstag habe es laut "Bild" eine "Aussprache" zwischen der Mannschaft und dem Trainerteam gegeben, anschließend trainierte die Mannschaft hinter verschlossenen Türen. Das Training leitete nach wie vor der Schweizer Favre.

Verwendete Quellen:
  • Bild: "Favre vor dem Aus" (kostenpflichtig)
  • Ruhr Nachrichten: "Nach zweistündiger Aussprache: Lucien Favre leitet das Auslaufen der BVB-Reservisten"

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