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BVB-Star Erling Haaland zum FC Bayern? "Gibt den perfekten Zeitpunkt"


Haaland zu Bayern? "Es gibt zwei bessere Optionen für ihn"

  • Robert Hiersemann
  • Florian Wichert
Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

Aktualisiert am 09.11.2020Lesedauer: 2 Min.
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BVB-Hoffnungsträger Erling Haaland: Der Stürmer hat in seinen insgesamt 29 Pflichtspielen für Dortmund 27 Tore erzielt.
BVB-Hoffnungsträger Erling Haaland: Der Stürmer hat in seinen insgesamt 29 Pflichtspielen für Dortmund 27 Tore erzielt. (Quelle: t-online/imago-images-bilder)
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Der junge Norweger ist langfristig an Borussia Dortmund gebunden. Doch je mehr Tore er für den Verein erzielt, desto interessanter wird er für europäische Topklubs. Wohin führt der Weg?

Zwar musste sich Borussia Dortmund am Samstagabend mit 2:3 (1:1) im Bundesliga-Topspiel gegen Bayern München geschlagen geben, doch die Leistung des Teams von Trainer Lucien Favre war beachtlich. Erst ging man nach 45 Minuten durch Kapitän Marco Reus in Führung, um dann über weite Teile der Partie mit dem Rekordmeister auf Augenhöhe um den Sieg zu kämpfen.


Der BVB verliert – aber zwei Dortmunder bekommen die Bestnote

Borussia Dortmund ist erneut knapp im Spitzenspiel der Bundesliga an Bayern München gescheitert. Beim 2:3 gegen den Tabellenführer konnten jedoch insbesondere zwei Spieler im Trikot der Schwarzgelben positiv hervorstechen. Die Einzelkritik.
Roman Bürki: Der Schweizer machte eine solide Partie. Bei den Gegentoren konnte er nichts ausrichten. Note: 2
+13

Und wieder mal stach einer der jüngsten Dortmunder dabei heraus: Der 20-jährige Angreifer Erling Haaland, der nicht nur durch seinen Anschlusstreffer zum 2:3 (83.) glänzte, sondern mit seinen Sprints, seiner Einstellung und seinem Tordrang überzeugte. Doch nicht erst die Leistung im Topspiel dürfte das Interesse vieler europäischer Topklubs am Norweger geweckt haben.

Haaland ist noch bis 2024 an den BVB gebunden

Stefan Effenbergbefeuerte zuletzt noch einmal die Diskussion um die Zukunft des Angreifers: "Haaland zu Bayern?", schrieb der Ex-Bayern-Kapitän einen Tag vor dem Topspiel in seiner Kolumne auf t-online. "Ein spannender Gedanke." Seine Idee dahinter: "Bayerns Topstürmer Robert Lewandowski ist mittlerweile 32 Jahre alt und besitzt einen Vertrag bis 2023. Womöglich wäre das tatsächlich ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel. Dann ist Haaland vielleicht der perfekte Nachfolger von Lewandowski."

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Haalands Vertrag beim BVB läuft noch bis 2024, doch es gab bereits Berichte über eine angeblich festgeschriebene Ablösesumme von 75 Millionen Euro, die 2022 greifen soll.

Sollte BVB-Star Erling Haaland zum FC Bayern gehen?

Pro
Robert Hiersemann
Robert Hiersemann

Ja, und es gibt den perfekten Zeitpunkt für einen Wechsel

Erling Haaland hat das Zeug dazu, einer der besten Fußballer der Welt zu werden. Er ist schnell, torgefährlich, physisch überragend. Dazu besitzt er diesen unbändigen Willen auf dem Feld. BVB-Boss Michael Zorc nannte ihn zuletzt "erfolgsbesessen". Klar ist: Haaland will Titel gewinnen. Und welcher Verein würde da besser zum Norweger passen als der FC Bayern?

Er muss nicht ins Ausland gehen, um zum Weltstar zu reifen. Mit den Bayern wird er in wenigen Jahren mehr erreichen als sein Idol Ibrahimović in der gesamten Karriere. Denn der Triple-Sieger ist für die Zukunft perfekt aufgestellt – weitere Champions-League-Erfolge sind möglich. Dieser Titel fehlt bis heute.

Natürlich muss man Lewandowski aktuell noch eine Stufe über Haaland setzen. Doch ein Wechsel des Dortmunders im Sommer 2022 nach München wäre ideal, um die Wachablösung des Polen einzuleiten. Lewandowski wäre dann 34 und noch ein Jahr unter Vertrag, Haaland hätte ein Übergangsjahr, um sich an die Arbeit beim Weltklub zu gewöhnen.

Für die Spannung im Titelrennen der Bundesliga wäre es bitter, wenn Haaland zu Bayern wechselt, weil die Unbesiegbar-Ära Lewandowskis nahtlos in die von Haaland übergehen würde. Doch aus Sicht des Spielers wäre es der perfekte Schritt.

Kontra
Florian Wichert
Florian Wichert

Nein, es gibt zwei bessere Optionen als Bayern

Er ist mit Dortmund Zweiter in der Bundesliga und auf dem besten Weg in die K.o.-Runde der Champions League. Er ist erst 20 Jahre alt und schon Stammspieler. Und er spielt in der vielleicht talentiertesten Mannschaft der Welt, die ihn in Szene zu setzen weiß: Er hat 27 Tore in 29 Spielen für den BVB erzielt und sechs weitere vorbereitet. Viel besser könnte es nicht laufen.

Ein Grund für einen Abschied von Erling Haaland? Ist beim besten Willen nicht zu erkennen. Und erst recht nicht zum FC Bayern, wo Robert Lewandowski in Topform noch fünf, sechs Jahre im Sturmzentrum gesetzt sein und den Platz blockieren wird. Als Backup wäre Haaland ohnehin verschenkt.

Warum sollte er überhaupt zu Bayern gehen? Haaland hat zwei Optionen. Beide sind besser. Option eins: Er baut in Dortmund über mindestens zehn Jahre etwas auf und wird eine Legende in diesem Verein. Option zwei: Er wechselt zu einem seiner Traumvereine in Spanien oder England. Die Premier League ist das große Ziel fast eines jeden norwegischen Topspielers – und auch Vater Alf-Inge kickte dort jahrelang. Wahrscheinlicher ist Option zwei. Haaland will wie Vorbild Zlatan Ibrahimović die Welt und verschiedene Ligen sehen. Die Bundesliga kennt er nun schon.

Wer hat recht?

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Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen.

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