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Toni Polster über 1. FC Köln: "Abwarten, ob Baumgarts explosive Art funktioniert"

INTERVIEWFC-Legende warnt  

"Abwarten, ob Baumgarts explosive Art funktioniert"

Von Alexander Kohne, Torshavn

15.10.2021, 09:17 Uhr
Toni Polster über 1. FC Köln: "Abwarten, ob Baumgarts explosive Art funktioniert". Toni Polster: Der Österreicher spielte von 1993 bis 1998 für den 1. FC Köln und erzielte in dieser Zeit 88 Tore in 168 Pflichtspielen. (Quelle: imago images/DeFodi)

Toni Polster: Der Österreicher spielte von 1993 bis 1998 für den 1. FC Köln und erzielte in dieser Zeit 88 Tore in 168 Pflichtspielen. (Quelle: DeFodi/imago images)

Köln gehört zu den Überraschungen der Saison. Mit einem Sieg heute in Hoffenheim könnte der FC sogar auf Platz drei springen. Doch Kultstürmer Toni Polster bleibt skeptisch.

Der 1. FC Köln steht in der Bundesliga momentan so gut da wie lange nicht. Vor dem 7. Spieltag rangieren die Rheinländer auf Platz sechs der Tabelle. Sollte der FC am Freitagabend deutlich bei 1899 Hoffenheim (ab 20.30 Uhr im Liveticker von t-online) gewinnen, winkt sogar der Sprung auf den dritten Rang.

Toni Polster kennt den Klub gut. Von 1993 bis 1998 stand der Österreicher beim FC unter Vertrag – und schoss sich mit seinen Toren in die Herzen der Fans. Mittlerweile trainiert der 57-Jährige den SC Wiener Viktoria. Seinen Ex-Klub aus der Domstadt hat Polster allerdings immer noch intensiv im Blick.     

t-online: Herr Polster, Ihr Ex-Klub Köln liegt momentan auf Platz sechs der Bundesligatabelle. Warum ist der FC so gut gestartet?

Toni Polster: Das Selbstvertrauen ist bisher sehr wichtig. Die zwei Siege in den ersten drei Spielen waren dafür grundlegend. Und die zwölf Punkte, die sie haben, sind schonmal eingetütet. Das gibt Sicherheit.

Der neue Trainer Steffen Baumgart hat Mannschaft und Umfeld bisher regelrecht mitgerissen. Wie hat er das gemacht?

Man muss abwarten, ob seine explosive Art auch über eine Saison funktioniert. Aber im Moment scheint er die Spieler absolut zu erreichen und sie folgen ihm blindlings. Aber wie wir alle wissen, kann es in Köln auch sehr schnell in die andere Richtung gehen.

Baumgarts Markenzeichen ist die Schiebermütze. Was halten Sie davon?

Na vielleicht ist er ein Hobbyreiter und geht nach dem Training zu seinen Pferden. (lacht) Im Ernst: Ich weiß auch nicht, irgendwie ist das schon interessant. Auf jeden Fall etwas ungewöhnlich

Wen halten Sie bisher für den wichtigsten Spieler?

Das ist schwierig. Da möchte ich mich auf niemanden festlegen. Aber man braucht schon zwei, drei Spieler, die mehrere Tore schießen. Da freut mich die Entwicklung von Anthony Modeste. Er ist wieder auf dem Weg, der alte Modeste zu werden. Und das wird man in Köln brauchen, um da oben zu bleiben.

Wie viele Tore sind für Modeste in dieser Saison drin?

Er hat auf jeden Fall gut angefangen. Da darf er jetzt nicht aufhören und muss dranbleiben. Aber zwölf bis 15 Tore traue ich ihm schon zu.

Trauen Sie Modeste auch zu, wieder in die Form zu kommen, in der er 2016/17 über 25 Tore geschossen hat?

Ja, ich traue ihm schon zu, wieder in die Form der 25-Tore-Saison zu kommen. Es hat zuletzt bei ihm natürlich einige Turbulenzen gegeben. Vielleicht hätte er da einiges anders machen sollen oder müssen. Aber jetzt ist er wieder da, wo ihn die Leute lieben. Und deshalb hoffe ich für den FC, dass er oft trifft.

Toni Polster (l.): Nach seiner Zeit in Köln spielte der Stürmer eineinhalb Jahre bei Borussia Mönchengladbach.  (Quelle: imago images/Uwe Kraft)Toni Polster (l.): Nach seiner Zeit in Köln spielte der Stürmer eineinhalb Jahre bei Borussia Mönchengladbach. (Quelle: Uwe Kraft/imago images)

Kommen wir zu einem anderen Ex-Klub von Ihnen: Borussia Mönchengladbach. Nach dem holprigen Start für Trainer Adi Hütter gab es zuletzt Siege gegen Dortmund und Wolfsburg. Hat Gladbach den Bock damit umgestoßen?

Ja, das glaube ich schon, weil die Mannschaft das auch hergibt. Das war die Initialzündung und ich glaube, dass das Team jetzt noch stärker wird.

Und wer steht am Ende in der Tabelle weiter vorne – Köln oder Gladbach?

Puh, das ist schwierig. Normalerweise Gladbach natürlich, aufgrund des Kaders und der Erfahrung. Aber im Moment macht es Köln ganz gut und es wäre natürlich schön, wenn sich der FC in der Bundesliga etabliert und nicht wieder in den Fahrstuhl zwischen erster und zweiter Liga steigt. Der Vernunft halber würde ich trotzdem sagen, dass Gladbach am Ende vor dem FC liegen wird.

Dieses Interview entstand in Kooperation mit der färöischen Wochenzeitung "Dimmalætting". Mehr lesen Sie hier.

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