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Hoeneß-Wutanfall: Bernat hofft auf Revanche für "Scheißdreck"-Beschimpfung

Wiedersehen nach Hoeneß-Wutanfall  

Bernat hofft auf Revanche nach "Scheißdreck"-Aussage

21.08.2020, 10:36 Uhr | dpa, ds

Hoeneß-Wutanfall: Bernat hofft auf Revanche für "Scheißdreck"-Beschimpfung . PSG-Abwehrspieler Bernat: "Ich wurde erzogen, immer höflich zu sein. Das werde ich auch gegenüber den Bayern und den Fans sein." (Quelle: imago images)

PSG-Abwehrspieler Bernat: "Ich wurde erzogen, immer höflich zu sein. Das werde ich auch gegenüber den Bayern und den Fans sein." (Quelle: imago images)

Vermasselt Juan Bernat den Münchnern das Triple? Es wäre eine bittere Pointe, zog Ex-Präsident Hoeneß doch einst übel über den Verteidiger her. Stefan Effenberg ist sicher: Bernat hat die Aussagen im Hinterkopf. 

Uli Hoeneß ließ kein gutes Haar an seinem früheren Schützling. Einen "Scheißdreck" habe dieser Juan Bernat gespielt, polterte der Bayern-Patron. In Sevilla war der damalige Münchner Abwehrspieler "allein dafür verantwortlich, dass wir fast ausgeschieden wären", wie Hoeneß behauptete. Und überhaupt sei klar: "Das Wohl und Wehe des FC Bayern hängt nicht von Juan Bernat ab!"

Für diese Beschimpfung auf der legendären Pressekonferenz im Herbst 2018 bat Hoeneß später um Entschuldigung. Beim Wiedersehen mit dem einstigen Profi des deutschen Fußball-Rekordmeisters im Champions League-Finale gegen Bernats neues Team Paris Saint-Germain aber sorgt just diese Episode für reichlich Extra-Würze.

Bayern-Legende Stefan Effenberg: "Der Fokus im Finale wird für ihn natürlich darauf liegen, diesen Pokal zu gewinnen – im Hinterkopf hat er die Aussage von Uli Hoeneß aber sicherlich."  (Quelle: imago images/Revierfoto)Bayern-Legende Stefan Effenberg: "Der Fokus im Finale wird für ihn natürlich darauf liegen, diesen Pokal zu gewinnen – im Hinterkopf hat er die Aussage von Uli Hoeneß aber sicherlich." (Quelle: Revierfoto/imago images)

"Der Wechsel zu Paris hat bei Juan Bernat zu einer Leistungsexplosion geführt. Er hat sich klasse entwickelt", sagt auch Bayern-Legende und t-online.de-Kolumnist Stefan Effenberg: "Der Fokus im Finale wird für ihn natürlich darauf liegen, diesen Pokal zu gewinnen – im Hinterkopf hat er die Aussage von Uli Hoeneß aber sicherlich. Sie kam schließlich nicht von irgendwem und hat weltweit Schlagzeilen gemacht. Bernat hat nun die Chance, die Aussage zu widerlegen - das sorgt schon für eine gewisse Brisanz in diesem direkten Duell."

Bernat als Erfolgsgarant und Bundesliga-Schreck

Ob sich auch Hoeneß noch an die Sätze von damals erinnert, wenn er am Sonntag (21 Uhr/ZDF, Sky und DAZN und im Liveticker auf t-online.de) im Estádio da Luz als Münchner Ehrengast das große Endspiel verfolgt? Etwa jenen, dass Bernat deshalb im Sommer 2018 nach Paris transferiert wurde, "weil er uns fast die ganze Champions League gekostet hätte". Dass der inzwischen 27-Jährige den Münchnern nun als Gegner den ganz großen Triple-Coup vermasseln könnte, wäre eine bittere Pointe für die Bayern.

Neben den Superstars um 222-Millionen-Profi Neymar und Weltmeister Kylian Mbappé ist auch Bernat einer der Erfolgsbringer im Team von Coach Thomas Tuchel – und ein Bundesliga-Schreck! Als Stammspieler auf der linken Abwehrseite köpfte er im Halbfinale RB Leipzig mit dem dritten Tor beim 3:0 endgültig aus dem Wettbewerb. Zuvor hatte der Spanier schon im Achtelfinale gegen Borussia Dortmund getroffen. "Wir haben uns dieses Finale verdient", sagte Bernat nach dem Sieg über Leipzig, als er den reizvollen Endspiel-Gegner noch nicht kannte.

"Ich wurde erzogen, immer höflich zu sein"

Anders als oft zuvor bestach die PSG-Auswahl bislang bei dem Corona-Turnier durch Team-Fußball, dem sich auch die Superstars unterordnen. "Ich habe eine Mannschaft gesehen, die hungrig ist zu siegen", lobte Tuchel. Dazu gehören auch vermeintlich unscheinbarere Profis wie der Ex-Schalker Thilo Kehrer oder eben der aus München fortgeschickte Bernat auf den beiden Außenpositionen in der Abwehrkette.

Von Bernat ist vor dem Wiedersehen mit seinen ehemaligen Kollegen übrigens keine verbale Spitze zu erwarten. Der Nationalspieler hatte schon unmittelbar nach der Hoeneß-Wutrede nicht gekontert. "Ich wurde erzogen, immer höflich zu sein. Das werde ich auch gegenüber den Bayern und den Fans sein", sagte er damals. Eine sehr späte Antwort auf die Aussagen seines Ex-Präsidenten könnte am Sonntag folgen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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