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Lewandowski und Flick sind die Besten in Europa

Von dpa
Aktualisiert am 02.10.2020Lesedauer: 3 Min.
Robert Lewandowski (r.) bei der Preisverleihung mit Uefa-Präsident Aleksander Ceferin.
Robert Lewandowski (r.) bei der Preisverleihung mit Uefa-Präsident Aleksander Ceferin. (Quelle: Reuters-bilder)
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Der Siegeszug der Bayern geht weiter: Bei der Wahl in Genf triumphieren Trainer und Torjäger des deutschen Rekordmeisters – und finden danach emotionale Worte.

Robert Lewandowski strahlte im schicken schwarzen Smoking in die Kameras und schaute immer wieder ungläubig auf die silberne Trophäe in seinen Händen. "Ich bin sehr dankbar, sehr stolz und sehr glücklich", sagte der Stürmerstar des FC Bayern München am Donnerstag nach seiner Kür zum besten Fußballer des Kontinents. "Wenn man so hart arbeitet und dann diesen Preis bekommt, ist das etwas ganz Besonderes." Der in der vergangenen Saison so überragende 32-Jährige setzte sich bei der Wahl gegen seinen Teamkollegen Manuel Neuer und den Belgier Kevin De Bruyne von Manchester City durch.


Europas Fußballer des Jahres: Das sind die deutschen Gewinner

Manuel Neuer war als Europas Fußballer des Jahres nominiert. Bereits fünf Deutsche konnten den Titel vor ihm gewinnen. Wer das war und wer den Titel in diesem Jahr holte, sehen Sie in unserer Fotoshow.
Gerd Müller erhielt 1970 die Auszeichnung als Europas Fußballer des Jahres als erster Deutscher.
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Lewandowski bedankte sich bei seinen Triple-Teamkollegen und vor allem bei seiner Familie. "Träume können wahr werden", sagte der Pole, für den es keine Grenzen mehr zu geben scheint: Torschützenkönig in der Bundesliga (34 Tore), Champions League (14) und im DFB-Pokal (6), dazu die Bayern-Triumphe in allen drei Wettbewerben sowie die beiden Supercup-Siege in dieser Saison. Fehlt nur noch die mögliche Wahl zum Weltfußballer des Jahres.

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Flick: "Ein absolut verrücktes Jahr"

"Ich bin total stolz auf die gesamte Mannschaft, auf das, was wir erreicht haben", sagte Lewandowski, der schon bei seiner Wahl zum besten Stürmer der vergangenen Spielzeit locker und gelöst wirkte. Neben ihm saßen da grinsend Neuer und Joshua Kimmich, die die individuellen Auszeichnungen für die Positionen Tor und Abwehr abräumten. Die beeindruckende Dominanz des FC Bayern spiegelte sich in dem Genfer TV-Studio einmal mehr wieder. Erfolgscoach Hansi Flick wurde als Trainer des Jahres geehrt.

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"Das ist eine große Ehre, aber ohne mein Team herum hätte ich das nie geschafft", sagte der 55-Jährige. "Das war ein absolut verrücktes Jahr. Wir haben es von Anfang an richtig gut gemacht."

De Bruyne erhielt den Trostpreis für den besten Mittelfeldspieler, hier standen auch Thomas Müller und der Ex-Münchner Thiago zur Auswahl. Kimmich setzte sich gegen seine Teamkollegen David Alaba und Alphonso Davies durch.

Bayern-Trainer Hansi Flick mit der Auszeichnung zum Trainer des Jahres: "Ein absolut verrücktes Jahr".
Bayern-Trainer Hansi Flick mit der Auszeichnung zum Trainer des Jahres: "Ein absolut verrücktes Jahr". (Quelle: Reuters-bilder)

Rummenigge: Lewandowski "wie Adonis"

"Wir haben eine besondere Mannschaft und hatten einen ganz besonderen Spirit im Team", sagte Neuer. Das Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain (1:0) sei sehr besonders gewesen. "Der Fokus war bei uns allen zu 100 Prozent da, und für mich als Torwart kommt es darauf an, in den entscheidenden Momenten da zu sein." Kimmich äußerte zum Finalsieg: "Das war unglaublich, ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen."

Flick und Lewandowski hatten sich bereits bei der vom "Kicker" durchgeführten Wahl zum nationalen Fußballer des Jahres durchgesetzt – wenig überraschend. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge würdigte Lewandowski zuletzt als den "vielleicht besten Profi, den ich hier erlebt habe". Vor allem wird der Pole anscheinend im Alter immer besser. "Wenn ich manchmal in der Kabine bin und seinen Oberkörper sehe – er ist wie Adonis. Besser geht es nicht", bemerkte Rummenigge.

Ob der Stürmerstar noch in diesem Jahr den nächsten individuellen Titel abräumt, ist offen. Die Weltfußballer-Wahl, die vom Weltverband FIFA durchgeführt wird, ist bislang aber nur verschoben, aber nicht abgesagt worden.

Zu besten Spielerin Europas wurde Pernille Harder gewählt. Nationalspielerin Dzsenifer Marozsán von Champions-League-Sieger Olympique Lyon wurde als beste Mittelfeldspielerin ausgezeichnet. "Ich bin sehr, sehr glücklich über diese Trophäe", sagte die 28-Jährige.

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