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Champions League: Zittersieg! Kimmich rettet den FC Bayern bei Lok Moskau

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Zittersieg! Kimmich rettet den FC Bayern bei Lok Moskau

27.10.2020, 23:39 Uhr | dd, dpa

Champions League: Zittersieg! Kimmich rettet den FC Bayern bei Lok Moskau. Matchwinner: Bayerns Kimmich (M.) wird von seinen Teamkollegen gefeiert. (Quelle: Reuters)

Matchwinner: Bayerns Kimmich (M.) wird von seinen Teamkollegen gefeiert. (Quelle: Reuters)

Der Rekordmeister feiert einen wichtigen Auswärtssieg. In Moskau aber haben die Münchner lange Zeit Probleme – bis der Nationalspieler mit einem Geniestreich zuschlägt.

Der FC Bayern München hat ein hartes Stück Arbeit bewältigt und einen wichtigen Auswärtssieg gelandet. Beim 2:1 (1:0) bei Lokomotive Moskau aber musste der deutsche Rekordmeister lange zittern, tat sich mit gut aufgestellten Gastgebern schwer. Leon Goretzka (13.) und Joshua Kimmich (79.) trafen für die Mannschaft von Trainer Hansi Flick, Anton Miranchuk (70.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Vor rund 7.000 Zuschauern, die trotz hoher Corona-Zahlen in Moskau in der RZD-Arena dabei sein durften, schien die Münchner Siegesserie in Europas Königsklasse beinahe zu reißen. Beim 13. Erfolg nacheinander traf Nationalspieler Leron Goretzka in der 13. Minute mit dem Kopf. Doch die lautstark unterstützten Gastgeber belohnten sich für ihre Gegenwehr und einen hohen läuferischen und kämpferischen Aufwand mit dem Ausgleichstor von Anton Mirantschuk (70.). Das Spiel schien da zu kippen. Der Außenseiter hätte die defensiven Nachlässigkeiten des Triple-Gewinners beinahe bestraft, konnte aber am Ende nach dem 2:2 im Auftaktspiel bei Red Bull Salzburg nicht erneut punkten.

"Die Mannschaft hat 2020 herausragende Leistungen gebracht. Heute war es mal ein Arbeitssieg. Es zeigt aber die Moral der Mannschaft, dass sie trotzdem noch die Qualität hatte, das 2:1 zu machen", kommentierte Flick in der Pressekonferenz.

Die Gewinner-Qualität verkörperte am Dienstagabend wieder mal Juniorchef Kimmich. Der Nationalspieler sorgte mit einem technisch anspruchsvollen Volleyschuss für das Siegtor in der 79. Minute und stellte für den Titelverteidiger die Weichen Richtung Achtelfinale. "Es war ein Arbeitssieg. Wir nehmen den so mit, auch wenn wir wissen, dass wir nicht brilliert haben", sagte Kimmich bei DAZN.

Die Bayern-Abwehr bot einige Male zu viel Raum

Bayern-Coach Flick setzte wieder auf jene Elf, die zum Auftakt beim 4:0 gegen Atlético Madrid aufgetrumpft hatte. Thomas Müller wich wieder auf den rechten Flügel aus. Der Franzose Corentin Tolisso agierte dafür zentral im offensiven Mittelfeld. Und der Weltmeister, der 2017 für die damalige Münchner Rekordablöse von 41,5 Millionen Euro von Olympique Lyon gekommen war, wird zunehmend wertvolle für den Triple-Champion. Der 26-Jährige bewegte viel und öffnete das Spiel oft mit guten Diagonalbällen – wie beim Tor. Tolisso schlug den Ball aus dem Zentrum auf den rechten Flügel. Benjamin Pavard flankte volley in den Strafraum, wo Goretzka den Ball ins kurze Eck köpfte,

Eine Kopie dieses Spielzugs hätte fast das 2:0 eingebracht. Aber die komplett französische Variante über Tolisso und Pavard endet mit einem Pfostenschuss des sehr agilen Kingsley Coman (25.). Deutlich reifer wirkte das Münchner Spiel, dem die Moskauer viel Aufwand entgegensetzten. Die Bayern-Abwehr ließ den Lok-Angreifern zudem einige Male zu viel Raum. Fedor Smolow hatte gleich in der dritten Minute eine Großchance, köpfte den Ball aber Nationaltorhüter Manuel Neuer in die Arme. Und Mittelfeldspieler Daniil Kulikow sorgte mit einem Aufsetzer aus spitzem Winkel für eine gefährliche Aktion (41.).

Flick-Elf im Angriff nicht so effektiv wie gewohnt

Bei der ersten von vier Auswärtspartien nacheinander behielt Flick auch die Belastungsverteilung im Blick. Der 55-Jährige brachte zur Pause den aus der Corona-Isolation zurückgekehrten Serge Gnabry sowie Javi Martínez für Thomas Müller und Torschütze Goretzka. Russlands Vizemeister versuchte alles, belohnte sich aber lange nicht.

Die Bayern wiederum zeigten nicht die Effektivität im Abschluss wie in den letzten Partie. Kimmich vergab aus kurzer Entfernung auf Vorarbeit von Gnabry (56.), Coman zielte nach feinem Doppelpass mit Kimmich zu hoch (69.). Das rächte sich: Angreifer Zé Luis bediente nach einem Lauf über den rechten Flügel den mitgelaufenen Mirantschuk, der im Zentrum Neuer bei seinem Schuss keine Abwehrchance ließ. Es sprach aber für die Klasse der Bayern, wie sie darauf reagierten. Wieder einmal war es Juniorchef Kimmich, der den Sieg erzwang: Ein Zuspiel von Martínez nahm er im Zentrum an, drehte ich und traf aus 20 Metern flach und präzise in die lange Ecke.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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