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Champions League: "Jürgen Klopp muss jetzt alles auf eine Karte setzen"

MEINUNGThesen zur Champions League  

Klopp muss jetzt alles auf eine Karte setzen

11.03.2021, 11:22 Uhr
Champions League: "Jürgen Klopp muss jetzt alles auf eine Karte setzen". Jürgen Klopp: Für den Liverpool-Trainer ist die Champions League in dieser Saison so wichtig wie nie zuvor.  (Quelle: imago images/Sven Simon)

Jürgen Klopp: Für den Liverpool-Trainer ist die Champions League in dieser Saison so wichtig wie nie zuvor. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Freude in Liverpool und Dortmund, Tristesse in Leipzig und Barcelona. Die Rückspiele im Achtelfinale brachten drei Erkenntnisse – und markierten das Ende einer 15 Jahre währenden Ära. 

Halbzeit bei den Achtelfinalrückspielen der Champions League. Nach Borussia Dortmund und dem FC Porto am Dienstag haben sich am gestrigen Mittwoch erwartungsgemäß auch Paris Saint-Germain und der FC Liverpool durchgesetzt und für die nächste Runde qualifiziert. 

Vier von acht Viertelfinalteilnehmern stehen also fest. Neben den qualifizierten Mannschaften lieferten die internationalen Duelle zudem drei Erkenntnisse, die aus den Partien gezogen werden können. 

++ Drei Thesen zur Champions League ++

1. Liverpool muss alles auf eine Karte setzen

In der Liga in der Krise, in der Champions League souverän. Jürgen Klopp und der FC Liverpool stehen nach dem 2:0 gegen Leipzig verdient im Viertelfinale der Königsklasse – und die "Reds" müssen jetzt alles auf eine Karte setzen. 

Im FA Cup? Ausgeschieden. Im League Cup? Längst draußen. In der Meisterschaft? 22 Punkte hinter Tabellenführer City. Will die Klopp-Elf in dieser Saison einen Titel holen, muss sie alles auf den Gewinn der Champions League setzen. 

Mehr noch: Der Triumph im Konzert der Großen ist für Liverpool die wohl letzte Möglichkeit, auch im kommenden Jahr in der Königsklasse vertreten zu sein. Alles andere wäre eine herbe Enttäuschung für die Klopp-Elf – und könnte den Abgang diverser Topstars zur Folge haben.

2. Dortmund zwischen Genie und Wahnsinn

Glückwunsch, Borussia Dortmund. Der BVB hat sich erstmals seit 2017 wieder für die besten Acht der Champions League qualifiziert. Nach Hin- und Rückspiel ein verdienter Erfolg, auch wenn die Borussen mächtig zittern mussten und das Weiterkommen nicht gänzlich souverän war. 

Dortmunds Erling Haaland: Der BVB-Stürmer traf doppelt im Rückspiel gegen Sevilla.  (Quelle: dpa/Bernd Thissen)Dortmunds Erling Haaland: Der BVB-Stürmer traf doppelt im Rückspiel gegen Sevilla. (Quelle: Bernd Thissen/dpa)

Generell schwanken die Schwarz-Gelben zwischen Genie und Wahnsinn. In der Liga hinkt der BVB seinen Erwartungen deutlich hinterher. In den Pokalwettbewerben dagegen ist die Terzic-Elf überaus erfolgreich. Denn auch das nationale Pokalfinale (im Halbfinale gehts zu Hause gegen Zweitligist Holstein Kiel) ist zum Greifen nahe.

Die Dortmunder haben also noch sehr gute Chancen, in dieser Saison einen Titel zu gewinnen – und könnten eine eigentlich verkorkste Saison vergolden. Vielleicht sogar mit dem großen internationalen Coup? 

3. Messi und Ronaldo: Die goldene Ära ist vorbei

Während Dortmund also ins Viertelfinale einzog, ist der Titeltraum sowohl für den FC Barcelona als auch für Juventus Turin vorzeitig beendet. Das bedeutet auch: Weder Lionel Messi noch Cristiano Ronaldo stehen im Viertelfinale der Champions League. Wann gab es das zuletzt? Richtig: vor 15 (!) Jahren. Und das auch nur, weil Messi beim Titelgewinn seines Klubs mit einem Muskelbündelriss monatelang ausfiel.

Lionel Messi und Cristiano Ronaldo: Die Ära der beiden Weltstars neigt sich dem Ende entgegen. (Quelle: imago images/Ulrike Frey/t-online/imago)Lionel Messi und Cristiano Ronaldo: Die Ära der beiden Weltstars neigt sich dem Ende zu. (Quelle: Ulrike Frey/t-online/imago/imago images)

Messi (33) und Ronaldo (36) sind weiterhin absolute Ausnahmefußballer. Aber die Klasse, eine verunsicherte Mannschaft mit ihrer individuellen Qualität zum Champions-League-Titel zu führen, haben sie nicht mehr. Ihre goldene Ära ist vorbei. 

Auch wenn es hart klingen mag, aber: Messi und Ronaldo sind Vergangenheit – denn die Gegenwart und Zukunft gehört in der Champions League nun anderen: Paris' Kylian Mbappé etwa oder Dortmunds Erling Haaland. Das werden sie auch in Turin und Barcelona festgestellt haben. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Spielerprofile auf transfermarkt.de

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