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Frauenfußball-WM 2015: Silvia Neid motzt über FIFA

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Wegen Unterkunft  

Silvia Neid kritisiert die FIFA

29.06.2015, 07:43 Uhr | t-online.de, dpa

Frauenfußball-WM 2015: Silvia Neid motzt über FIFA. DFB-Bundestrainerin Silvia Neid ärgert sich über die FIFA. (Quelle: imago/foto2press)

DFB-Bundestrainerin Silvia Neid ärgert sich über die FIFA. (Quelle: imago/foto2press)

Halbfinaleinzug geschafft - der Titeltraum der deutschen Nationalspielerinnen lebt weiter. Doch eine Sache stößt Teamchefin Silvia Neid bei der WM in Kanada bitter auf. Ihre Mannschaft muss sich das Hotel mit ihren Gegnerinnen teilen. "Die FIFA muss sich da auf jeden Fall weiterentwickeln. Meiner Meinung nach hat das wenig mit der Professionalität einer WM zu tun. Man trifft sich im Hotel überall, steht zusammen im Fahrstuhl, in der Lobby", sagte Neid der "Bild".

Der DFB-Tross residiert in Montreal im Vier-Sterne-Sheraton-Hotel am Boulevard Réne-Lévesque. Neben anderen Teams wohnen dort während dieser Zeit auch Touristen.

Anders als die Herren bei der WM 2014 in Brasilien haben die Frauen kein "Campo Bahia", in dem sie sich ungestört und abgeschottet auf ihren nächsten Gegner vorbereiten können.

"Es ist nicht einfach, immer smalltalken zu müssen"

"Auch wenn man sich gut kennt und mag, ist es nicht einfach, immer smalltalken zu müssen. Insbesondere nach dem Viertelfinale war es für uns auch nicht schön, den traurigen Franzosen andauernd zu begegnen. Man leidet ja auch irgendwie mit", so Neid weiter.

DFB-Vizepräsidentin enttäuscht

Bereits vor ein paar Tagen hatte sich DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg enttäuscht über die Unterkunft geäußert. "Das halte ich für sehr unglücklich und für ein A-Turnier nicht mehr angemessen", sagte Ratzeburg in einem Interview auf der DFB-Homepage.

Für die nächste Frauen-WM, die 2019 in Frankreich ausgetragen wird, schlägt Ratzeburg ein Basecamp für die deutsche Mannschaft vor: "Das hat natürlich Vorteile, man kann sich wie zu Hause fühlen - vorausgesetzt man hat ein passendes Quartier."

Getrennte Unterkünfte vor dem Finale

Aufgrund der Größe Kanadas hätte ein festes Quartier beim aktuellen Turnier aber keinen Sinn gemacht. "Kanada wollte die WM von Küste zu Küste veranstalten [...]. Dadurch hat man fünf verschiedene Zeitzonen und viele Kilometer, die zurückgelegt werden müssen."

Sollte das Team von Silvia Neid den Einzug ins WM-Finale klar machen, winkt ihr am Ende doch noch eine ruhige Vorbereitung: Vor dem Endspiel in Vancouver sorgt die FIFA für getrennte Unterkünfte der beiden Mannschaften.

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