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Stadt Aachen kauft den Tivoli der Alemannia

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"Ausbaden muss das der Steuerzahler"  

Aachen kauft den Tivoli der Alemannia

28.01.2015, 17:17 Uhr | dpa

Stadt Aachen kauft den Tivoli der Alemannia. Der Aachener Tivoli fasst seit seines Neubaus im Jahre 2009 knapp 33.000 Zuschauer. (Quelle: imago/Eibner)

Der Aachener Tivoli fasst seit seines Neubaus im Jahre 2009 knapp 33.000 Zuschauer. (Quelle: Eibner/imago)

Die Stadt Aachen hat das neu gebaute Tivoli-Stadion des Traditionsklubs Alemannia Aachen für einen Euro gekauft. Das teilte die Stadt nach dem Notar-Termin mit. Damit muss die Stadt für Betriebskosten, Zins und Tilgung von jährlich bis zu 1,6 Millionen Euro aufkommen.

Ein Teil werde über Mieteinnahmen gedeckt, sagte der zuständige Dezernent der Stadt Lothar Barth. Für die Stadt bleibe noch eine Summe im "sechsstelligen Bereich, wenn alles so kommt, wie wir uns das denken", sagte Barth. Der Bund der Steuerzahler NRW kritisierte den Kauf.

Mit einem Aufstieg des jetzigen Viertligisten werde auch die Miete für die Stadionnutzung steigen. Beim Aufstieg in die 2. Liga schreibe die Stadt bei dem Stadion dann voraussichtlich eine "rote Null", mit Kosten von bis zu höchstens 100.000 Euro. Außer der Stadt habe es keinen Kaufinteressenten gegeben.

Bund der Steuerzahler hat "kein Verständnis"

Das im Sommer 2009 eröffnete 46 Millionen Euro teure Stadion hatte den Verein in die Finanzmisere getrieben. Der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen kritisierte den Kauf durch die Stadt: "Für Landesbürgschaften und kommunale Unterstützung des Profi-Fußballs haben wir kein Verständnis", sagte Sprecherin Andrea Defeld. Die Förderung des Profifußballs sei keine Aufgabe der öffentlichen Hand.

Allein in die Gestaltung des Stadion-Umfelds habe die Stadt Millionen gesteckt. Jetzt stehe sie kurz vor der Haushaltssicherung und überlege, wie wieder Geld in die Kasse komme. "Ausbaden muss das letztlich der Steuerzahler", sagte Defeld.

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