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Deutschland schlägt dank Schürrle souverän gegen Aserbaidschan


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Schürrle führt makellose Weltmeister zum Sieg

Von sid, BZU

Aktualisiert am 27.03.2017Lesedauer: 3 Min.
André Schürrle (l.), Mario Gomez (m.) und Thomas Müller bejubeln das Tor zum 3:1.
André Schürrle (l.), Mario Gomez (m.) und Thomas Müller bejubeln das Tor zum 3:1. (Quelle: Marius Becker/dpa-bilder)
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Der bärenstarke Überraschungsgast André Schürrle hat die deutschen Fußball-Weltmeister in Griffweite des erneuten WM-Tickets geführt. Mit zwei Toren und einer Vorlage war der Offensivmann von Borussia Dortmund beim 4:1 (3:1) gegen Aserbaidschan in Baku der herausragende Spieler.

In seinem ersten Länderspiel von Beginn an seit Oktober 2015 traf Schürrle für die anfangs etwas fahrige deutsche Nationalmannschaft zum 1:0 (19.) und 4:1 (81.), zudem bereitete er das 2:1 (36.) durch Thomas Müller vor. Das 3:1 erzielte Mario Gomez (45.).

Deutsche Serie gerissen

Das anfängliche Wackeln der Defensive wurde dadurch zur ärgerlichen Randnotiz. Mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 (31.) hatte Dmitri Nasarow von Erzgebirge Aue die deutsche Rekordserie nach exakt 678 Minuten ohne Gegentor gestoppt.

Aserbaidschan, den 89. der FIFA-Weltrangliste mit Trainer Robert Prosinecki, nicht zu klein aussehen zu lassen, war eines der hehren Ziele der Nationalmannschaftsführung. Manager Oliver Bierhoff warnte noch kurz vor dem Anpfiff im RTL-Interview vor einem Spiel, "das Pokalcharakter bekommen kann".

Mangelnde Konzentration ärgert Löw

So begann das Duell tatsächlich. Der Favorit war deutlich überlegen - trotz phasenweise intensiven Forecheckings der Gastgeber. Zumeist standen die deutschen Außenverteidiger Joshua Kimmich und Jonas Hector jedoch in der gegnerischen Hälfte. Aserbaidschan setzte bei den zu häufigen deutschen Ballverlusten auf Angriffe, die wie Überfälle anmuteten.

+++ Hier finden Sie den Live-Ticker des Spiels zum Nachlesen +++

Der deutschen Mannschaft mangelte es erstaunlicherweise an der immer wieder eingeforderten Konzentration - Bundestrainer Joachim Löw sprang auf und schimpfte. Torchancen gab es lange nicht, weil Julian Draxler, Schürrle und auch Müller sich hinter der Sturmspitze Gomez mit ihren Rochaden nur gegenseitig verwirrten.

Schürrle trifft zur Führung

Der erste vernünftige Angriff aber saß. Draxler spielte aus der Zentrale auf den freistehenden Jonas Hector, der Schürrle den Ball an den Fünfmeterraum auflegte - der 26-Jährige schob bequem zu seinem 21. Länderspieltor ein. Wenig später hätte es 0:2 stehen können, doch Kimmich zögerte zu lange (22.).

Löw hatte nach den (auch durch Verletzungen erzwungenen) Experimenten gegen England (1:0) auf ein Gerüst aus immerhin sieben Weltmeistern gesetzt. Neben Schürrle gab es eine weitere Überraschung: Bernd Leno erhielt im Tor den Vorzug vor Marc-André ter Stegen. Mehr als Rückpässe der Mitspieler bekam er aber selten zu verarbeiten - beim von Stellungsfehlern begünstigten Ausgleich war der Leverkusener chancenlos.

Müller steht bei Schürrles Pass goldrichtig

Für einige Minuten brodelte es nach dem 1:1 im mit 30.000 Zuschauern ausverkauften Tofik-Bachramow-Stadion, dann kühlte Müller die heißblütigen Fans wieder ab: Nach einem Steilpass Schürrles umspielte er Torhüter Kamran Agajew sehenswert. Gomez' Kopfball zum 1:3 brachte, was Löw gefordert hatte: "Wir wollen unsere Ruhe haben."

Ein Gomez gegen vier Aserbaidschaner: Der Wolfsburg-Stürmer erzielt das dritte deutsche Tor in Baku.
Ein Gomez gegen vier Aserbaidschaner: Der Wolfsburg-Stürmer erzielt das dritte deutsche Tor in Baku. (Quelle: ap-bilder)

Davon gab es in der zweiten Halbzeit reichlich. Der Elan der Azeris war dahin, Deutschland tat nicht mehr als nötig, um das Spiel souverän zu kontrollieren. Löw brachte Mesut Özil, der wegen Rückenproblemen geschont worden war, für Gomez (61.). Der auch defensiv starke Schürrle rückte in den Sturm und traf noch einmal.

Russland fest im Blick

Weiter geht es für die deutsche Nationalmannschaft in der Qualifikation am 10. Juni (20.45 Uhr/RTL) in Nürnberg gegen San Marino. Vier Tage zuvor spielen die Weltmeister in Kopenhagen gegen Dänemark. Das Ticket nach Russland können sie frühestens beim Doppelschlag in Tschechien und gegen Norwegen Anfang September lösen.

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