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U21-EM 2019: Last-Minute-Wahnsinn! Deutschland besiegt Rumänien – Finale!


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Last-Minute-Wahnsinn – Deutschland steht im Finale

Von sid
Aktualisiert am 27.06.2019Lesedauer: 3 Min.
Das DFB-Team feiert den Führungstreffer durch Amiri (Mitte).
Das DFB-Team feiert den Führungstreffer durch Amiri (Mitte). (Quelle: Cesare Purini/imago-images-bilder)
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Die deutsche U21-Nationalmannschaft steht im Endspiel der U21-Europameisterschaft. Dank zweier Treffer kurz vor Spielende ringt die Kuntz-Elf Rumänien nieder.

Geführt, gepatzt und doch gewonnen: Die deutsche U21-Nationalmannschaft ist in der Hitze von Bologna dank der Doppelpacker Luca Waldschmidt und Nadiem Amiri erneut in das EM-Finale eingezogen. In einem dramatischen Spiel rang das Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz Außenseiter Rumänien dank einer starken zweiten Halbzeit mit 4:2 (1:2) nieder und kann am Sonntag zum insgesamt dritten Mal den EM-Titel gewinnen.


Die deutsche U21 in der Einzelkritik

Alexander Nübel: Und wieder kassierte der Schalker einen Elfmetertreffer, wie schon in den drei Gruppenspielen zuvor – auch wenn er diesmal mit den Fingerspitzen dran war. Einen Baluta-Schuss parierte er wenig später stark. Hielt auch sonst, was zu halten war. Unter anderem mit einer Weltklasseparade gegen Puscas, dessen Schuss das 1:3 bedeutet hätte. Note: 2
Lukas Klostermann: Rumäniens Flügeldribbler Andrei Ivan bereitete dem Leipziger in Halbzeit eins so einige Probleme, immer wenn der Gegner über die deutsche rechte Abwehrseite kam, wurde es jedenfalls brenzlig. Im zweiten Durchgang fing sich Klostermann dann aber. Nach vorn kam aber generell zu wenig vom A-Nationalspieler. Note: 4
+9

Waldschmidt vom SC Freiburg per Foulelfmeter (51.) und per Freistoß in der 90. Minute sorgte nach der Pause für die Wende. Der Hoffenheimer Amiri (21./90.+4) traf ebenfalls doppelt. Nach Amiris 1:0 hatte das DFB-Team zeitweise die Kontrolle verloren und war durch zwei Treffer von George Puscas per Foulelfmeter (26.) und Kopfball (44.) sogar in Rückstand geraten. Gegner im Finale von Udine wird entweder wie beim Triumph 2017 Spanien oder Frankreich, die am Abend das zweite Halbfinale bestritten.

Rumänische Fans in der Überzahl

Von einem "Auswärtsspiel" hatte Kuntz vor Anstoß gesprochen, gut 10.000 der 16.211 Zuschauer drückten den Rumänen die Daumen. In der hitzigen Atmosphäre behielt das deutsche Team aber kühlen Kopf, ließ sich auf keine Scharmützel ein und hatte zunächst mehr vom Spiel. Allerdings fehlte es angesichts der 37 Grad Celsius auf beiden Seiten an Tempo.

Das sollte sich schnell ändern. Rumänien erwies sich als zäher, laufstarker und technisch versierter Gegner, der dem deutschen Team alles abverlangte. Schon nach 15 Minuten wurde das Spiel für eine Trinkpause unterbrochen. "Wenn das Wetter für die UEFA gesundheitsgefährdend wäre, wird sie einschreiten", hatte Kuntz zu den tropischen Temperaturen gesagt.

Nächstes Gegentor durch Elfmeter

Die kurze Unterbrechung tat dem DFB-Team zunächst gut. Der in die Startelf gerückte Hoffenheimer Amiri marschierte nahezu ungestört durch das Mittelfeld, ließ sich auch von einem Trikotzupfer nicht stören und traf aus 17 Metern mit einem Flachschuss ins linke Eck. Amiri ersetzte Marco Richter, der dreimalige EM-Torschütze des FC Augsburg musste angeschlagen auf der Bank Platz nehmen.

Die Führung hielt allerdings nicht lange. Nach einem Foul von Timo Baumgartl (VfB Stuttgart) an Ianis Hagi, Sohn von Fußball-Legende Gheorghe Hagi, ließ Schiedsrichter Orel Grinfeld aus Israel das Spiel zunächst laufen. Nach Ansicht der Videobilder entschied er aber doch auf Elfmeter, Puscas verwandelte mit etwas Glück. Im vierten EM-Spiel musste das DFB-Team zum vierten Mal ein Gegentor durch Elfmeter hinnehmen.


Anschließend verlor das DFB-Team komplett die Kontrolle. Hinten häuften sich Fehler, vorne war nicht zuletzt von Waldschmidt(SC Freiburg) nicht viel zu sehen. Ein unnötiger Ballverlust von EM-Debütant Maximilian Mittelstädt leitete den Rückstand ein, Jonathan Tah ließ Andrei Ivan flanken, in der Mitte kam Puscas gegen Baumgartl und Mittelstädt zum Kopfball. Schalke-Schlussmann Alexander Nübel war ohne Chance, bewahrte sein Team aber wenig später vor dem 1:3.

Erst zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigte sich die deutsche Mannschaft wieder konzentrierter und ballsicherer. Die Belohnung folgte prompt: Hagi riss Dahoud an der Strafraumgrenze zu Boden, Waldschmidt nahm das Geschenk dankend an und verwandelte ebenfalls mit etwas Glück vom Punkt. Mit jetzt sechs Turniertoren hat der Angreifer die EM-Torjägerkanone fast sicher. Anschließend lieferten sich beide Teams ein offenes, spannendes Duell auf Augenhöhe. Mit dem besseren Ende für die Deutschen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur sid
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