Sie sind hier: Home > Sport > Fußball >

Deutsche Nationalmannschaft gibt gegen Argentinien den Sieg aus der Hand

Test-Länderspiel  

DFB-Elf gibt gegen Argentinien den Sieg aus der Hand

10.10.2019, 07:25 Uhr | t-online.de, sid

Fußball Länderspiel Deutschland - Argentinien am 09.10.2019 im Signal Iduna Park in Dortmund Torjubel zum 1:0 durch Serg (Quelle: Omnisport)
Löw lobt Gnabry: "Die ganze Abwehr verunsichert"

Serge Gnabry hat im Spiel des DFB-Teams gegen Argentinien sein zehntes Tor im elften Länderspiel erzielt. Nicht nur deswegen hat Trainer Joachim Löw lobende Worte für ihn parat. (Quelle: Omnisport)

Löw adelt Gnabry: Beim 2:2-Unentschieden gegen Argentinien war Serge Gnabry der beste Spieler im DFB-Dress. (Quelle: Omnisport)


Lange hat die deutsche Nationalmannschaft im Test gegen Argentinien wie der sichere Sieger ausgesehen. Doch am Ende ging dem jungen Team von Bundestrainer Löw die Luft aus. Das nutzte ein Leverkusener.

Frisch und mutig, aber ohne Fortune: Mit Klasse und Finesse hat eine deutsche Notelf beim Dortmunder Debütantenball ihre Fans begeistert, einen möglichen Prestigesieg jedoch verschenkt. Trotz rekordverdächtiger 13 Ausfälle überzeugte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw am Mittwoch gegen das ebenfalls gebeutelte Argentinien im Länderspielklassiker mit einem 2:2 (2:0) – und das erstmals seit dem WM-Titel ohne einen Weltmeister von 2014.

Nicht nur die sehenswerten Tore von Serge Gnabry (15.) und Kai Havertz (22.) rissen die lediglich 45.197 Zuschauer in der ersten Halbzeit von den Sitzen. Die deutsche Elf, eine wahrscheinlich einmalige Verlegenheitslösung, spielte riskant und attraktiv, geriet dann aber heftig unter Druck und hielt nicht stand.

Alario trifft für Argentinien

Robin Koch, Luca Waldschmidt, Nadiem Amiri und Suat Serdar durften erstmals das DFB-Trikot tragen. Für Argentinien trafen Lucas Alario von Bayer Leverkusen (66.) und Lucas Ocampos (85.).

Für Löw hätte es ein Abend tieferer Erkenntnisse sein sollen: ein Härtetest auf hohem Niveau, ein Jahr nach Beginn des Umbruchs. Dann kamen die Absagen – und mit ihnen kam der Frust. "Die Gesamtlage ist sehr angespannt und unerfreulich", sagte der Bundestrainer, noch bevor sich Jonathan Tah und Niklas Stark am Spieltag erkrankt abmeldeten.

Forscher Beginn der DFB-Elf

Löw nahm die Einsicht mit, dass auf die zweite bis dritte Reihe Verlass ist. Sein letztes Aufgebot nahm die Neuauflage dreier WM-Finals stürmisch in Angriff. Neu im Team und damit die Debütanten 102 und 103 der Ära Löw waren zwei Freiburger: Mit der Feuertaufe Waldschmidts neben Gnabry war gerechnet worden, an den unaufgeregt spielenden Koch in der Innenverteidigung war hingegen bis zu dessen Nachnominierung kaum zu denken gewesen.

Marc-Andre ter Stegen bekam im Tor die versprochene Chance anstelle von Manuel Neuer und hatte lange wenig zu tun; Toni Kroos, Julian Draxler und Matthias Ginter gehörten zu den vielen Fehlenden. Einziger Mann, der das WM-Finale in Rio gespielt hatte, war Argentiniens Innenverteidiger Marcos Rojo.

Gnabry auffällig stark 

Wenig überraschend begann das Spiel zäh, bis Emre Can gegen Lautaro Martinez klären musste (9.). Schließlich befinden sich auch die Argentinier im Umbruch, neben dem gesperrten Weltfußballer Lionel Messi fehlten die Topstars Sergio Agüero und Angel Di Maria sowie die besten Spieler der Großklubs River Plate und Boca Juniors.

Die deutsche Mannschaft machte das Beste daraus. Der auffällig starke Gnabry gefiel schon vor seinem Tor, das Lukas Klostermann vorbereitete. Julian Brandt hatte kurz zuvor erstmals Torhüter Agustin Marchesin geprüft (14.): Die Gastgeber suchten das Risiko. Havertz schloss eine sehr gute Kombination über Klostermann und Gnabry perfekt ab.

Nächstes Spiel in Tallinn

Eine einstudierte Freistoßvariante hätte gegen lustlos verteidigende Gäste beinahe das 3:0 gebracht (27.), Marcel Halstenberg zirkelte den Ball an die Querlatte (31.). Auf der anderen Seite traf Rodrigo de Paul mit einem Fernschuss den Pfosten (33.) – das Spiel war reich an Höhepunkten.

Der bis dahin kaum eingebundene Waldschmidt eröffnete mit einem guten Abschluss die zweite Hälfte (48.), in der die Spielfreude nachließ. Kapitän Joshua Kimmich und Havertz erledigten in der Zentrale gut den Aufbau, Emre Can stieß ab und an mit Wucht nach vorne. Doch die nun stärkeren Argentinier kämpften sich kraftvoll zurück.


Weiter geht es für die deutschen Tabellenführer am Sonntag (ab 20.45 Uhr im Liveticker von t-online.de) in der EM-Qualifikation. Das Duell mit Estland in Tallinn ist eine Pflichtaufgabe. Der geschonte Marco Reus und Timo Werner sollen dann wieder dabei sein. Neuer wird im Tor stehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highlights für den Herbst jetzt bis zu 30% reduziert
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal