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Nationalmannschaft – Oliver Bierhoff: Ilkay Gündogan und Emre Can "tun diese Diskussionen sehr leid"


Militärgruß während Türkei-Spiel  

Bierhoff: Gündogan und Can "tun diese Diskussionen sehr leid"

14.10.2019, 15:25 Uhr | sid, dpa, aj

Gündogan: Instagram-Like "war keine politische Absicht"

Nach dem Wirbel um die Instagram-Likes für ein Foto salutierender türkischer Nationalspieler haben Ilkay Gündogan und Emre Can eine politische Absicht bestritten. Nach dem 3:0-Sieg gegen Estland erklärten sich die Nationalspieler wie auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff. (Quelle: SID)

"Keine politische Absicht": Das sagen Gündogan und Can zu den Instagram-Likes. (Quelle: SID)


"Wer beide Spieler kennt, der weiß, dass sie gegen Terror und Krieg sind": Der Bundestrainer nimmt seine Spieler in Schutz. Bei den Instagram-Likes eines umstrittenen Jubelbildes sieht Joachim Löw kein politisches Statement. Auch der DFB-Direktor äußert sich.

Bundestrainer Joachim Löw hat die deutschen Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan und Emre Can nach ihren Instagram-Likes eines umstrittenen Jubelbildes der türkischen Nationalmannschaft verteidigt. "Wer die beiden Spieler kennt, der weiß, dass sie gegen Terror und Krieg sind. Beide haben klar geäußert, dass es kein politisches Statement war", sagte Löw nach dem 3:0 (0:0)-Pflichtsieg in der EM-Qualifikation in Estland und ergänzte: "Damit ist es für mich auch gut."

DFB-Stars: Ilkay Gündogan (l.) und Emre Can sind mit der Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation gefordert.   (Quelle: imago images)DFB-Stars: Ilkay Gündogan (l.) und Emre Can sind mit der Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation gefordert. (Quelle: imago images)

Hintergrund ist die Offensive der Türkei in Syrien

Gündogan und Can hatten mit ihren Likes gerade in den Sozialen Netzwerken für Wirbel gesorgt. Beim 1:0 am Freitag gegen Albanien hatten mehrere türkische Nationalspieler nach dem Siegtreffer durch Cenk Tosun in Richtung Ehrentribüne salutiert. Hintergrund ist die am Mittwochabend gestartete Offensive der Türkei gegen die syrische Kurdenmiliz in Nordsyrien.

"Beide Spieler wollten dem Torschützen gratulieren", sagte Löw und fügte mit Blick auf Doppel-Torschütze Gündogan an: "Das beste Statement hat Ilkay auf dem Platz gegeben. Er hat die Mannschaft aus dem Mittelfeld hervorragend geführt." Gündogan und Can hatten einen politischen Hintergrund ihrer Instagram-Likes abgestritten.

Auch Bierhoff verteidigt die Spieler

Auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff bat um Nachsicht mit den deutschen Nationalspielern. "Ich sehe es nach den Aussagen der Spieler nicht so kritisch", sagte der 51-Jährige nach dem 3:0 der DFB-Auswahl am Sonntagabend in der EM-Qualifikation in Tallinn gegen Estland. Zudem sei der Like von beiden zurückgezogen worden. "Dass das so eine Dimension annimmt, konnte keiner erwarten", sagte Bierhoff zum öffentlichen Wirbel, den die Geschichte auslöste. "Wer Emre und Ilkay kennt, der weiß, dass ihnen diese Diskussionen sehr leidtun", sagte Bierhoff auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes nach dem Wirbel um die "Gefällt mir"-Angaben der beiden bei Instagram unter einem Foto salutierender türkischer Fußballer. "Wir vertrauen ihren Erläuterungen, hier keine politische Intention verfolgt zu haben."

Gündogan und Can hätten nach der Partie "total geknickt" in der Kabine gesessen. "Wir haben nach dem Spiel mit den Spielern gesprochen", sagte Bierhoff. "Sie wissen auch, dass es ein Fehler war, daher hatten sie noch vor dem Spiel ihre Likes zurückgenommen und sich öffentlich erklärt. Beide haben sich auch nach dem Spiel den Medien gestellt. Sie haben uns versichert, dass sie kein politisches Statement abgeben wollten."



Gleichzeitig habe er beiden klargemacht, "was wir von all unseren Nationalspielern erwarten", sagte Bierhoff. Sie seien Vorbilder, "Tausende eifern ihnen nach und folgen ihnen auf ihren Social-Media-Kanälen. Sie müssen sich der großen Verantwortung und der Wirkung bewusst sein, die jede ihrer Aussagen und Aktionen, vor allem auch in den sozialen Netzwerken, nach sich ziehen können." Von allen Spielern sei deshalb "Sensibilität" gefordert. Der DFB werde weiterhin daran arbeiten, die "Sinne unserer Spieler" zu schärfen, es dürfe "keinen Raum für Interpretationen" geben. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und sid

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