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Bundesliga: Oliver Bierhoff plädiert für Gehaltsgrenze bei Fußballprofis


DFB-Direktor exklusiv  

Bierhoff für Gehaltsgrenze: "Masse an Mittelmaß ist überbezahlt"

Von Robert Hiersemann, Luis Reiß

02.06.2020, 20:23 Uhr
Bundesliga: Oliver Bierhoff plädiert für Gehaltsgrenze bei Fußballprofis. DFB-Direktor Oliver Bierhoff rechnet mit sinkenden Gehältern im Fußball. (Quelle: imago images/MIS)

DFB-Direktor Oliver Bierhoff rechnet mit sinkenden Gehältern im Fußball. (Quelle: MIS/imago images)

Die Corona-Krise erschüttert den Fußball – und zeigt Probleme auf. DFB-Direktor Oliver Bierhoff regt große Veränderungen an, auch wenn diese nicht allen Profis gefallen dürften.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff befürwortet die Idee einer Gehaltsobergrenze im Fußball. Er sagte t-online.de auf die Frage, ob er entsprechende Forderungen unterstütze: "Wenn es rechtlich umsetzbar ist und sich auch europaweit gemeinsam dazu Gedanken gemacht werden – ja. Denn am Ende sollte es unser aller Interesse sein, dass wir einen interessanten, gut funktionierenden Wettbewerb haben."

Die internationale Unterstützung dafür steigt laut Bierhoff in der Corona-Krise: "Es ist ein Moment gekommen, an dem viele dazu bereit sind, zumindest darüber zu diskutieren – auch die, die es vor der Krise nicht waren. Speziell von den großen Vereinen in Spanien, England und Frankreich."

Bierhoff rechnet mit niedrigeren Gehältern in Bundesliga

Im Angesicht der Pandemie rät Bierhoff, zu "überlegen, wie wir beispielsweise Ablösesummen, Gehälter oder Beraterhonorare eindämmen können." Dabei stört sich Bierhoff nicht am Lohn der Superstars. Bierhoff: "Ich glaube nicht, dass der Topverdiener für Fans das Problem ist – so paradox sich das auch anhört. Messi, Cristiano Ronaldo oder Jo Kimmich sind nicht das Problem. Das Problem ist die Masse an Mittelmaß, die in diesem Sog mitschwimmt und in Anführungszeichen 'überbezahlt' ist."

Eine mögliche Lösung wäre also ein "salary cap" nach dem Vorbild des US-Sports – dort ist der Maximalbetrag festgelegt, den ein Team insgesamt für Gehälter ausgeben kann.

Unabhängig von einer möglichen Obergrenze erwartet Bierhoff kurzfristig sinkende Gehälter wegen der Corona-Krise. Der DFB-Direktor prophezeit: "Ein mittelmäßiger Bundesliga-Profi wird damit rechnen müssen, dass er demnächst weniger vom Verein angeboten bekommt."

Um die finanziellen Unterschiede zwischen den Klubs zu verringern, plädiert Bierhoff auch für eine gerechtere Verteilung der TV-Gelder: "Da gehen wir in Deutschland schon einen recht sozialen Weg. Aber eben auch auf europäischer Ebene wäre mehr Ausgeglichenheit möglich."

Das vollständige Interview mit Oliver Bierhoff lesen Sie am Dienstag auf t-online.de – unter anderem mit Vorschlägen für die Länderspiel-Ausrichtung im Herbst.

Verwendete Quellen:
  • Interview per Video-Call am 28. Mai

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