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DFB-Länderspiel droht, zum Problem zu werden

Von t-online, sid, BZU

24.09.2020Lesedauer: 2 Min.
Bundestrainer Joachim Löw: Das Länderspiel in der Ukraine bereitet ihm Sorgen.
Bundestrainer Joachim Löw: Das Länderspiel in der Ukraine bereitet ihm Sorgen. (Quelle: Poolfoto/imago-images-bilder)
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In wenigen Wochen trifft Deutschland auf die Ukraine. Die Reise ins Corona-Risikogebiet könnte für die Nationalspieler riskant sein. Deshalb stehen die Bundesligisten vor unangenehmen Entscheidungen.

Drei Länderspiele stehen im Oktober für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft an. Bundestrainer Joachim Löw trifft mit seinem Team auf die Türkei (07.10.), die Ukraine (10.10.) und die Schweiz (13.10.). Während das erste und letzte Spiel in Köln stattfindet, ist das Duell mit der Ukraine ein Auswärtsspiel. Und genau darin liegt ein Problem.

Denn die Ukraine hat aktuell über 100.000 aktive Corona-Fälle, die Zahlen steigen. Allein am Donnerstag wurden fast 3.400 Neuinfektionen gemeldet. Eine Reise für die Nationalspieler könnte riskant sein.

Aus diesem Grund behalten sich einige Bundesligisten vor, ihre Spieler für den DFB abzustellen. "Wir arbeiten an Lösungen, behalten uns aber vor, die Spieler nicht abzustellen, sofern es keine Regel gibt, die es ermöglicht, sie anschließend sofort wieder einzusetzen", sagte beispielsweise Sebastian Kehl, Lizenzspieler-Chef von Borussia Dortmund dem "Kicker". Auch der FC Bayern und Rasenballsport Leipzig sind noch zurückhaltend.

Die BVB-Profis Julian Brandt (l.) und Marco Reus könnten bei kritischer Corona-Lage nicht in die Ukraine reisen.
Die BVB-Profis Julian Brandt (l.) und Marco Reus könnten bei kritischer Corona-Lage nicht in die Ukraine reisen. (Quelle: Revierfoto/imago-images-bilder)

"Vereine wissen, dass wir besondere Sorgfalt an den Tag legen"

Die Fifa hatte vor den September-Länderspielen per Rundschreiben darüber informiert, dass für Spieler, die in Städten antreten sollen, die als Risikogebiet gelistet und mit Reisebeschränkungen bedacht sind, keine Abstellungspflicht bestehe. Sollte sie diese Regelung aufrechterhalten, wäre die Abstellung der Nationalspieler für das Ukraine-Spiel freiwillig, sofern sich die Lage nicht drastisch ändert.

Löw sprach von einem "mulmigen Gefühl" beim Gedanken an das Länderspiel. DFB-Direktor Bierhoff warb um Vertrauen: Ich finde, dass die Länderspielphase im September gezeigt hat, dass auch unser Hygienekonzept sehr gut greift", betonte er: "Die Vereine wissen, dass wir besondere Sorgfalt an den Tag legen."

In Absprache mit Teamarzt Tim Meyer wurde zudem festgelegt, dass die Ukraine-Reise zu einem nicht einmal 36-stündigen Blitzbesuch wird, bei dem der Kontakt zur Außenwelt – wie schon im September in Stuttgart und Basel – abgesehen vom Spiel vermieden werden soll. "Wir werden uns vor Ort weiter im geschützten Kreis bewegen", versprach Bierhoff.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SID
  • Offizielle Coronavirus-Zahlen der Ukraine
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