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Fehlstart fĂŒr den BVB: Immobile fĂŒhrt Lazio zum Sieg

Von dpa
Aktualisiert am 21.10.2020Lesedauer: 3 Min.
Ausgerechnet der Ex-Dortmunder Ciro Immobile (r) schoss gegen den BVB Lazios erstes Tor.
Ausgerechnet der Ex-Dortmunder Ciro Immobile (r) schoss gegen den BVB Lazios erstes Tor. (Quelle: Cesar Luis de Luca/dpa./dpa)
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Rom (dpa) - Ausgerechnet Ciro Immobile hat dem vermeintlichen Gruppenfavoriten Borussia Dortmund einen kapitalen Fehlstart in die Champions League beschert.

Mit seinem Treffer zum 1:0 (6. Minute) leitete der einstmals beim BVB nach nur einer Saison ausgemusterte Angreifer die ernĂŒchternde 1:3 (0:2)-Schlappe des Fußball-Bundesligisten bei Lazio Rom ein. Vor 1000 Zuschauern im Stadio Olimpico erzielten Luiz Felipe (23.) und der von Immobile angespielte Jean-Daniel Akpa-Akpro (76.) am Dienstagabend die weiteren Treffer fĂŒr die Italiener. Damit steht der Revierclub in den kommenden Partien gegen Zenit St. Petersburg (28. Oktober) und beim FC BrĂŒgge (4. November) unter Zugzwang. Erling Haaland (71.) traf nur zum zwischenzeitlichen Anschluss fĂŒr den BVB.

"Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen. Das ist eigentlich unerklĂ€rlich. Das ist natĂŒrlich nicht unser Anspruch. Wir haben heute alles komplett vermissen lassen. Das ist natĂŒrlich schlecht in der Champions League", klagte BVB-KapitĂ€n Marco Reus nach der Partie im ersten Interview beim TV-Sender Sky.

Ähnlich deutliche Worte fanden Lucien Favre und Sebastian Kehl: "Ich bin sehr enttĂ€uscht. Wir sollten mehr Geduld haben und alle zusammen verteidigen. Das haben wir nicht gemacht. Und ich spreche nicht nur von der Abwehr. Wir waren nicht da - zu verteidigen und zu laufen", kommentierte der Trainer. "Das war eine desolate Leistung vor allem in der 1. Halbzeit. So können wir in der Champions League nicht auftreten", befand Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.

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Die Personalnot in der Defensive, in der StammkrĂ€fte wie Manuel Akanji und Emre Can (Rotsperre) fehlten, erwies sich als zu große Hypothek. Doch nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Aufbauspiel blieb die ĂŒber weite Strecken indisponierte Borussia weit hinter ihren Möglichkeiten.

Bereits nach sechs Minuten lag der BVB hinten. Denn die Italiener nutzten einen Fehlpass des Dortmunder Neuzugangs Thomas Meunier eiskalt aus. Nach Zuspiel von Joaquin Correa demonstrierte Immobile, warum er im vergangenen Jahr TorschĂŒtzenkönig der Serie A wurde. Im Stile eines echten Goalgetters chippte er den Ball an Marwin Hitz vorbei, der erneut den inzwischen von einem Infekt genesenen StammtorhĂŒter Roman BĂŒrki vertrat.

Der Treffer zeigte bei der Borussia sichtlich Wirkung und spielte den konterstarken Römern prÀchtig in die Karten. FehlpÀsse en masse waren Ausdruck wachsender Verunsicherung. Damit brachte sich der BVB weiter in Not und ermöglichte dem besonders motivierten Immobile (14./15.) zwei weitere Möglichkeiten.

Nur zwei Minuten nach der großen Ausgleichschance durch Raphael Guerreiro (21.), der aus kurzer Distanz an Lazio-Keeper Thomas Strakosha scheiterte, gab es fĂŒr die Favre-Elf den nĂ€chsten RĂŒckschlag. Der gleich von vier Dortmundern umringte Luiz Felipe stieg nach einer Ecke am höchsten und traf per Kopf zum 2:0.

Es passte ins Bild eines wankenden BVB, dass auch die eigenen Chancen klÀglich vergeben wurden. Nach Flanke von Haaland verfehlte der schwache Meunier das Tor aus aussichtsreicher Position um mehrere Meter.

Erst nach der Pause leistete die Borussia mehr Gegenwehr. Doch zunĂ€chst blieben die Chancen von Haaland (50.) und Guerreiro (66.) ungenutzt. Die nun grĂ¶ĂŸeren Spielanteile wurden wenig spĂ€ter doch noch belohnt. Nach Zuspiel des eingewechselten Giovanni Reyna wuchtete Haaland den Ball aus rund 16 Metern ins Netz. Der elfte Treffer des Norwegers in seinem neunten Champions-League-Spiel weckte neue Hoffnungen - allerdings nur fĂŒr kurze Zeit. Immobile veredelte seine Vorstellung mit einem Zuspiel auf Akpa-Akpro, der eiskalt vollstreckte.

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