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DFB: So plant Oliver Bierhoff mit dem Nachfolger für Jogi Löw


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Suche nach Löw-Nachfolger: Das sagt Bierhoff

Von dpa
11.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Oliver Bierhoff und Jogi Löw: Nach der EM im Sommer werden sich die Wege der beiden trennen.
Oliver Bierhoff und Jogi Löw: Nach der EM im Sommer werden sich die Wege der beiden trennen. (Quelle: Geisser/imago-images-bilder)
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Joachim Löw verkauft seinen Rückzug im Sommer als einen letzten großen Dienst für die Heim-EM 2024, der "zur Explosion" führen soll. Direktor Oliver Bierhoff hat die Ausrichtung bei der Nachfolger-Suche derweil präzisiert.

Joachim Löw wirkte zu keinem Moment wie ein Bundestrainer, der nach 15 Jahren zermürbt aufgibt. Einträchtig saß der 61-Jährige in der Frankfurter DFB-Zentrale neben Präsident Fritz Keller und Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff und verkaufte seinen Rückzug nach der Europameisterschaft vielmehr als letzten großen Dienst an der Fußball-Nation. Löw sprach eindringlich von "Erneuerung", "Energie", "neuen Impulsen" und "neuen Reizen", die bei der Zäsur in diesem Sommer geboten seien, um bei der Heim-EM 2024 mit der neuen goldenen Generation um Joshua Kimmich, Leon Goretzka oder Leroy Sané ein Sommermärchen à la WM 2006 erleben zu können.

"Das ist ein Turnier im eigenen Land, das muss zu einer Explosion führen. Ich bin zutiefst überzeugt, dass diese junge Generation ihren Leistungszenit 2024 erreicht und erleben wird", verkündete Löw.

Löw: "Entscheidung ist bei Oliver in guten Händen"

In der von ihm ausgelösten und sofort heftig aufgeflammten Nachfolgediskussion übte Löw Zurückhaltung. Konkret angesprochen auf seinen einstigen Weltmeister-Assistenten und heutigen Bayern-Trainer Hansi Flick sagte der Noch-Amtsinhaber: "Es ist nicht meine Aufgabe, über Nachfolger zu sprechen. Die Entscheidung ist beim DFB und Oliver in guten Händen." Bierhoff ist verbandsintern der maßgebliche Mann, auch wenn am Ende das Präsidium um Keller insgesamt entscheiden wird. "Ich ziehe den Kandidaten nicht wie Kai aus der Kiste", kündigte Bierhoff allerdings sofort einen einvernehmlichen Lösungsansatz an.

Von "Ruhe" und "Sorgfalt" bei der Suche sprach Keller. Es gebe "keine Denkverbote". Eine Deadline setzte DFB-Direktor Bierhoff nicht, der Löw-Nachfolger könnte auch erst nach der EM benannt werden. "Wir haben absolut keine Zeitnot. Es ist keine dringende Entscheidung", sagte Bierhoff. Der neue Bundes-Jogi werde aber nicht erst zwei Tage vor der Fortsetzung der WM-Qualifikation im September feststehen.

Bierhoff: "werde keine Kandidaten kommentieren"

"Ich werde in der nächsten Zeit keine Kandidaten kommentieren", sagte Bierhoff zu den gehandelten Namen von Flick und Jürgen Klopp bis hin zu dem gerade vereinslosen Ralf Rangnick oder U21-Coach Stefan Kuntz. "Wir haben gute Trainer in Deutschland, im Ausland und im DFB", sagte Bierhoff. Eine interne Platzhalterlösung strebe er nicht an. Er wolle vielmehr die Trainerwahl "bis zu Ende denken", also bis zur EM 2024. Damit ist Flick automatisch die A-Lösung. Klopp ist raus, wenn er bei seiner Aussage bleibt, im Sommer nicht zur Verfügung zu stehen.

Bierhoff schloss zudem aus, dass man erstmals in der DFB-Geschichte einen ausländischen Trainer für die Nationalelf engagieren werde: "Ich sehe die Chancen als gering, was ich auf dem Markt sehe." Der 52-Jährige versicherte zudem, dass man Trainer mit einem bestehenden Vertragsverhältnis bei Vereinen – wie Flick (FC Bayern/2023) oder Klopp (FC Liverpool/2024) – nicht ohne Absprache mit den aktuellen Arbeitgebern kontaktieren werde. Unvorbereitet traf den Verband die Löw-Entscheidung nicht, wie Bierhoff versicherte: "Man hatte einen solchen Fall immer im Hinterkopf. Man war in den letzten Monaten nicht immer tatenlos. Jetzt geht es ans Eingemachte."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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