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EM 2021: Oranje-Wahnsinn – Niederlande gewinnen gegen Ukraine


EM 2021  

Oranje-Wahnsinn: Niederlande gewinnen Spektakel gegen Ukraine

14.06.2021, 08:22 Uhr | dd, sid

EM 2021: Oranje-Wahnsinn – Niederlande gewinnen gegen Ukraine. Der Führungstreffer der Niederlande: Wijnaldum (M.) schießt ein. (Quelle: Reuters)

Der Führungstreffer der Niederlande: Wijnaldum (M.) schießt ein. (Quelle: Reuters)

Die Gastgeber dominieren das Spiel in Amsterdam lange und gehen in Führung – zum Ende aber entwickelt sich eine spektakuläre Partie. Zwei Leute stehen im Mittelpunkt.

Es musste ja so kommen. Es schien unausweichlich. Alles lief hinaus auf diese 52. Minute. Diese 22 Spieler auf dem Platz, drei Unparteiische, 16.000 Zuschauer in der herrlichen Johan Cruyff Arena von Amsterdam, die einen Lärm machten, als würde Ajax gerade vor 55.000 gegen Feyenoord spielen. Und doch standen zwei Leute im Mittelpunkt bei diesem 3:2 (0:0) zum EM-Auftakt der Niederlande gegen die Ukraine: Oranje-Star Georginio Wijnaldum und Gäste-Torwart Georgjy Bushchan.

Auf der einen Seite Wijnaldum als überragender Antreiber im Mittelfeld der Mannschaft von Bondscoach Frank de Boer. An gefühlt jedem Angriff der Hausherren war der Mittelfeldspieler beteiligt, wirbelte im Strafraum, am Strafraum, alleine oder im Duo mit Memphis Depay, stellte die Ukraine fast pausenlos vor ein kaum lösbares Problem. Auf der anderen Seite Bushchan, der frühe Held des Spiels, von seinen Vorderleuten mehr als ein Mal im Stich gelassen, ständig gefordert und mit Glanztaten, wie in der 39. Minute, als er einen verdeckten Volleyschuss mit einem Blitzreflex noch abwehren konnte – es war Wijnaldum, der scheiterte.

In der 52. Minute aber kam es zum spielentscheidenden Duell der bis dahin prägenden Figuren des zeitweise temporeichen Spiels: Denzel Dumfries brachte den Ball von Außen scharf in die Mitte, Bushchan wehrte mittig an die Strafraumgrenze ab – und Wijnaldum stand da und knallte den Ball zum überfälligen 1:0 ins Netz. Das Duell hatte einen Sieger – und bei beiden Mannschaften brachen die Dämme. In der bis dahin so disziplinierten Ukraine-Abwehr leistete sich Mykolenko kurz nach dem Rückstand einen kapitalen Bock, den Wout Weghorst direkt nutzte.

Und irgendwie passte es dann doch zu diesem heiteren Spiel, dass es am Ende noch dramatisch wurde: Denn plötzlich war die Ukraine wieder zurück – ebenfalls mit einem Doppelschlag. Ein wunderschöner Anschlusstreffer von Andrej Yarmolenko (75.), kurz darauf war Anton Yaremchuk da und schockte die Oranje-Fans. 2:2. Dann aber war Dumfries per Kopf da. 3:2. Weil Bushchan patzte. Vielleicht musste auch das so kommen.

So lief das Spiel:

Die Platzherren übernahmen vom Anpfiff weg das Kommando und kamen, angetrieben vom quirligen Wirbelwind Wijnaldum, auch früh zu mehreren Chancen. Doch konnte Oranje sich zunächst für seinen hohen Ballbesitzanteil nicht belohnen. Depay und Dumfries vergaben erste gute Möglichkeiten oder scheiterten ebenso wie Wijnaldum (38.) am ukrainischen Schlussmann Bushchan. Auf der Gegenseite kam bei einem der ganz wenigen Entlastungsangriffe der Osteuropäer England-Legionär Yarmolenko im Strafraum zwar zu Fall, doch der souveräne Schiedsrichter Felix Brych (München) ließ bei seinem zweiten Einsatz bei einem EM-Turnier weiterspielen. 

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel wirkte de Boers Team unerwartet ideenlos und ließ damit auch die Fans weitgehend verstummen. Umso überraschender fiel das erste Tor: Nach einem Schnitzer von Vitali Mykolenko auf der linken Abwehrseite der Ukraine erlöste Wijnaldum die Gastgeber mit einem platzierten Linksschuss von der Strafraumgrenze, nur sieben Minuten später traf Weghorst in seinem achten Länderspiel mit einem trockenen Schuss. Doch die Ukraine wagte sich nun auch häufiger nach vorne. Dann kamen die furiosen Schlussminuten von Amsterdam. 

"Ich bin stolzer Kapitän. Wir sind erleichtert und haben dank Dumfries einen prächtigen Abend. Das 2:2 hat uns nicht in Panik versetzt. Ein Unentschieden hätte uns verunsichert", bilanzierte Wijnaldum im niederländischen Fernsehen.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur SID

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