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Pakt mit Star-Trio wird Luis Enrique zum VerhÀngnis

Von t-online
Aktualisiert am 19.04.2016Lesedauer: 5 Min.
Die Formkurve der Barca-Stars Lionel Messi (li.), Neymar (Mitte) und Luis Suarez zeigt derzeit nach unten.
Die Formkurve der Barca-Stars Lionel Messi (li.), Neymar (Mitte) und Luis Suarez zeigt derzeit nach unten. (Quelle: Agencia EFE/imago-images-bilder)
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Aus Spanien berichtet Florian Haupt

Das aber ist diese Saison auch passiert, vor gerade mal zwei Wochen. Es scheint eine Ewigkeit her. Damals wirkte die Niederlage wie eine bloße Fußnote, mehr ein Stimulus fĂŒr das krisengeplagte Madrid als ein Drama fĂŒr das erstmals seit 39 Spielen besiegte Barcelona. "Keine Mannschaft wĂŒrde nicht mit uns tauschen wollen", sagte Trainer Luis Enrique angesichts einer unverĂ€ndert exzellenten Ausgangsposition fĂŒr alle Titel.

Seitdem ist man aus der Champions League geflogen und hat zwei weitere Ligaspiele verloren. In der Tabelle heißt es: Barcelona 76 Punkte, Atletico Madrid 76, Real Madrid 75. Noch liegt Barca vorn. Aber tauschen wĂŒrden wohl nicht mehr alle mit den Katalanen vor dem plötzlich bleischweren Gang am Mittwoch zu Deportivo La Coruna. Nur der in Spanien bei Punktgleichheit ausschlaggebende direkte Vergleich spricht noch fĂŒr den Titelverteidiger. Die Tendenz spricht fĂŒr die Hauptstadtklubs.

Pleite im Clasico der Wendepunkt

Das Heimspiel gegen Real Madrid also, das erste nach dem Tod von Johan Cruyff, das erste nach einer zweiwöchigen LÀnderspielpause - immer mehr scheint sich als Wendepunkt dieser Saison herauszukristallisieren, wie ein zunÀchst chancenloses Real gegen ein anfangs dominantes Barcelona und gegen alle Erwartung in der letzten halben Stunde noch das Spiel drehte.

Eine halbe Stunde bloß der Unachtsamkeit bei Barca, der MĂŒdigkeit vielleicht. Aber eine halbe Stunde kann sehr viel sein. Jorge Valdano, der Fußball-Denker und Weltmeister von 1986, hat es mal wieder auf den Punkt gebracht: "Man darf den Fußball nie unterschĂ€tzen, weil er hin und wieder durchdreht. Nur kurz, aber die Folgen sind nicht zu stoppen", sagte er nach Barcelonas jĂŒngster Pleite gegen Valencia.

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Barcelonas Effizienz verabschiedet sich

Sicher, bei genauerer Betrachtung waren schon unter den 39 unbesiegten Spielen so manche dabei, die locker hÀtten verloren gehen können. Gegen Leverkusen in der Champions League zum Beispiel. Auch in der Liga, in Malaga, Las Palmas oder noch im letzten Spiel vor der LÀnderspielpause, beim 2:2 in Villarreal. Doch da schien die Meisterschaft ja auch schon entschieden. Da dachte man noch, der gute Gaul springt eben nur so hoch, wie er muss. Da bewunderte man die Effizienz der Triple-Verteidiger, ihre AnpassungsfÀhigkeit an eine Situation, in der Barca wegen Supercups und Klub-WM besonders gut mit den KrÀften haushalten musste. 56 Spiele haben die Katalanen bereits in den Knochen, das darf man nicht vergessen. Sieben mehr als Atletico, zwölf mehr als Real.

Ob die Körper mĂŒde sind, wird in Barcelona breit debattiert. Luis Enrique bestreitet es vehement - nichts bringt ihn, den Fitnessfanatiker und Hobby-Triathleten, dieser Tage mehr auf die Palme als solche Unterstellungen, die er als regelrecht ehrenrĂŒhrig zu betrachten scheint. Dabei wĂ€re es ja sogar verstĂ€ndlich, zumal bei dem sĂŒdamerikanischen Sturmtrio aus Messi, Suarez und Neymar, das wĂ€hrend der jĂŒngsten LĂ€nderspielpause um den halben Globus jettete und seitdem besonders deutlich unter Niveau bleibt.

Barcelona verliert trotz klarer Dominanz

Andere ErklĂ€rungen: Es fehlt weniger die körperliche als die geistige Frische, ein bekanntes PhĂ€nomen bei ĂŒberspielten Mannschaften. Und natĂŒrlich der Lauf, die Dynamik: Ab einem gewissen Moment sorgt ein Negativerlebnis fast automatisch fĂŒr das nĂ€chste. Das Spiel gegen Valencia, ein 1:2 (0:2), verlief frei nach "Kobra" Wegmann ("Erst hatten wir kein GlĂŒck, und dann kaum auch noch Pech hinzu"): Barcelona dominierte bei jedem Spielstand. Angesichts von 22:7 TorschĂŒssen hĂ€tte es zu anderen Zeiten mĂŒhelos gewonnen.

Aber in anderen, besseren Phasen ist eine Mannschaft von dieser QualitĂ€t eben auch in der Lage, solange nachzusetzen, bis die Tore zwangsweise fallen. Derzeit nicht. Barca fehlen das Auffangnetz und ein Plan B. Luis Enrique verzichtete gegen Valencia auf jede Auswechslung. Das wird bei ihm einerseits immer als stiller Protest gegen die KlubfĂŒhrung interpretiert, die ihm im Winter aus RĂŒcksicht auf die angespannte Finanzlage weitere ZukĂ€ufe neben den bereits wĂ€hrend der vorangegangenen Transfersperre verpflichteten Arda Turan und Aleix Vidal versagte. Andererseits zeigt es auch, dass der Trainer nicht nur wenig Handlungsspielraum sieht, sondern auch, dass er schlichtweg kaum welchen hat.

Luis Enriques Pakt mit Messi und Co.

So ist das im Grunde schon seit Januar 2015, als er seine Stars Messi und Neymar nach verlĂ€ngertem Weihnachtsurlaub beim Spiel in San Sebastian auf der Bank ließ. Die Partie ging verloren und beschwor eine Krise herauf, die Messi das nĂ€chste Training schwĂ€nzen und Luis Enrique beinahe seinen Job verlieren sah. Der damalige KapitĂ€n Xavi vermittelte schließlich einen Frieden, der im Wesentlichen aus einem Minimalkompromiss bestand. Luis Enrique ließ Messi sowie seine Kumpels Neymar und Suarez von der Leine, in jeder Hinsicht und inklusive Rotationsverzicht. DafĂŒr wĂŒrden ihm diese loyal verbunden bleiben.

Der Pakt funktionierte perfekt, solange der Dreizack in einem nicht enden wollenden Torrausch lebte. Die Mannschaft spielte fĂŒr ihre StĂŒrmer, und die schossen sie mit 122 Treffern vorige Saison zum Triple und mit 107 weiteren diese Saison in die Pole Position zur Verteidigung aller Titel. Doch insbesondere Neymar, in manchen Partien auch Messi und zuletzt sogar immer mehr der unermĂŒdliche Suarez kommen seit dieser offenbar fatalen LĂ€nderspielpause nicht mehr auf ihr gewohntes Niveau - gerade mal drei Tore in fĂŒnf Partien. Und weil er sich seinem Trio auf Gedeih und Verderb ausgeliefert hat, bleiben Luis Enrique praktisch keine Möglichkeiten zur Korrektur, und sei es nur mal fĂŒr eine Halbzeit.

Das Spielsystem ist in Stein gemeißelt

Taktisch lĂ€sst sich allenfalls an der Rolle von Messi tĂŒfteln, der mal rechts auftaucht, mal in der Mitte hinter den anderen Spitzen und manchmal sowieso ĂŒberall. Das entscheidet der Weltfußballer im Zweifelsfall selbst. Ansonsten ist das Spielsystem in Stein gemeißelt. Weil die Stars nicht immer zuverlĂ€ssig nach hinten arbeiten, kann der Trainer nicht auf Außenverteidiger verzichten. Das 4-3-3 ergibt sich damit von selbst - und das in dieser Formation besonders intensive sowie bei Barca generell anspruchsvolle Mittelfeldspiel beherrschen wiederum so wirklich ĂŒberzeugend nur die StammkrĂ€fte Iniesta, Rakitic und Busquets. Die beiden letzteren sind unĂŒbersehbar erschöpft, in der aktuellen Extremsituation aber dennoch unersetzlich. Unter anderem weil der 40 Millionen Euro teure Arda, Luis Enriques Wunschtransfer, immer noch nicht angekommen ist im Barca-Fußballuniversum.

Bleibt das BinnenverhĂ€ltnis im Sturmtrio, bleiben vor allem Messi, Neymar und ein paar unangenehme Fragen. Nicht nur wegen der SteueraffĂ€ren des einen und der PartyausflĂŒge, Vertragsspekulationen und Transfergerichtsprozesse des anderen. Die beiden Ausnahmespieler befruchten sich derzeit auch nicht mehr so erfolgreich wie noch vorige Saison. Neymar hatte seine stĂ€rkste Phase, als Messi im Herbst zwei Monate verletzt fehlte und er selbst sich zum Leader aufschwang. Seitdem entwickelt er sich eher zurĂŒck.

Titelkampf um eine bereits vergebene TrophÀe

Kleinere Delle oder strukturelle Krise? Die nĂ€chsten Wochen werden vieles klĂ€ren. Barca hat immer noch die Klasse, den Absturz aufzufangen. Aber in die letzten fĂŒnf Ligaspieltage startet es aus einer psychologisch undankbaren Positionen: Es muss um einen Titel kĂ€mpfen, den es schon sicher zu haben schien.

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