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FC Barcelona hätte Mbappé verpflichten können – und holte Dembélé

Ex-Direktor packt aus  

Barça hätte fast Mbappé verpflichtet – holte jedoch Dembélé

15.11.2020, 14:28 Uhr | t-online, dsl

FC Barcelona hätte Mbappé verpflichten können – und holte Dembélé. Hätten um ein Haar beim FC Barcelona zusammengespielt: Ousmane Dembele und Kylian Mbappe (v.l.) (Quelle: imago images/Contrast)

Hätten um ein Haar beim FC Barcelona zusammengespielt: Ousmane Dembele und Kylian Mbappe (v.l.) (Quelle: Contrast/imago images)

Im Sommer 2017 öffnete der katalanische Traditionsverein seine Geldschatulle und ging auf Einkaufstour. Dabei kam es zu einer folgenschweren Fehleinschätzung, wie ein frühere Spitzenfunktionär nun ausplaudert.

Viele Jahre war Javier Bordas einer der führenden Direktoren beim FC Barcelona, war unter anderen zwischen Sommer 2014 und Sommer 2015 als sportlicher Leiter für die Transferpolitik der Katalanen zuständig. Seit seiner Demission im Zuge des Vorstandsbebens, das auch Präsident Josep Maria Bartomeu das Amt kostete, packt der 59-Jährige regelmäßig in der spanischen Presselandschaft über Interna aus.

Nun erzählte Bordas der "Mundo Deportivo", dass der FC Barcelona im Sommer 2017 kurz vor einer Verpflichtung des heutigen Superstars von Paris Saint-Germain, Kylian Mbappé, stand. Demnach habe sich der Berater des Stürmers proaktiv bei ihm gemeldet und einen Transfer angeboten. Bordas, so berichtet er, habe daraufhin zum Telefonhörer gegriffen. "Ich rief Mabppés Vater an und er sagte mir, dass er nicht nach Madrid geht, weil Cristiano Ronaldo, Benzema und Bale dort seien und stattdessen könne er nach Barca kommen, weil Neymar nicht mehr da ist", erinnert sich der Ex-Funktionär. Bordas weiter: "Auch der Präsident von Monaco zog es vor, dass Mbappe zu uns kam, um den Rivalen PSG nicht zu stärken." Der Transfer vom damals amtierenden Meister der Ligue 1, der AS Monaco, hätte die Katalnen 100 Millionen Euro kosten, so Bordas.

Barça-Funktionäre hielten Mbappé nicht für mannschaftsdienlich genug

Doch es kam anders. Zwei ranghohe Funktionäre hätten sich gegen eine Verpflichtung Mbappés ausgesprochen – mit einer fragwürdigen Erklärung, betrachtet man die heutige Spielweise des Franzosen: "Sie erklärten, dass Mbappé für sich selbst spielt." Stattdessen entschied man sich im Camp Nou für einen anderen Franzosen: Den damaligen BVB-Profi Ousmane Dembélé. "Sie sagen, Dembélé sei ein Mannschaftsspieler." 

Eine krasse Fehleinschätzung, nicht nur deshalb, weil Dembélé bereits zu seiner Zeit bei Borussia Dortmund sich wiederholt den Vorwurf anhören musste, dass er zu selbstverliebt auf dem Spielfeld agiere. Seit seinem 130-Millionen-Euro-Transfer vom BVB zum FC Barcelona fehlte der Flügelstürmer verletzungsbedingt in 80 Partien. In den 82 Pflichtspielen, in denen er für die "Blaugrana" auflief, erzielte er 22 Tore und legte 17 weitere auf. Sein Marktwert schmierte in der Zeit von zwischenzeitlich 120 auf 50 Millionen Euro ab. Mbappé, im Vergleich dazu, fehlte Paris Saint-Germain, das ihn nach einjähriger Leihe 2018 für 135 Millionen Euro fest verpflichtete, in nur 16 Partien, erzielte in 132 Pflichtspielen 97 Tore und bereitete weitere 58 direkt auf. Der Marktwert des Weltmeisters von 2018 stieg dabei von 90 auf 180 Millionen Euro (alle Werte: Transfermarkt.de).

Dembélés Vertrag beim FC Barcelona läuft noch bis zum Sommer 2022.

Verwendete Quellen:

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