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Dieser Mann w├Ąre der ideale Klopp-Nachfolger

  • Dominik Sliskovic
Von Dominik Sliskovic

Aktualisiert am 10.03.2021Lesedauer: 5 Min.
Steven Gerrard: Die Liverpool-Legende ist in nur drei Jahren zum Meistertrainer avanciert.
Steven Gerrard: Die Liverpool-Legende ist in nur drei Jahren zum Meistertrainer avanciert. (Quelle: PA Images/imago-images-bilder)
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Steven Gerrard hat die Glasgow Rangers zur ersten Meisterschaft nach zehn Jahren gef├╝hrt ÔÇô und damit Begehrlichkeiten beim FC Liverpool geweckt. Selbst J├╝rgen Klopp spricht sich f├╝r "Stevie G" aus.

Am Ende konnten sie es nicht einmal selbst auf dem Rasen klarmachen: An ihrem spielfreien Sonntag hatten die Glasgow Rangers ihre insgesamt 55. und erste Meisterschaft nach zehn Jahren sicher ÔÇô ausgerechnet weil Lokalrivale Celtic ausw├Ąrts gegen Dundee United patzte. Die Stimmung im blauen Teil der schottischen Metropole dr├╝ckte dieser Sch├Ânheitsfehler keineswegs. Trotz Corona und Aufenthaltsverboten versammelten sich tausende Fans auf dem zentralen George Square und rund um die Heimst├Ątte ihrer "Gers", dem Ibrox Stadium.


Diese deutschen Trainer arbeiteten schon auf der Insel

Die Premier League gilt als die beste Liga der Welt. Nicht jeder Trainer wagt den Sprung auf die Insel. Ein paar deutsche haben es versucht ÔÇô mit unterschiedlichem Erfolg.
Felix Magath: Den geb├╝rtigen Bayer zog es als ersten deutschen Trainer ├╝berhaupt auf die Insel. 2014 ├╝bernahm er den Cheftrainerposten des FC Fulham und damit gleichzeitig den damaligen Tabellenletzten. In 12 Spielen gelangen ihm nur 12 Punkte und es folgte der Abstieg in die Championship. In der zweiten Liga wurde Magath dann nach nur einem erzielten Punkt in sieben Spielen entlassen.
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In den Katakomben der historischen Arena feierte das Meisterteam feuchtfr├Âhlich seinen Coup, als pl├Âtzlich ein ├╝bergl├╝cklicher Anzugtr├Ąger b├Ąuchlings ├╝ber den biernassen Kabinenboden schlitterte: Trainer Steven Gerrard.

Der fr├╝here Weltklasse-Mittelfeldspieler ist im dritten Jahr bei den Rangers endlich ans Ziel gekommen und feierte seinen Erfolg v├Âllig losgel├Âst: Gerrard riss die alten, schmalen Kabinenfenster auf und schrie seine Freude in Richtung versammelter Anh├Ąnger heraus, sp├Ąter filmte er sich bei der Spalierfahrt durch die Glasgower Menge.

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Steven Gerrard jubelt den Rangers-Fans durch den schmalen Fensterschlitz der Ibrox-Kabine zu.
Steven Gerrard jubelt den Rangers-Fans durch den schmalen Fensterschlitz der Ibrox-Kabine zu. (Quelle: PA Images/imago-images-bilder)

Nun will er die kommenden Wochen daf├╝r nutzen, um nach dem Fundament auch den Sockel f├╝r sein zuk├╝nftiges Denkmal vor dem Ibrox zu setzen. Die Rangers sind sechs Spieltage vor Schluss immer noch ungeschlagen und k├Ânnten die Saison mit dem historischen Punkterekord von 106 Z├Ąhlern abschlie├čen. Zudem steht das Team im Achtelfinale der Europa League, wo es auf das ebenfalls in der heimischen Liga ungeschlagene Slavia Prag trifft. Auch wenn er es nie so offensiv ausgesprochen hat, aber: Gerrard glaubt daran, dass seine Mannschaft das Zeug zum zweiten Europapokaltriumph der Vereinsgeschichte hat.

L├Âst "Stevie G" J├╝rgen Klopp bereits im Sommer ab?

Dieser Erfolg weckt nat├╝rlich Begehrlichkeiten ÔÇô besonders bei Gerrards Heimat- und Herzensvereins, dem FC Liverpool. 17 Jahre schn├╝rte er, den an der Anfield Road alle nur "Stevie G" nennen, die Schuhe f├╝r die "Reds", gewann mit ihnen als Kapit├Ąn das legend├Ąre Champions-League-Finale 2005 in Istanbul gegen den hochfavorisierten AC Mailand. Dass er eines Tages als Cheftrainer "seines" Klubs nach Hause zur├╝ckkehren wolle, daraus macht Gerrard seit seinem Amtsantritt in Glasgow keinen Hehl. Viele Beobachter sehen ihn schon jetzt bereit f├╝r diesen Schritt, auch weil es unter dem aktuellen Coach J├╝rgen Klopp derzeit massiv kriselt: Liverpool verlor die letzten sechs Heimspielen in Anfield allesamt, konnte in den vergangenen zehn Liga-Partien nur zwei Siege einfahren, st├╝rzte mit 22 Punkten R├╝ckstand auf Spitzenreiter Manchester City auf Tabellenplatz acht ab.

Der H├Âhepunkt in Steven Gerrards Karriere: Nach 0:3-R├╝ckstand zur Halbzeit holt er mit dem FC Liverpool noch die Champions-League-Troph├Ąe gegen den AC Mailand.
Der H├Âhepunkt in Steven Gerrards Karriere: Nach 0:3-R├╝ckstand zur Halbzeit holt er mit dem FC Liverpool noch die Champions-League-Troph├Ąe gegen den AC Mailand. (Quelle: Aflosport/imago-images-bilder)

Gerrard wird zugetraut, was Klopp derzeit auch ein gro├čer Teil der Anh├Ąngerschaft nicht mehr zutraut: Das erfolgsverw├Âhnte Team neu zu motivieren und zu weiteren H├Âchstleistungen anzustacheln. Viele Trainer w├╝rden in einer solchen Situation die verbale Offensive suchen, sich und ihre Arbeit verteidigen, Phrasen wie "Ich bin davon ├╝berzeugt, dass ich immer noch der richtige Mann f├╝r diese Aufgabe bin" nutzen. Klopp jedoch sagte bereits vor einiger Zeit: "Wenn man mich fragt, wer auf mich folgen soll, w├╝rde ich Stevie sagen. Ich helfe ihm, wann immer ich kann." Bedeutet: Der FC Liverpool hat den Kronprinzen mit Gnade Klopps l├Ąngst designiert.

Dennoch fragen sich viele: Was macht den Trainer Gerrard so besonders? Die Antwort ist: Er hat bereits jetzt seine ganz eigene Handschrift als Coach gefunden.

Gerrard greift dabei gerne und ausgiebig auf seinen Erfahrungsschatz aus drei Jahrzehnten Profifu├čballerkarriere zur├╝ck, besonders in der Menschenf├╝hrung. Als seine zwei Idole bezeichnete er seine Ex-Trainer Gerard Houllier, mit dem er 2001 den Uefa-Pokal gewann, und Rafa Benitez, mit dem er die K├Ânigsklasse gewann. Beide galten als ruhige, besonnene Charaktere am Spielfeldrand, denen die konzentrierte, direkte Ansprache der Spieler wichtiger war als das 90-min├╝tige Motivieren durch st├Ąndiges Schreien und Gestikulieren. Dabei bedeutet "direkte Ansprache" durchaus, dass Gerrard seine Spieler auch gerne mal zusammenstaucht, wenn sie nicht sputen. Doch der fr├╝here englische Nationalspieler bel├Ąsst solche Gef├╝hlsausbr├╝che im gesicherten Raum des Trainingsgel├Ąndes. Des Trainingsgel├Ąndes, das er seit seiner Ankunft in Glasgow 2018 mit einem Blankoscheck nach seinen Vorstellungen in eine State-Of-The-Art-Wohlf├╝hloase f├╝r seine Spieler umgestaltete.

Gerrards Scouting als wichtiger Schl├╝ssel zum Erfolg

Auch weil ihm der langfristige Nutzen einer intakten Infrastruktur wichtiger war als teure Neuverpflichtungen scoutete Gerrard in Nischenm├Ąrkten und verpflichtete Spieler, denen der Durchbruch in einer der europ├Ąischen Top-5-Ligen nicht zugetraut wurde. Bestes Beispiel: Borna Barisic. Der Linksverteidiger war im Sommer 2018 einer von Gerrards ersten Transfers und kam f├╝r schmale 2,4 Millionen Euro vom kroatischen Erstligisten NK Osijek. Von Beginn an setzte der Coach voll auf den heute 28-J├Ąhrigen, der in den vergangenen drei Jahren zum Standardsch├╝tzen Nummer eins der Rangers und Stamm-Nationalspieler Kroatiens aufstieg. Ein Wechsel in die Premier League gilt als wahrscheinlich, zuletzt hatte Leeds United sein Interesse bekundet.

Borna Barisic: Der Kroate ist eine wichtige St├╝tze in Steven Gerrards Spielsystem.
Borna Barisic: Der Kroate ist eine wichtige St├╝tze in Steven Gerrards Spielsystem. (Quelle: PA Images/imago-images-bilder)

Barisics Konterpart auf der rechten Au├čenverteidigerposition ist James Tavernier. Der Engl├Ąnder ist schon seit 2015 im Verein, Kapit├Ąn ÔÇô und bester Scorer der Rangers. Bereits elf Treffer und zehn Assists gelangen dem 29-J├Ąhrigen in dieser Saison. Dass die Fl├╝gelzange Barisic/Tavernier mit 29 Torbeteiligungen mehr als so einige prominente Sturmreihen vorzuweisen hat, l├Ąsst wichtige Schl├╝sse auf Gerrards Spielsystem zu: Die Rangers agieren in einem ultraoffensiven, hochstehenden 4-3-3, bei dem die nominellen Au├čenst├╝rmer Ryan Kent und Ianis Hagi (Sohn von Rum├Ąnien-Legende Gheorghe, Anm. d. Red.) h├Ąufig in den Strafraum einr├╝cken, um Platz f├╝r die aufr├╝ckenden Au├čenverteidiger zu schaffen. Ziel ist es, f├╝r ├ťberzahl im Raum vor dem gegnerischen Tor zu sorgen und so Barisic und Tavernier gleich mehrere M├Âglichkeiten anzubieten: Flanke an der Grundlinie, flacher Ball auf Elfmeterpunkth├Âhe, oder eigener Antritt und Torabschluss.

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James Tavernier: Der Kapit├Ąn der Rangers war in der laufenden Saison bereits an 21 Treffern direkt beteiligt.
James Tavernier: Der Kapit├Ąn der Rangers war in der laufenden Saison bereits an 21 Treffern direkt beteiligt. (Quelle: PA Images/imago-images-bilder)

Dabei vernachl├Ąssigt Gerrard keineswegs die Defensive, wie die erst neun Gegentore in 32 Ligaspielen beweisen. R├╝cken Barisic und Tavernier auf, ├Âffnet sich die Innenverteidigung f├╝r den sich f├╝r den Spielaufbau zur├╝ckfallenden Sechser, zumeist Routinier Steven Davis, sodass Glasgow aus einer gestaffelten Dreierkette heraus schalten und walten kann. Diese taktischen Feinheiten besitzen immense Parallelen zu J├╝rgen Klopps "Heavy-Metal-Fu├čball" in Liverpool. Ein weiteres Argument, das Bef├╝rworter einer Wachabl├Âsung durch Gerrard im kommenden Sommer anbringen.

Wechsel zu Liverpool? "Wahrscheinlichkeit bei null Prozent"

Doch wie realistisch ist Gerrards R├╝ckkehr bereits im kommenden Sommer?

Nicht sonderlich realistisch, glaubt man dem Mann, der 2018 mit ihm den Vertrag in Glasgow schloss. "Die Wahrscheinlichkeit, dass Steven in naher Zukunft nach Liverpool zur├╝ckkehrt, steht bei null Prozent", sagte der ehemalige Rangers-Vorsitzende Dave King der britischen Nachrichtenagentur "PA Media". Und weiter: "Steven ist nicht der Typ Mann, der Vertr├Ąge bricht. Er hat seinen Vertrag mit den Rangers in dem Wissen verl├Ąngert (bis 2024, Anm. d. Red.), dass von ihm verlangt wird, den Meistertitel zu gewinnen und ihn in der darauffolgenden Saison auch zu verteidigen." Aus pers├Ânlichen Gespr├Ąchen wisse er, dass die Titelverteidigung, aber auch der Einzug in die Champions-League-Gruppenphase, in Gerrards Planung oberste Priorit├Ąt genie├čen.

All das klingt tats├Ąchlich eher so, als h├Ątte Liverpool, sollte es sich von Klopp vorzeitig trennen, schlechte Karten. Vor Vertragsende d├╝rften die Rangers Gerrard wohl nur gegen eine saftige Entsch├Ądigung ziehen lassen; so wie es Stadtkonkurrent Celtic mit Brendan Rodgers handhabte: Der Ex-Liverpool-Coach verlie├č die "Hoops" im Februar 2019 erst nach einer Zahlung von 10,2 Millionen Euro in Richtung Leicester City ÔÇôWeltrekordabl├Âsesumme f├╝r einen Trainer. Darunter d├╝rften die Rangers wohl nicht einmal in Gespr├Ąche einsteigen ÔÇô allein schon, um dem Erzrivalen auch diesen Rekord zu nehmen.

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