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WM 1986: Queretaro

t-online, t-online.de

Aktualisiert am 15.09.2021Lesedauer: 2 Min.
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Franz Beckenbauer erlebt nach drei WM-Turnieren als Spieler seine erste Endrunde als Teamchef - und zahlt reichlich Lehrgeld. Seinen Kader, aus dem er Guido Buchwald, Wolfgang Funkel, Heinz Gründel und Frank Mill erst in letzter Sekunde aussortiert, bezeichnet er als den "letzten Schrott".

Den mexikanischen Journalisten Miguel Hirsch tituliert er wenig souverän als "geistigen Nichtschwimmer": "Wenn man kurz zudrückt, dann gibt es ihn nicht mehr." Von seinem früheren Mitspieler beim HSV und Ersatztorwart des WM-Kaders, Uli Stein, fängt sich der Kaiser einen legendären Konter ein: "Suppenkasper" schimpft der laut Beckenbauer seinerzeit beste Torwart der Welt. Nur spielen lässt der frühere Weltklasse-Libero den Weltklasse-Torwart bei der WM nicht. Stein vermutet dahinter den Sportartikelhersteller "adidas", Ausrüster des DFB und über Privatverträge mit Beckenbauer und Schumacher verbandelt.

Hoeneß legt sich mit Beckenbauer an

Zum Auftakt gegen Uruguay zieht Stein ein demonstratives Sonnenbad der Konzentration auf das Geschehen vor. Zwischen den Spielen widmen sich er, HSV-Kollege Ditmar Jakobs und die beiden Reservisten aus München, Klaus Augenthaler und Dieter Hoeneß der Völkerverständigung, speisen bei mexikanischen Familien. Das Quartett überzieht den Zapfenstreich um über zwei Stunden. Beckenbauer stellt die "Idioten" zur Rede, verhängt drei Mal 5000 Mark Geldstrafe. Nur Stein soll 10.000 Mark zahlen. Stein, Augenthaler und Hoeneß wollen sofort heim. Auch der erst 19-jährige Bankdrücker Olaf Thon glaubt "nicht, hier noch was lernen zu können" und möchte lieber abreisen. Hoeneß, von Beckenbauer nach sieben Jahren Pause erst kurz vor der WM in die Nationalelf zurückgeholt, schleudert dem Teamchef entgegen: "Du darfst alles zu mir sagen, aber nicht Idiot. Ich weiß, was ich im Kopf hab', und ich weiß, was Du im Kopf hast, und deshalb sagst Du nicht Idiot zu mir!"

Egidius Braun droht Rummenigge

Nur Stein darf heim - gegen den Willen des Kaisers. Den überstimmen die DFB-Funktionäre. Im Flieger erfährt Stein vom deutschen Viertelfinalsieg über Mexiko und bedauert das Aus der sympathischen Gastgeber. Schumacher ist daran mit seinen Paraden im Elfmeterschießen entscheidend beteiligt. Kapitän Karl-Heinz Rummenigge - wie schon 1982 in Spanien nicht wirklich fit, führt mit Schumacher ebenso Krieg wie Stein. Rummenigge spricht von der "Kölner Mafia". Schumacher intrigiere, wolle Kalle als Kapitän absägen. Delegationsleiter Egidius Braun muss Rummenigge erst mit Rauswurf drohen, ehe es zum Burgfrieden kommt. Schumacher muss auch wieder an einen Tisch mit dem Münchner Stürmer gezwungen werden. Das erledigen Beckenbauer und Felix Magath. Toni: "Ich kann mit Verleumdern nicht zusammensitzen". Muss er dann aber. Und Rummenigges Tor erhält nach Schumachers schwerem Fehler im Endspiel gegen Argentinien dem in Grüppchen zerfallenen Haufen von Zockern und Beleidigten sogar die Chance, Weltmeister zu werden. Dieser Coup aber glückt einem gereiften Teamchef und einer jetzt intakten Mannschaft erst vier Jahre später.

WM Die Quartiere
1934 Cernobbio
1938 Frankreich
1954 Spiez
1958 Bjärred
1962 Santiago de Chile
1974 Malente
1978 Ascochinga
1982 Schluchsee
1994 Chicago
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