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Sandro Schwarz: Der Trainer, der in Russland blieb

Von t-online, dsl

Aktualisiert am 27.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Sandro Schwarz: Der Deutsche ist seit Oktober 2020 als Cheftrainer beim russischen Topklub Dynamo Moskau tätig.
Sandro Schwarz: Der Deutsche ist seit Oktober 2020 als Cheftrainer beim russischen Topklub Dynamo Moskau tätig. (Quelle: Russian Look/imago-images-bilder)
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Markus Gisdol und Daniel Farke hatten ihre Jobs mit Beginn des Ukraine-Krieges aufgegeben. Anders Sandro Schwarz. Der designierte Magath-Nachfolger ist immer noch in Moskau – aus privaten und sportlichen Gründen.

Die Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine sind immens für den russischen Fußball. Die Uefa und Fifa haben gemeinsam alle Mannschaften Russlands geschlossen aus den internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen, die weltweit agierende Spielergewerkschaft FifPro erlaubte ausländischen Spielern, Russland trotz bestehender Verträge ablösefrei zu verlassen, die deutschen Trainer Markus Gisdol und Daniel Farke räumten von jetzt auf gleich ihre Posten als Chefcoaches der russischen Erstligisten Lokomotive Moskau (Gisdol) und FK Krasnodar (Farke).

"Die derzeitige politische Entwicklung und die damit verbundene Bitte unserer Kinder, Ehefrauen, Familien und Freunde, nach Hause zu kommen, sowie das Wegbrechen aller sportlicher Perspektiven, führte nun zu diesem wohlüberlegten Entschluss", erklärte Farke, der nur gut sechs Wochen als Trainer im südwestrussischen Krasnodar tätig war. Gisdol hatte zuvor mitgeteilt, er könne nicht in Moskau auf dem Trainingsplatz stehen, die Spieler betreuen, von diesen Professionalität einfordern und ein paar Kilometer weiter würden Befehle erteilt, "die großes Leid über ein gesamtes Volk bringen".

Schwarz fühlt sich verantwortlich – in gleich zwei Punkten

Anders betrachtet die Situation Sandro Schwarz. Der 43-Jährige ist (beziehungsweise: war) der Dritte im Bunde des deutschen Trainertrios in der Premjer Liga – als Cheftrainer bei Dynamo Moskau. "Ich glaube, dass in solch einer Situation die Sicherheit das Wichtigste ist und dass ich nicht der Mensch bin, der da einfach nur auf sich schaut und sagt: Ich setzte mich ins nächste Flugzeug und bin hier weg. Es geht nicht um mich. Ich fühle mich verantwortlich und werde hier im Klub bleiben", sagte der frühere Mainzer Coach, als er bei einem Pressetermin auf einen möglichen Abschied im Stile Gisdols und Farkes angesprochen wurde.

Doch von welcher Verantwortung spricht Schwarz da genau?

Zum einen wäre da die sportliche Komponente. Schwarz hat den unsteten Traditionsklub Dynamo Konstanz einverleibt, ihn in seiner erst zweiten Saison in Moskau bereits zu einem Titelaspiranten geformt. Die Perspektive, den Heimatklub von Torwart-Ikone Lew Jaschin zu seiner ersten russischen Meisterschaft zu führen, reizte Schwarz rein beruflich extrem. Zwar langte es schlussendlich nur zur Vizemeisterschaft hinter Zenit St. Petersburg, doch am Sonntag, dem 29. Mai, könnte er mit einem Sieg im Pokalfinale gegen Stadtrivalen Spartak Dynamo zum ersten Titel seit 1995 coachen.

Zum anderen wäre da die private Komponente. Schwarz hatte nach seiner Vertragsverlängerung bis 2024 im vergangenen Dezember seine Frau und die zwei gemeinsamen Kinder, vier und sieben Jahre alt, zu sich nach Moskau geholt. Ein ungewöhnlicher Schritt für Fußball-Legionäre in Russland – doch einer, der beweist, wie wohl sich der frühere Bundesliga-Trainer in der Metropole fühlt.

Schwarz' Co-Trainer flüchtet ebenfalls nach Deutschland

Im Gegensatz zu seinem früheren Co-Trainer, dem ehemaligen Bundesliga-Torjäger Andrij Woronin. "Ich kann hier (Moskau, Anm. d. Red.) nicht bleiben. Ich kann nicht in einem Land leben, das gegen mein Land Krieg führt", sagte Woronin der "Süddeutschen Zeitung".

Der 42-Jährige war zusammen mit seiner Frau, den gemeinsamen Kindern und seinem Vater mit einem der letzten Linienflüge aus Moskau nach Amsterdam ausgereist und soll sich derzeit in Düsseldorf, wo er 2012/2013 seine letzte Karrierestation in Deutschland hatte, aufhalten.

Nun folgt Schwarz Woronin doch noch nach Deutschland – wenn auch nicht nach Düsseldorf, sondern nach Berlin. Dem "Kicker" zufolge wird Schwarz nach dem russischen Pokalfinale seinen Vertrag mit Dynamo Moskau aufkündigen und das vakante Traineramt beim Bundesligisten Hertha BSC antreten. Ob als Pokalsieger oder nicht – die Entscheidung des Hauptstadtklubs, die Nachfolge von Felix Magath mit dem Trainer, der in Russland blieb, zu besetzen, dürfte noch für Gesprächsstoff sorgen,

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Verwendete Quellen
  • "Merkurist": Ex-Mainz-Coach Schwarz schildert seine Situation in Russland
  • "tz": Deutscher Trainer will weiter für Topklub in Moskau arbeiten
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