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Martina Beck fordert Dahlmeier-Start in Olympia-Staffel


"Sie können doch nicht die Beste rauslassen"

  • T-Online
Ein Interview von Alexander Kohne

Aktualisiert am 19.02.2018Lesedauer: 5 Min.
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Zweimal Gold, einmal Bronze: Laura Dahlmeiers (l.) Auftritte bei den Olympischen Spielen 2018 haben Martina Beck nachhaltig beeindruckt.
Zweimal Gold, einmal Bronze: Laura Dahlmeiers (l.) Auftritte bei den Olympischen Spielen 2018 haben Martina Beck nachhaltig beeindruckt. (Quelle: imago-images-bilder)
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Nach zweimal Olympia-Gold und einmal -Bronze wirkte Biathlon-Star Laura Dahlmeier zuletzt etwas müde. Ihr Start in der Mixed-Staffel ist noch nicht bestätigt – was für Ex-Kollegin Martina Beck kein Grund zur Sorge ist.

Gold – Gold – Bronze – Platz 16: Das ist die Bilanz von Biathletin Laura Dahlmeier bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Zuletzt wirkte die 24-Jährige erschöpft, sagte zu einem Start in der Mixed-Staffel am Dienstag (ab 12.15 Uhr im Live-Ticker von t-online.de): „Ich werde mit den Trainern besprechen, was Sinn macht.“ Die Entscheidung darüber wollte der Deutsche Skiverband eigentlich am Montag bekannt geben, hat dies nun allerdings auf Dienstagvormittag verschoben.


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Martina Beck, die als Aktive vier olympische Medaillen und drei Weltmeistertitel gewann, erklärt im Interview mit t-online.de, warum das deutsche Team für sie auch mit Dahlmeier nicht der klare Gold-Favorit wäre und warum sie einen der spannendsten Wettbewerbe der Spiele erwartet.

t-online.de: Frau Beck, Sie haben vor einigen Monaten im Interview mit uns prognostiziert: „An Laura Dahlmeier führt bei den Olympischen Spielen kein Weg vorbei.“ Nach den ersten vier Rennen hat sie zweimal Gold und einmal Bronze auf dem Konto. Wird Dahlmeier die erfolgreichste deutsche Biathletin bei Olympischen Spielen?

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Martina Beck: Da kann man schwer vergleichen: Uschi Disl hat insgesamt neun Olympiamedaillen gewonnen, war allerdings auch fünfmal dabei. Kati Wilhelm hat zwar zwei Medaillen weniger geholt, davon allerdings drei goldene. Fest steht: Was Laura bisher gezeigt hat, ist unglaublich. Als große Favoritin anzutreten und das von Anfang an so konsequent durchzuziehen, mit dieser Willensstärke, so fokussiert, ist wirklich phänomenal.

Dahlmeier ist wie Sie in Garmisch-Partenkirchen geboren, Magdalena Neuer auch. Die gewann 2010 in Vancouver zweimal Gold und einmal Silber. Sie kennen beide sehr gut. Ist Dahlmeier besser als Neuner damals?

Puh, das ist eine ganz schwierige Frage. (lacht) Über Laura sagen viele Beobachter, dass man so ein Niveau – sie schießt ja fast immer null Fehler und hat meistens eine top Laufzeit – noch nie gesehen hat. Aber das war bei Magdalena damals auch so, sie wurde als Jahrhundert-Biathletin betitelt. Da hat eigentlich jeder gedacht, dass keine mehr kommt, die noch besser ist – und jetzt ist Laura da.

Im letzten Rennen, dem Massenstart, wurde Dahlmeier allerdings nur 16. Sie wirkte müde. Nun steht die Mixed-Staffel an, deren Besetzung erst kurz vor Rennstart bekannt gegeben wird. Noch ist offen, ob Dahlmeier dabei ist. Fänden Sie es richtig, wenn Dahlmeier nicht starten würde?

Das ist überhaupt gar keine Diskussion. Laura läuft hundertprozentig. Sie können doch nicht die beste Athletin rauslassen. Dass die Besetzung nicht Tage vorher bekannt gegeben wird, ist bei Staffeln immer so. Ich gehe ganz fest davon aus, dass sie dabei ist.

Und was trauen Sie der deutschen Mixed-Staffel zu? Ist sie klarer Gold-Favorit?

Nein, weil das in der Mixed-Staffel extrem schwierig einzuschätzen ist. Medaillenchancen haben die Deutschen in jedem Fall. Im Weltcup gab es aber erst ein Rennen, das war im November in Östersund – und da sind nicht die stärksten Besetzungen an den Start gegangen. Achten muss man jetzt in Pyeongchang sicher auf die Norweger mit Johannes Thingnes Bö, der im Einzel Gold gewonnen und mit Abstand die schnellsten Laufzeiten hat, dazu Marte Olsbu und Tiril Eckhoff, die beide ebenfalls bereits Medaillen geholt haben; und natürlich auf die Franzosen mit Martin Fourcade, Anais Bescond oder Marie Dorin-Habert. Es wird in jedem Fall ein spannender Wettkampf – sicherlich viel spannender als die Frauen- oder die Männerstaffel.

Warum?

Viele Nationen haben jeweils zwei konkurrenzfähige Starter bei den Frauen und Männern, tun sich bei vieren in den jeweiligen Einzelstaffeln aber schwer. Deshalb haben im Mixed schwächere Nationen viel größere Chancen. In Sotschi haben beispielsweise die Tschechen Silber gewonnen, in den Einzelstaffeln hätten sie dagegen keine Chance gehabt.

Apropos Sotschi. Damals gab es nur zwei Silbermedaillen für die deutschen Biathleten. Warum läuft es in Pyeongchang so viel besser?

2014 kam einiges zusammen. Andrea Henkel – die damals beste deutsche Starterin – konnte wegen einer Bronchitis nicht ihr volles Potenzial abrufen. Laura war damals mit 20 Jahren einfach noch zu jung und bei Evi Sachenbacher-Stehle kam der positive Dopingbefund dazu, durch den die anderen in den Staffeln völlig von der Rolle waren.

Das war dieses Mal ganz anders. Dahlmeiers Sprintsieg am ersten Wettkampftag hat sich auf das gesamte deutsche Team positiv ausgewirkt – das haben sogar Athleten aus anderen Sportarten hervorgehoben…

… das stimmt, denn wenn es gut läuft, stärkt das natürlich das Selbstvertrauen. Man sieht: Es funktioniert. Das Material ist gut, die Skier laufen. Hinzu kommt bei den Biathleten, dass die Vorbereitung des deutschen Teams im Trainingslager im Hochfilzen gut gelaufen ist. Und: Die Favoriten haben teilweise gepatzt – so wie beim Olympiasieg von Arnd Peiffer im Sprintrennen, in dem Bö und Fourcarde gleich beim ersten Schießen drei Fehler hingelegt haben. Sowas musst Du dann nutzen.

Wie viele Medaillen holen die deutschen Biathleten denn noch bei diesen Spielen?

Ich könnte mir schon vorstellen, dass noch drei Medaillen dazukommen.

Wird eine Goldene dabei sein?

Das ist ganz schwierig zu sagen. In der Öffentlichkeit zählt oft nur die Goldmedaille. Aber als Sportler sieht man das etwas anders. Da will man am Ende einfach nur Edelmetall gewinnen – die Farbe ist dann oft wurscht. (lacht) Aber natürlich sieht es bei der deutschen Frauenstaffel sehr gut aus, da sie im Weltcup bisher fast alles gewonnen hat. Da ist das Ziel vielleicht ein bisschen höher. (lacht) Ich glaube aber, dass die Mädels, die bisher noch keine Medaille gewonnen haben, auch mit Silber oder Bronze sehr zufrieden wären.

Ihr Mann ist Österreicher und Sie wohnen in Österreich: Wem drücken Sie bei den Rennen in Pyeongchang mehr die Daumen, den deutschen oder den österreichischen Athleten?

Als ich in der vergangenen Woche mit Andrea Henkel in Pyeongchang war, waren wir auch im österreichischen Haus. Da haben wir uns natürlich für die Österreicher gefreut, waren beispielsweise bei der Siegerehrung von Marcel Hirscher nach seinem Sieg in der alpinen Kombination. Im Grunde bin ich natürlich eher für die Deutschen, sehe aber auch immer den einzelnen Sportler mit seiner Geschichte. Kaisa Mäkäräinen hätte ich beispielsweise schon längst eine Medaille gegönnt, weil sie – trotz jahrelanger Topleistungen – noch keine einzige gewonnen hat. Und meine Kinder drücken beispielsweise immer Laura und Fourcade die Daumen. (lacht)

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