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WTA Finals: Kerber verliert Auftaktmatch nach Trainer-Rauswurf

WTA Finals  

Nach Trainer-Trennung: Kerber verliert Auftaktmatch

23.10.2018, 08:50 Uhr | dpa

WTA Finals: Kerber verliert Auftaktmatch nach Trainer-Rauswurf. Niederlage zum Auftakt: Angelique Kerber droht bei den WTA Finals ein frühes Aus. (Quelle: Reuters/Edgar Su)

Niederlage zum Auftakt: Angelique Kerber droht bei den WTA Finals ein frühes Aus. (Quelle: Edgar Su/Reuters)

Angelique Kerber kämpft in Singapur um den Titel als beste Spielerin des Jahres. Doch nach dem ersten Spiel steht sie bereits unter Druck.

Im ersten Spiel nach der überraschenden Trennung von ihrem Trainer ist Deutschlands Tennis-Star Angelique Kerber der Auftakt beim Saisonfinale misslungen. Nach einem dominanten Beginn verlor die Wimbledonsiegerin in Singapur gegen die Niederländerin Kiki Bertens mit 6:1, 3:6, 4:6.

Ein überzeugender erster Satz und ein frühes Break im zweiten Abschnitt reichten nicht für den ersten Schritt auf dem angestrebten Weg ins Halbfinale der WTA Finals. Nach zwei Stunden Spielzeit war die Topgesetzte geschlagen. Erst eine knappe Woche zuvor hatte die 30-Jährige das Ende der Zusammenarbeit mit dem Belgier Wim Fissette bekanntgegeben – und Verwunderung ausgelöst.

Kerber sucht nach ihrer Konstanz

"Letztlich war das nicht der Beginn, den ich mir vorgestellt habe. Ich hatte im dritten Satz so viele Chancen, konnte aber keine nutzen", sagte die Kielerin nach der vermeidbaren Niederlage. "Ich habe noch zwei Chancen. Ich muss so spielen wie im ersten Satz und das zwei Sätze tun. Ich muss also konstanter werden."

Am Dienstag ist die deutsche Nummer eins bei dem mit sieben Millionen US-Dollar dotierten Saisonfinale der besten acht Tennis-Damen spielfrei. In den weiteren Vorrundenspielen bekommt es die dreimalige Grand-Slam-Siegerin mit US-Open-Gewinnerin Naomi Osaka und der US-Amerikanerin Sloane Stephens zu tun. Im ersten Match der Roten Gruppe hatte sich zuvor French-Open-Finalistin Stephens 7:5, 4:6, 6:1 gegen die Japanerin Osaka behauptet. Kerber muss für den Einzug ins Halbfinale mindestens Zweite ihrer Gruppe werden.

Bertens kämpft sich zurück

Vor zwei Jahren hatte die Schleswig-Holsteinerin in Singapur das Finale erreicht, 2017 war sie nicht qualifiziert – nun hinterließ sie trotz des Wirbels um die Trennung von dem 38 Jahre alten Fissette zunächst einen stabilen und konzentrierten Eindruck. Sie könne das Thema ausblenden, hatte sie gesagt. Das Kapitel sei abgeschlossen. "Man muss für sich selbst entscheiden, wenn es nicht mehr passt. Aber ich weiß, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe."

Den ersten Satz gegen Bertens, die die bislang beste Saison ihrer Karriere spielt, dominierte die Linkshänderin klar. Allerdings streute die Weltranglisten-Neunte auch zahlreiche leichtere Fehler ein und leistete sich insgesamt 12 Doppelfehler. Zum 3:1 und 5:1 nahm Kerber ihrer Kontrahentin den Aufschlag ab. Auch im zweiten Abschnitt deutete der Beginn auf einen überzeugenden Sieg hin. Doch nach einem 2:0 fand Kerber keine Lösung mehr, als Bertens an Sicherheit gewann. "Ich habe gut angefangen und dann wurde sie besser und besser. Sie hat sich im zweiten Satz besser bewegt", sagte die Deutsche.

Kerber braucht Ratschläge vom Interimscoach

In ihrer Box drückte neben ihrem Physiotherapeuten André Kreidler, ihrem Manager Aljoscha Thron und ihrer Mutter Beata auch Sparringspartner André Wiesler die Daumen. Der neue Trainer soll erst nach den letzten Matches des Jahres gefunden werden.

Im entscheidenden Durchgang benötigte Kerber Ratschläge und holte Wiesler beim Stande von 1:2 auf den Platz. "Sei mutig, Angie", sagte Wiesler. "Spiel mit Überzeugung." Kerber pustete durch. Die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin wirkte unzufrieden, haderte und überließ Bertens zu oft die Initiative. Ein 3:5 konnte die deutsche Nummer eins nicht mehr wettmachen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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