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US Open: Kerber scheitert in Runde eins – Becker macht sich Sorgen

Debakel bei US Open  

Aus in Runde eins: Experten kritisieren Kerber deutlich

27.08.2019, 09:24 Uhr | t-online.de

 (Quelle: Omnisport)
"So gut es geht damit fertig werden": So analysiert Kerber ihr Aus bei den US Open

Angelique Kerber zeigte sich nach ihrem Erstrunden-Aus bei den US Open gegen die Französin Kristina Mladenovic entsprechend enttäuscht - auch über ihr gesamtes Grand-Slam-Jahr. (Quelle: Omnisport)

"Ich kann mir keinen Vorwurf machen" und "Ich habe alles gegeben": So bewertet Angelique Kerber ihr frühes Aus bei den US Open. (Quelle: Omnisport)


Die Krise geht weiter: Angelique Kerber ist im Auftaktmatch der US Open gescheitert. Dabei hatte ihre Gegnerin mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Boris Becker kann das Verhalten der Deutschen nicht verstehen.

Die Talfahrt von Angelique Kerber hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. 53 Tage nach ihrem enttäuschenden Zweitrunden-Aus als Titelverteidigerin in Wimbledon scheiterte die 31-Jährige bei den US Open bereits an ihrer Auftakthürde, die kriselnde Kerber verlor gegen die clevere Französin Kristina Mladenovic nach 2:23 Stunden mit 5:7, 6:0, 4:6.

Kerber brachte in der knallheißen Mittagssonne auf dem Grandstand nicht genug Konstanz in ihr Spiel, um die dritte Auftaktpleite in Serie zu verhindern. Dazu ließ sie zu viele Breakchancen ungenutzt und musste im sechsten Duell mit der früheren Top-10-Spielerin Mladenovic die zweite Niederlage einstecken.

Becker macht sich Sorgen um Kerber

Zwar gelang Kerber ein Start nach Maß, direkt ging sie 2:0 in Führung, doch dann bekam sie Mühe mit Mladenovics variantenreichem Spiel. Mal kamen die Bälle langsam und kopfhoch, mal peitschten sie die Grundlinie entlang, mal landeten sie als Stopp direkt hinter dem Netz – Gift für Kerbers so geliebtes Konterspiel. Hilfesuchend blickte sie beim Stand von 4:4 im ersten Satz zu Manager Aljoscha Thron auf der Tribüne. Einen Trainer suchte sie dort vergebens.

Nach dem Zweitrunden-Aus in Wimbledon hatte sie sich von Trainer Rainer Schüttler getrennt, danach aber kein Spiel mehr gewonnen. Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker und Kerbers langjährige Vertraute Barbara Rittner übten deutliche Kritik. "Wenn jetzt nicht der Groschen gefallen ist, wann dann", meinte Becker nach der Partie bei Eurosport. "Ich kann nicht ganz verstehen, dass sie hier ohne Trainer angetreten ist. Alle Top-Ten-Spielerinnen haben hier einen Coach an ihrer Seite."

Auch Rittner, Damen-Chefin im Deutschen Tennis Bund, rät Kerber zu einer schnellen Entscheidung. "Mit Coach hätte sie die Partie nicht verloren", analysierte Rittner als Expertin bei Eurosport. Schon im Vorfeld hatte sie Kerber zu einem Nachfolger von Rainer Schüttler geraten. "So, wie ich Angie kenne, ist sie niemand, der eine längere Zeit alleine sein sollte. Sie ist auf jeden Fall jemand, der Führung braucht", sagte Rittner.

Gegnerin hatte Rückenprobleme

Ein Trainer hätte ihr möglicherweise entscheidende Tipps geben können, als Kerber schon in der Endphase des ersten Satzes immer wieder haderte. Die Französin Mladenovic ließ sich nicht abschütteln und schaffte das Break zum 6:5, die Kielerin konnte den Satzverlust trotz dreier Breakbälle im Anschluss nicht verhindern.

Immerhin: Kerber steckte nicht auf. Auch im zweiten Satz nahm sie Mladenovic direkt den Aufschlag ab, anders als zuvor bestätigte sie das Break aber zum 3:0. Ihre Kontrahentin ließ sich im Anschluss minutenlang am Rücken behandeln, wirkte auf dem Court arg beeinträchtigt und verlor den zweiten Satz glatt.

Das Spiel hatte jedoch noch eine weitere Wendung parat, auf einmal wirkten Mladenovics Bewegungen wieder wesentlich runder und sie meldete sich mit einem Break zu Beginn des dritten Satzes eindrucksvoll zurück. Kerber schaffte zwar den Ausgleich zum 3:3, doch Mladenovic behielt die besseren Nerven und verwandelte ihren zweiten Matchball.



Qualifikant Dominik Koepfer und Laura Siegemund haben den deutschen Tennisprofis bei den US Open dann aber doch noch den Auftakt gerettet. Nachdem Angelique Kerber ihre Krise  fortgesetzt hatte und Routinier Philipp Kohlschreiber sich gegen den an Nummer 25 gesetzten Franzosen Lucas Pouille mit 3:6, 6:4, 4:6, 4:6 geschlagen geben musste, schafften die Spieler aus der zweiten Reihe die ersten deutschen Siege.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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