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Packendes Teenager-Finale bei den US-Open

Von sid
Aktualisiert am 12.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Emma Raducanu schlĂ€gt den Ball im Finale der US Open zurĂŒck. Sie musste sich gegen Leylah Fernandez behaupten.
Emma Raducanu schlĂ€gt den Ball im Finale der US Open zurĂŒck. Sie musste sich gegen Leylah Fernandez behaupten. (Quelle: Seth Wenig/ap-bilder)
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Die Erwartungen waren hoch, standen sich im US-Finale doch zwei der grĂ¶ĂŸten Nachwuchstalente gegenĂŒber. Die Siegerin blieb auch im Endspiel ohne Satzverlust.

Emma Raducanu ist die erste britische Grand-Slam-Siegerin seit 44 Jahren. Die 18-JÀhrige setzte sich im Endspiel der US Open gegen die zwei Monate Àltere Leylah Fernandez aus Kanada mit 6:4, 6:3 durch und blieb im gesamten Turnier ohne Satzverlust. Die letzte Britin, die zuvor eine der wichtigsten vier TrophÀen im Tennis gewonnen hatte, war Virginia Wade 1977 in Wimbledon.

Gleichzeitig ist Raducanu die erste Qualifikantin seit EinfĂŒhrung des Profitennis 1968, die ein Majorturnier gewann. Die Athletin aus London stoppte Fernandez' ebenso ĂŒberraschenden Siegeszug der vergangenen zwei Wochen. Die Kanadierin hatte auf ihrem Weg ins Finale in Naomi Osaka und Angelique Kerber zwei frĂŒhere Turniersiegerinnen ausgeschaltet und drei Matches gegen Gegnerinnen gewonnen, die in der Weltrangliste zu den fĂŒnf Besten gehören.

Raducanu erhĂ€lt fĂŒr ihren Triumph ein Preisgeld von 2,5 Millionen US-Dollar (2,1 Mio. Euro), Fernandez kann sich ĂŒber die HĂ€lfte freuen.

Gedenken an 9/11-Opfer

Ganz New York stand am Samstag im Zeichen des Gedenkens an die Opfer der Terrorattacken vom 11. September 2001. Vor dem Start des Frauenfinals wurde eine große USA-Flagge auf dem Platz des Arthur-Ashe-Stadions ausgebreitet, wĂ€hrend sich in den Katakomben die beiden jungen Kontrahentinnen warm machten und versuchten, den Druck vor dem grĂ¶ĂŸten Match ihrer bisherigen Karriere auszublenden.

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Leylah Fernandez freut sich, nachdem sie im Finale der US Open punkten konnte.
Leylah Fernandez freut sich, nachdem sie im Finale der US Open punkten konnte. (Quelle: Elise Amendola/ap-bilder)

"Ich glaube einfach an mich. Ich gehe raus und werde es genießen", sagte Raducanu, bevor sie die imposante Arena betrat: "Es wird eine positive Erfahrung." Ähnlich formulierte es auch Fernandez, deren Vater und Coach nicht im Stadion war, sondern aus Aberglauben in Florida vorm Fernseher mitfieberte.

Beide Spielerinnen kennen sich seit frĂŒhester Jugend, sind 2002 jeweils in Kanada als Kinder von Einwanderern zur Welt gekommen. Und auch auf dem Hartplatz in Flushing Meadows zeigten sie frappierende Parallelen. Vor allem die FĂ€higkeit, das Drumherum völlig auszublenden, stach auch im Finale hervor. Das Niveau war von Beginn an hoch.

Enormer Druck der Britin

Zu Beginn des Matches legte Raducanu wild entschlossen los und ging nach dem ersten Break mit 2:0 in FĂŒhrung, aber Fernandez meldete sich prompt zurĂŒck. Beide duellierten sich nun auf Augenhöhe, bis die Britin, die schon mit ihrem Achtelfinaleinzug in Wimbledon fĂŒr Aufsehen gesorgt hatte, in der Schlussphase des ersten Satzes enormen Druck aufbaute und ihre Chance nutzte.

Fernandez nahm eine kurze Pause, ging in die Kabine und kĂ€mpfte anschließend unverdrossen weiter. Sie lag ein Break im zweiten Durchgang vorn, doch Raducanu bewies einmal mehr, weshalb sie den Titel verdiente.

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