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Zverev-Aus in Melbourne: Das sagt Boris Becker

Von t-online, BZU

Aktualisiert am 23.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Boris Becker (l.) mit Alexander Zverev Anfang 2020: Die deutsche Tennislegende analysierte die GrĂŒnde fĂŒr das Australian-Open-Aus des Olympiasiegers.
Boris Becker (l.) mit Alexander Zverev Anfang 2020: Die deutsche Tennislegende analysierte die GrĂŒnde fĂŒr das Australian-Open-Aus des Olympiasiegers. (Quelle: AAP/imago-images-bilder)
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Glatt in drei SĂ€tzen wurde Alexander Zverev aus den Australian Open geworfen. Tennislegende Boris Becker analysierte im Anschluss die GrĂŒnde fĂŒr die Niederlage – hatte aber auch noch eine Frage.

Alexander Zverev muss weiter auf den ersten Grand-Slam-Titel warten. Mit viel Selbstbewusstsein durch seine Siege bei den Olympischen Spielen und den ATP-Finals war er nach Melbourne gereist, um die Australian Open zu gewinnen. Doch schon im Achtelfinale war gegen den Kanadier Denis Shapovalov Schluss fĂŒr die Nummer drei der Welt.

In der Eurosport-Sendung "Matchball Becker" analysierte Tennislegende Boris Becker das Match des Deutschen. Sein Urteil: "Er hat nie zu seinem Spiel gefunden, hatte nicht die Dynamik, nicht die AggressivitĂ€t. Von Anfang an hatte man das GefĂŒhl, dass Shapovalov immer einen Schritt schneller und spritziger war."

Eine Frage bleibt bei Becker offen

Becker wunderte sich vor allem ĂŒber Zverevs fehlende Energie und Kraft: "Es wĂ€re interessant zu wissen, wie es Sascha heute ging. Vielleicht hatte er was, vielleicht war die Nacht nicht gut. Weil so passiv habe ich ihn lange nicht mehr gesehen. Man kann ja verlieren, man kann ja auch schlecht spielen, aber man kann sich anstrengen und die Seele auf dem Platz lassen – und das haben wir heute vermisst."

Ein sichtlich enttÀuschter Alexander Zverev (r.) gratuliert Denis Shapovalov zum Sieg.
Ein sichtlich enttÀuschter Alexander Zverev (r.) gratuliert Denis Shapovalov zum Sieg. (Quelle: Shutterstock/imago-images-bilder)
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Die fehlende Energie machte er an einem Punkt fest: "Der Gradmesser ist sein Aufschlag, heute nur drei Asse bei sieben oder acht Doppelfehlern." Becker weiter: "Er hat seinen Gegner nie gefragt, nie unter Druck gesetzt, er hat nie wirklich Gas gegeben."

Und so kam der 54-JĂ€hrige abschließend wieder zu seiner Theorie zurĂŒck: "Da war irgendwas, was wir alle noch nicht wissen, warum er nicht hundertprozentig fit war. Ich weiß es nicht."

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Zverev selbst hatte sich zu seiner Niederlage zu dem Zeitpunkt noch nicht geĂ€ußert, verließ den Court relativ zĂŒgig nach dem Match. Der Olympiasieger muss sich weiter gedulden, bis er seinen ersten Grand-Slam-Titel feiern darf. Die nĂ€chste Chance hat er ab Mai bei den French Open.

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