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Schriftsteller und Forscher Oliver Sacks ist tot

Von dpa
Aktualisiert am 30.08.2015Lesedauer: 3 Min.
Oliver Sacks ist gestorben.
(Quelle: /dpa-bilder)
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Es war ein angek├╝ndigter Tod: Mit v├Âlliger Offenheit befasste sich der Schriftsteller und Forscher Oliver Sacks vor kurzem mit dem Sterben. Der Tod sei "nicht l├Ąnger ein abstraktes Konzept", schrieb er in der "New York Times", sondern "eine Gegenwart - eine allzu nahe, nicht zu verneinende Gegenwart". Am Sonntag starb Sacks in New York, wie die "New York Times" unter Berufung auf seine langj├Ąhrige pers├Ânliche Mitarbeiterin Kate Edgar berichtete.

Anfang des Jahres hatte der Hirnforscher erfahren, dass seine Leber von Metastasen befallen war, neun Jahre, nachdem man ihm einen Tumor am Auge entfernt hatte. Seinen 82. Geburtstag am 9. Juli habe er noch "mit Stil" feiern k├Ânnen, schrieb er.


Diese Pers├Ânlichkeiten sind 2015 von uns gegangen.

Junior Malanda vom VfL Wolfsburg verstarb am 10. Januar bei einem Autounfall. Der Belgier galt als eines der gr├Â├čten Talente des Landes. Er wurde nur 20 Jahre alt.
Die schwedische Schauspielerin Anita Ekberg starb am 11. Januar 2015 im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit in einem Krankenhaus bei Rom. Ihre Badeszene im Trevi-Brunnen in "La Dolce Vita" wurde weltber├╝hmt. 1959 hatte sie f├╝r "Der gelbe Strom" den Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin erhalten. Ekberg spielte unter anderem in "Krieg und Frieden" (1956) oder "Vier f├╝r Texas" (1963) oder Fellinis "Intervista" (1986) mit. 1996 drehte sie ihren letzten Film.
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Seinen 83. Geburtstag erlebt er - wie er erwartet hatte - nicht mehr. Der britische "Guardian" befand, Oliver Sacks habe die Menschen "die Kunst des Sterbens" gelehrt.

Sacks war auf dem behandelten Auge blind und brauchte einen Stock zum Gehen. Doch der Wissenschaftler, der Bestseller wie "Zeit des Erwachens" und "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" geschrieben hat, empfing noch im Fr├╝hjahr Patienten und gab das Schwimmen so lange nicht auf, wie es irgendwie ging.

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Bachelor in Physiologie und Biologie sowie Medizin

Geboren wurde Sacks 1933 als Sohn eines j├╝dischen ├ärztepaares in London. Er wuchs mit drei ├Ąlteren Br├╝dern, die auch ├ärzte wurden, in einem naturwissenschaftlich gepr├Ągten Haus auf. Sp├Ąter studierte er an verschiedenen Universit├Ąten und machte Abschl├╝sse in mehreren Fachrichtungen, darunter einen Bachelor in Physiologie und Biologie sowie Medizin. Praktische Erfahrungen sammelte er unter anderem am Middlesex Krankenhaus in London, wo er sich der Neurologie zuwandte.

Er kam aus dem Kanada-Urlaub nicht mehr zur├╝ck

1960 verlie├č Sacks Gro├čbritannien, um Ferien in Kanada zu machen. Doch kurz nachdem er dort angekommen war, schrieb er seinen Eltern ein Telegramm. Darin stand nur ein Wort: "Bleibe". Danach zog es ihn in die USA, zuerst nach Kalifornien, dann nach New York. Dort er├Âffnete er eine neurologische Praxis und arbeitete jahrzehntelang am Einstein College in der Bronx. Sp├Ąter war er an der New Yorker Columbia Universit├Ąt t├Ątig, wo er Seminare hielt und Patienten betreute.

Autor von "Zeit des Erwachens"

In den 1970er Jahren begann Sacks, popul├Ąrwissenschaftliche B├╝cher zu verfassen ├╝ber Menschen, die durch eine Krankheit aus dem Raster der Gesunden gefallen sind. "Ich schreibe ├ťberlebensgeschichten", erkl├Ąrte er einmal. "Geschichten davon, wie man mit diesen Krankheiten lebt." Sein literarischer Erstling "Zeit des Erwachens" (1973), der von Opfern der "Europ├Ąischen Schlafkrankheit" handelt, wurde ein internationaler Bestseller. Das Buch wurde 1990 mit Robin Williams und Robert De Niro verfilmt.

Im Bestseller "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" (1985) erz├Ąhlte Sacks in 24 Fallgeschichten, wie wenig es braucht, damit Menschen aus der vermeintlichen Normalit├Ąt fallen. Auch mit "Stumme Stimmen" (1989), "Das Innere Auge" (2011) und "Drachen, Doppelg├Ąnger und D├Ąmonen: ├ťber Menschen mit Halluzinationen" (2013) war der Hirnforscher erfolgreich. Erst in diesem Jahr ist seine sehr pers├Ânliche Autobiografie "On the Move" erschienen.

Hauptfiguren in seinen B├╝chern sind Patienten, Freunde, Familienmitglieder oder er selbst. Mit den Fallgeschichten, die witzig und einfach geschrieben sind, stellt Sacks die eigene Normalit├Ąt immer wieder infrage. "Eine winzige Hirnverletzung, und wir geraten in eine andere Welt", erkl├Ąrte er einst.

Wenig ├╝ber Privatleben bekannt

Bis zur Ver├Âffentlichung seiner Autobiografie war ├╝ber das Privatleben des vielleicht bekanntesten Neurologen der Welt eher wenig bekannt. Auch "On the Move - Mein Leben" war wieder voller Fallbeschreibungen und Patientengeschichten. Aber Sacks gab darin auf ber├╝hrende Weise Einblick in sein langes, beruflich erfolgreiches und privat oft einsames Leben.

Als er sich als Jugendlicher im England der 50er Jahre im Elternhaus zu seinem Schwulsein bekannte, muss er sich von seiner eigenen Mutter anh├Âren, dass er "ein Gr├Ąuel" sei: "Ich w├╝nschte, du w├Ąrst nie geboren worden." Bald verlie├č er sein Elternhaus und England, um in Kanada und schlie├člich in den USA sein Gl├╝ck zu suchen. Dort lebte er bis zu seinem Tod.

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