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Chinesischer Künstler: Ai Weiwei erinnert an verschleppte Studenten

Chinesischer Künstler  

Ai Weiwei erinnert an verschleppte Studenten

13.04.2019, 11:58 Uhr | dpa

Chinesischer Künstler: Ai Weiwei erinnert an verschleppte Studenten. Mit einer Million Lego-Steinen hat der im Berliner Exil lebende Künstler die Gesichter der 43 jungen Männer nachgebildet, die seit einem Polizeieinsatz vor fast fünf Jahren als vermisst gelten.

Mit einer Million Lego-Steinen hat der im Berliner Exil lebende Künstler die Gesichter der 43 jungen Männer nachgebildet, die seit einem Polizeieinsatz vor fast fünf Jahren als vermisst gelten. Foto: El Universal/El Universal via ZUMA Wire. (Quelle: dpa)

Mexiko-Stadt (dpa) - Mit einem Wandbildnis aus Lego-Steinen setzt der chinesische Künstler Ai Weiwei den verschleppten Studenten von Ayotzinapa in Mexiko ein Denkmal.

Mit einer Million Steinen hat der im Berliner Exil lebende Künstler die Gesichter der 43 jungen Männer nachgebildet, die seit einem Polizeieinsatz vor fast fünf Jahren als vermisst gelten. Die Ausstellung "Restablecer memorias" (Erinnerungen wiederherstellen) wird am Samstag im Universitätsmuseum (MUAC) für zeitgenössische Kunst in Mexiko-Stadt eröffnet.

Mit seinem Kunstwerk will Ai Weiwei an die Opfer der Gewalttat erinnern. "Die Selbsterkenntnis liegt in der Erinnerung begründet", sagte er. "Die Leere ist eine Beleidigung gegen die Würde des menschlichen Wesens und kann der Ursprung von Wut und Gewalt sein." Begleitet wird das Wandbild von einer Videoinstallation mit Interviews von Angehörigen, Polizisten und Beamten.

Die Entführung der Studenten hatte auf der ganzen Welt einen Sturm der Empörung ausgelöst. Polizisten hatten die Lehramtsstudenten der Universität Ayotzinapa im September 2014 im Bundesstaat Guerrero verschleppt und dem Verbrechersyndikat Guerreros Unidos übergeben. Den offiziellen Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und verbrannt. Unabhängige Untersuchungen zweifeln das allerdings an. Die Einzelheiten und Hintergründe der Tat sind noch immer unklar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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