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Die Seenotretter über Küblböck: "Wir kennen extreme Fälle in beiderlei Hinsicht"

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Noch Hoffnung für Küblböck?  

Seenotretter: "Wir kennen extreme Fälle in beiderlei Hinsicht"

Von Imke Gerriets

10.09.2018, 15:16 Uhr
Vermisster Sänger Küblböck: Hoffnung auf lebende Rettung schwindet (Bildquelle: APress/ Imago)
Daniel Küblböck: Suche läuft, aber Hoffnung schwindet

Drama um Daniel Küblböck: Der Sänger und frühere TV-Star ist bei einer Kreuzfahrt der AIDAluna von Hamburg nach New York bei Neufundland über Bord gegangen und wird seither vermisst. Doch nach intensiver aber erfolgloser Suche schwinden die Hoffnungen, dass Küblböck noch lebend gerettet werden kann. (Quelle: t-online.de)

Seit Sonntag vermisst: Die Suche nach Daniel Küblböck ist eingestellt worden, die Hoffnung, dass er noch lebend gerettet werden kann, schwindet. (Quelle: t-online.de)


Seit mehr als einem Tag wird Daniel Küblböck vermisst. Die Suche im Seegebiet wird weiter fortgesetzt. Christian Stipeldey von den Seenotrettern erklärt t-online.de, von welchen Faktoren die Überlebenschancen abhängen.

Mittlerweile ist es über 24 Stunden her, dass DSDS-Star Daniel Küblböck laut einer Stellungnahme der Reederei in den frühen Morgenstunden des 9. September vor Neufundland über Bord der AidaLuna gesprungen ist. Der Kapitän und die Crew hätten umgehend alle erforderlichen Rettungsmaßnahmen eingeleitet.

Viele Fragen bleiben nach Küblböcks Sprung ins Meer ungeklärt. Pressesprecher Christian Stipeldey von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger beantwortet t-online.de Fragen unter anderem zum Körperzustand und dem Kampf ums Überleben. Die Gesellschaft hat seit der Gründung 1865 mehr als 84.500 Menschen aus Seenot gerettet oder vor drohenden Gefahren befreit und kennt die Situation auf hoher See.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungsboote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit. Jedes Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze.

Wie lange kann ein Mensch im Meer überleben?

Christian Stipeldey: Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Im Winter es schwierig ohne Schutzausrüstung eine halbe Stunde zu überleben. Die Überlebenschancen auf See sind von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, vom Ernährungszustand eines Menschen bis hin zu seinem psychischen Durchhaltewillen, von der Wassertemperatur bis zu den Wetter, Wind- und Seegangsverhältnissen vor Ort.

Was macht das Eintauchen in kaltes Wasser mit dem Körper? 

Mensch über Bord ist – egal wie gut die Umgebungsbedingungen sind – immer eine lebensgefährliche Situation. Beim Sturz in kaltes Wasser kann zunächst eine Schockreaktion zur schnellen Bewusstlosigkeit führen. Der über Bord gegangene Mensch kann andererseits auch schnell Wasser in die Lunge bekommen, was lebensgefährlich ist. Sind diese ersten Gefahren überwunden, droht auch in relativ warmem Wasser möglicherweise schnell Unterkühlung.

Wie kann man seine Überlebenschancen steigern?

Auf keinen Fall sollte man sich Kleidung und Schuhen entledigen, im Gegenteil: Muss man absehbar ein Schiff verlassen, etwa bei Feuer oder starkem Wassereinbruch an Bord, sollte man möglichst viele Kleidungsstücke anziehen. Jede zusätzliche Schicht bringt eine zusätzliche Luftschicht mit sich, die den Prozess der Auskühlung des Körpers verlangsamt.

Besteht noch Hoffnung, dass Daniel Küblböck lebend gefunden wird?

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger kennt extreme Fälle in beiderlei Hinsicht: Menschen, die nach dem Sturz über Bord schnell bewusstlos geworden und ums Leben gekommen sind, aber auch Menschen, die in relativ warmem Wasser nach mehr als einem Tag noch in so guter körperlicher Verfassung waren, dass sie beispielsweise die Lotsenleiter an der hohen Bordwand eines großen Schiffes selbst greifen und – mit Hilfe – erklimmen konnten.


Ab wann wird eine vermisste Person für tot erklärt?

Wir sind ein umfänglicher Rettungsdienst und keine Ermittlungsbehörde, dies ist also nicht die Aufgabe der Seenotretter. Seenotretter werden eine Suche immer mindestens so lange fortsetzen, wie es nach menschlichem Ermessen die kleinste Hoffnung auf Rettung gibt – und sie werden darüber hinaus noch eine Zeit lang weitersuchen.

Hinweis der Redaktion: Wir haben den Artikel nach der Veröffentlichung aktualisiert. Ein von uns zunächst zitierter Experte kommt nun nicht mehr zu Wort.

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