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"Tatort"-Kritik: Das war "Roomservice" mit Ulrike Folkerts

Überraschend starker "Tatort" aus Ludwigshafen  

Lena Odenthal startet wieder durch

26.05.2015, 13:18 Uhr | Christina Kühnel, t-online.de

"Tatort"-Kritik: Das war "Roomservice" mit Ulrike Folkerts. Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und das Ehepaar Sattler (Suzanne von Borsody, Peter Sattmann) in "Tatort: Roomservice". (Quelle: SWR/Alexander Kluge)

Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und das Ehepaar Sattler (Suzanne von Borsody, Peter Sattmann) in "Tatort: Roomservice". (Quelle: SWR/Alexander Kluge)

Wow, das hätte man Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) gar nicht mehr zugetraut. Der neue "Tatort" aus Ludwigshafen war richtig spannend. Bis zuletzt vermochte der an die Affäre Dominique Strauss-Kahn angelehnte Fall "Roomservice" zu fesseln. Und wie bereits im letzten Krimi angekündigt, zog Odenthal tatsächlich aus der gemeinsamen WG mit Kollege Mario Kopper (Andreas Hoppe) aus. Es ist das Ende einer Ära - und ein gelungener Neustart.

Zu Beginn des ARD-Krimis resümierte Odenthal: "Ein Ende ist auch immer ein Anfang." Und dieses Klischee traf tatsächlich auf den 62. Fall der Kommissarin zu. Schon in den vergangenen beiden Filmen waren in Ludwigshafen Umbruchmaßnahmen eingeleitet worden, um das behäbig und vorhersehbar gewordene Duo Odenthal und Kopper neu zu beleben. Ihnen wurde die junge Kollegin Johanna Stern (Lisa Bitter) an die Seite gestellt und Odenthal musste eine schwere Lebenskrise mit anschließender Reha durchmachen.

Entsprechend anstrengend und mitunter dröge waren die letzten beiden Krimis. Ständig drehte sich alles um Odenthal und ihre Befindlichkeit, die Kriminalfälle selbst blieben blass und wenig fesselnd. Doch mit "Roomservice" scheint endlich die Kehrtwende geschafft.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Spannend bis zum Schluss

Den privaten Dramen der Kommissare wurde im Vergleich zu den letzten Fällen vergleichsweise wenig Raum gegeben - zumindest in der ersten Hälfte. Da drehte sich alles ausschließlich um den Fall: Ein Zimmermädchen war in einem Luxushotel zu Tode gestürzt, nachdem sie mit dem EU-Kommissar Joseph Sattler (Peter Sattmann) im Bett war. War es Vergewaltigung oder einvernehmlicher Sex? Und hatte der Politiker etwas mit dem Mord zu tun? Diese Fragen beschäftigten die Ermittler - und zunächst kaum etwas anderes.

Dass sich dies in der zweiten Hälfte etwas änderte, war zu verschmerzen. Ebenso wie die Tatsache, dass einige Figuren - wie der im Zentrum der Ermittlungen stehende Politiker Sattler - arg klischeehaft dargestellt wurden oder ein paar Verstrickungen zu dick aufgetragen waren.

Dennoch: Mit überraschenden Wendungen sorgte der Krimi bis zuletzt für Spannung. Gelungen war auch das Ende, als sich ausgerechnet Sattlers kühle Gattin (überragend gespielt von Suzanne von Borsody) als Mörderin des Zimmermädchens entpuppte, um ihren Gatten zu schützen. Als dieser sich nach ihrem Geständnis von ihr abwandte, stürzte sie sich selbst das Hoteltreppenhaus hinab. Ein starker Schlusspunkt.

Showdown zwischen Odenthal und Stern

Doch auch im Privatleben der Kommissare kam Schwung auf: Gekonnt griff der Krimi die Handlungsstränge der vergangenen Filme auf und brachte die Dinge endlich auf den Punkt. Nur wer die letzten Fälle nicht gesehen hatte, könnte zwischenzeitlich ein Problem gehabt haben, dem Film zu folgen.

Der lange schwelende Konflikt zwischen Odenthal und ihrer jungen Kollegin Stern eskalierte - es kam zu heftigen Streit. Doch nun scheint die Luft zwischen ihnen bereinigt, der Weg für die Zukunft ist frei und eine kollegiale Zusammenarbeit kann beginnen.

Auch die Figur des Therapeuten Tim (Peter Benedict), den Odenthal während ihrer Reha kennenlernte und dem sie sehr nahe kam, wurde wieder aufgegriffen, und der Zuschauer konnte sehen: Es knistert gewaltig zwischen den beiden. Bleibt nur noch die Frage, ob Tim auch in einem der nächsten Krimis wieder mit von der Partie ist und die Kommissarin endlich einmal eine Romanze erleben darf.

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Kopper wartet vergebens auf Lena

Zu guter Letzt gelang es Odenthal, sich von ihrem Kollegen und Freund Kopper (Andreas Hoppe) abzugrenzen. Ihre Kommissar-WG ist "Tatort"-Geschichte. Nicht einmal Koppers Angebot eines letzten gemeinsamen Abendessens in der alten Wohnung nahm sie an. Der Arme wartet vergebens am gedeckten Tisch. Ein trauriges Bild, zumal Kopper in diesem Krimi sowieso durch seine Kolleginnen in eine Nebenrolle gedrängt wurde. Wie es mit ihm weitergeht, wird spannend anzusehen sein.

Es tut sich also was in Ludwigshafen. Endlich ist Schluss mit dem Odenthal-Einheitsbrei. Nach "Roomservice" freut man sich schon jetzt auf den nächsten Fall aus der Rheinmetropole.

Falsches Krimi-Detail

Nur Pfälzern und Schwarzwaldkennern dürfte ein kleiner Filmfehler in diesem Krimi möglicherweise bitter aufgestoßen sein: Das angeblich bei Ludwigshafen situierte Luxushotel, in dem der Fall spielte, ist in Wirklichkeit das bekannte Schlosshotel Bühlerhöhe, das an der Schwarzwaldhochstraße liegt - und damit fernab der Pfalz.

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