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Peinliche Panne: RTL zeigt Fernsehstudio statt Werbepause

"Fühle mich so bekloppt"  

Peinliche Panne: RTL zeigt Fernsehstudio statt Werbepause

30.08.2021, 11:12 Uhr | sow, t-online

Kaum persönliche Angriffe beim ersten Kandidaten-Triell

Vier Wochen vor der Bundestagswahl haben sich die drei Kanzlerkandidaten in einem ersten Triell Kontroversen um die Klimapolitik, Afghanistan und das Verhältnis zur Linkspartei geliefert. (Quelle: Reuters)

"Sie legen der Industrie Fesseln an": Die drei Kanzlerkandidaten haben sich in einem ersten Triell kontroverse Debatten um die Klimapolitik, Afghanistan und das Verhältnis zur Linkspartei geliefert. (Quelle: Reuters)


Das ging nach hinten los: In der RTL-Sendung "Das Triell: Die Analyse – Talkrunde mit prominenten Gästen" sollte sachlich analysiert werden, wie Baerbock, Scholz und Laschet sich geschlagen haben. Doch dann unterlief dem Sender ein folgenreicher Fehler.

Mehr als fünf Millionen Menschen sahen gestern das Triell zwischen Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Armin Laschet bei RTL. Im Anschluss waren es immer noch 3,85 Millionen Zuschauer, die den Talk um Moderatorin Frauke Ludowig und ihre geladenen Studiogäste verfolgten. Dazu gehörten Günther Jauch, Micky Beisenherz, Louisa Dellert, Nikolaus Blome und Motsi Mabuse. Im Mittelpunkt so mancher Diskussion stand zum einen Jauch, weil er offenbar parteiisch und mit neuer Optik auftrat sowie Motsi Mabuse wegen eines peinlichen Fehlers.

Doch dieser Fauxpas unterlief nicht etwa ihr selbst, sondern dem Team von RTL. Genauer gesagt: dem Online-Team des Senders. Denn während in der linearen Ausstrahlung alles glatt lief und die Zuschauer sich mit Werbeblöcken arrangieren mussten, erhielten Beobachter mit Tablets, Rechnern und Smartphones einen unfreiwilligen Einblick hinter die Kulissen der Talkrunde. Der Stream lief einfach weiter, während sich die Studiogäste in der Werbepause wähnten.

Die Zuschauer bekamen zu sehen, wie zwei Maskenbildnerinnen zu Frauke Ludowig eilten und ihre Frisur sowie das Kostüm in Form brachten. Sie hörten, wie Günther Jauch durchs Studio Richtung Nikolaus Blome rief: "Haben Sie die Zahlen, Herr Blome. Schön vorher sagen, dass wir auch was wissen!" Und das Online-Publikum bekam mit, wie hinter den Kulissen ein Dialog von Motsi Mabuse geführt wurde, der so nicht hätte an die Öffentlichkeit gelangen sollen. 

Direkt zu Beginn – kurz nach Start der vermeintlichen TV-Werbepause, die im Stream keine war – steht Mabuse von ihrem Platz auf und läuft schnurstracks aus dem Bild. Offenbar bleibt sie in unmittelbarer Nähe eines Aufnahmegeräts stehen und unterhält sich mit jemandem, den man ebenfalls nicht sehen kann. Doch die Moderatorin ist klar und deutlich zu hören. Unter anderem sagt sie: "Ich fühle mich so bekloppt", und ergänzt dann auf Nachfrage: "Ja? Ich fühle mich nicht wohl."

Einige User bei Twitter fragen sich nun: "Warum fühlt sie sich nicht wohl?" und sorgen sich offenbar um die RTL-Entertainerin. Doch aus dem Ausschnitt geht das nicht hervor. t-online hat bei RTL und dem Management von Motsi Mabuse nachgefragt. Beide haben sich inzwischen dazu geäußert, auch RTL bezog Stellung und entschuldigte sich für den "menschlichen Fehler".

Verwendete Quellen:
  • RTL-Sendung vom 29. August 2021
  • Twitter: #Triell

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