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E-Mobilitäts-Studie: China und USA bremsen das Wachstum

Neue Studie  

Darum bremsen China und USA das Wachstum der E-Mobilität

26.02.2020, 14:55 Uhr | dpa

E-Mobilitäts-Studie: China und USA bremsen das Wachstum. Elektromobilität: Das meistverkaufte Elektroauto im vergangenen Jahr ist Teslas Model 3. (Quelle: imago images/Geisser)

Elektromobilität: Das meistverkaufte Elektroauto im vergangenen Jahr ist Teslas Model 3. (Quelle: Geisser/imago images)

Förderung weg – Wachstum weg: Die beiden mit Abstand größten Märkte für Elektromobilität schwächeln und ziehen die weltweite Zahl der Neuzulassungen mit nach unten.

Schwächelnde Neuzulassungen in den USA und China haben den weltweiten Aufschwung der Elektromobilität beinahe zum Erliegen gebracht. 2,3 Millionen Neuzulassungen von Elektroautos mit Batterie oder Brennstoffzelle sowie Plug-in-Hybriden 2019 sind nur vier Prozent mehr als im Jahr davor, wie das Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) mitteilt. 2018 waren die Neuzulassungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit diesen Antriebstechnologien noch um satte 74 Prozent gewachsen.

Entscheidender Faktor für die Vollbremsung ist laut ZSW, dass die beiden wichtigsten Märkte China und USA die Förderung für batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge zurückfuhren. In China, das für gut die Hälfte der Neuzulassungen bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden verantwortlich ist, ging es daraufhin um vier Prozent abwärts. In den USA, die ein weiteres Siebtel des Weltmarkts darstellen, sanken die Neuzulassungen mit diesen Antrieben sogar um neun Prozent.

Elektro-Neuzulassungszahlen im Vergleich

Diese Rückgänge überdecken, dass die Elektro-Neuzulassungszahlen in den meisten anderen relevanten Märkten weiter kräftig zulegen. Deutschland verzeichnete ein Plus von 61 Prozent auf 108.600, was die Bundesrepublik an Norwegen vorbei auf den weltweit dritten Platz hebt.

In Norwegen legten die Neuzulassungen um 18 Prozent zu, hier machen Elektroautos und Plug-in-Hybride allerdings inzwischen 57 Prozent der Neuzulassungen aus, sodass dem Wachstum Grenzen gesetzt sind. In Deutschland lag der Anteil 2019 bei gut drei Prozent, in China bei fünf und in den USA bei zwei Prozent.

Auch wenn das Wachstum bei den Neuzulassungen einbrach, steigt der weltweite Bestand an Elektroautos und Plug-in-Hybriden noch kräftig an, da die Technologie erst seit einigen Jahren in größeren Stückzahlen angeboten wird. 7,9 Millionen Elektroautos und Plug-in-Hybride auf den Straßen bedeuten ein Plus von 44 Prozent.

"Zwar ist die Wachstumsrate der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen in Deutschland relativ hoch, der Markt bewegt sich jedoch nach wie vor auf zu niedrigem Niveau", sagte Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der ZSW.

Tesla vor BMW und VW

Auf Markenebene liegt sowohl bei den addierten Neuzulassungen seit 2010 als auch bei den Neuzulassungen 2019 Tesla klar vorne. Hier wertete das ZSW die 18 wichtigsten Märkte aus, die vergangenes Jahr 95 Prozent des Marktes darstellten. Bei den Neuzulassungen des vergangenen Jahres kommt die US-Marke auf 361.000 Fahrzeuge vor den chinesischen Fabrikaten BYD, BAIC und SAIC mit 219.000, 158.000 und 126.000 Zulassungen. Dahinter folgen die deutschen Marken BMW und VW mit 115.000 und 93.000 auf den Plätzen fünf und sechs.

Das meistverkaufte Elektroauto im vergangenen Jahr ist Teslas Model 3, das in den 18 ausgewerteten Märkten inzwischen insgesamt 445.000 Mal zugelassen wurde. Es verdrängt damit die langjährige Nummer eins Nissan Leaf. Bei den Neuzulassungen 2019 liegt das Model 3 mit 297.000 klar vorne. Das beste Modell eines deutschen Herstellers ist der BMW 5er-Plug-in-Hybrid mit 46.000 Neuzulassungen 2019 auf Platz sechs.

"Die Zahlen zeigen, dass es trotz einzelner Erfolge breiterer Anstrengungen der deutschen Hersteller bedarf, um mit der Weltspitze mitzuhalten", sagt Staiß. "Ein Markterfolg der angekündigten E-Modelle ist für die deutsche Automobilindustrie unerlässlich."

In Deutschland ist die Förderung für Elektromobilität gerade ausgebaut worden. Inzwischen gibt es bis zu 3.000 Euro vom Staat plus einen mindestens gleich hohen Rabatt vom Hersteller.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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