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VW belebt alte Marke

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 12.05.2022Lesedauer: 2 Min.
So könnte er aussehen: Unter dem alten Namen Scout will VW große SUV und Pick-ups mit Elektroantrieb bauen.
So könnte er aussehen: Unter dem alten Namen Scout will VW große SUV und Pick-ups mit Elektroantrieb bauen. (Quelle: Hersteller-bilder)
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Scout ist wieder da. Genau wie Hummer und Bronco gibt die alte Marke ein Comeback – und zwar unter dem Dach von VW. Was es mit dem Namen auf sich hat und was der Konzern genau plant.

Die Amerikaner und ihre Pick-ups – eine wohl niemals endende Love Story. Auch die Autobauer macht sie glücklich. Denn sie beschert ihnen traumhafte Absatzzahlen. Zumindest denen, die das passende Modellprogramm bieten. Also zum Beispiel nicht VW.


15 VW-Modelle, die Sie bestimmt noch nicht kennen

VW Cross Santana: Ursprünglich ein europäisches Auto, ist der Name Santana heute vor allem in China ein Begriff. Den Kombi des Mittelklassemodells gibt es dort auch in einer Gelände-Version.
VW Saveiro: Der Pick-up ist in Brasilien und Argentinien zu Hause.
+13

Ford und GM haben es vorgemacht

Um nun aber doch noch an diesem lukrativen Geschäft mitzuverdienen, folgen die Wolfsburger einem Weg, auf dem Ford und General Motors bereits gegangen sind: Beide Konzerne holten mit Bronco und Hummer zwei große Namen aus der Versenkung und arbeiten am Wiederbeleben ihrer Marken – nun aber mit sauberem E-Antrieb.

Der Name für die Retro-VW steht bereits fest: Scout. Ab dem Jahr 2026 wird er an neuen SUV und Pick-ups zu finden sein. Zumindest in den USA, denn auf den wichtigen Pick-up-Markt beschränken sich erstmal die Comeback-Pläne. Zunächst sollen 100 Millionen Euro in das Projekt fließen.

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Bronco: Das Revival des Ford-Klassikers hat viel Begeisterung ausgelöst.
Bronco: Das Revival des Ford-Klassikers hat viel Begeisterung ausgelöst. (Quelle: Hersteller-bilder)

VW bemüht sich schon länger darum, auf dem wichtigen Markt Fuß zu fassen. Zwar hatte der Konzern mit dem Amarok (kommt bald ebenfalls zurück) durchaus ein passendes Modell im Programm – ausgerechnet in den USA war der Pick-up aber nicht zu haben. Der Grund waren höhere Einfuhrzölle für bestimmte Autotypen infolge eines Handelsstreits. Mit einem neuen Modell aus der Fabrik in Chattanooga (Tennessee) oder einem neuen Werk in den USA oder in Mexiko könnte der Konzern aber auch in den USA konkurrenzfähig werden.

Wie VW zum Namen Scout kam

International Harvester: Dieser Name dürfte inzwischen nur noch echten Auto-Nerds ein Begriff sein. Im Jahr 1902 in Chicago gegründet, baute der Hersteller ab 1907 zunächst Autos, dann auch Lkw und Landmaschinen, bevor der Name 1985 ins Nichts verschwand.

Eines der bekannteren – oder eher: nicht völlig vergessenen – Modelle war ein kerniger Geländewagen, zwischen 1960 und 1980 gebaut, ähnlich wie Ford Bronco und Jeep Wrangler: der Scout.

International Harvester tauchte aber nicht völlig ab. Sondern ein Teil ging in das Unternehmen Navistar International Transport Corporation über. Navistar, so die Kurzform, ist heute ein Lkw-Hersteller mit 12.000 Mitarbeitern und mehr als 7,5 Milliarden Dollar Umsatz (etwa 6,4 Milliarden Euro). Und außerdem seit dem vergangenen Jahr eine Marke der VW-Nutzfahrzeuggruppe Traton (unter anderem MAN, Scania). Durch den Zusammenschluss mit dem Truck-Hersteller bekam VW auch Zugriff auf den Namen Scout.

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  • Markus Abrahamczyk
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