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Lincoln: Fords Premium-Automarke

Lincoln: Amerikas Premium-Automarke

30.09.2013, 07:34 Uhr | mid

Lincoln: Fords Premium-Automarke. Eines der berühmtesten Lincoln-Modelle ist der bis 1969 gebaute offene Lincoln Continental. (Quelle: GLOBAL PRESS)

Eines der berühmtesten Lincoln-Modelle ist der bis 1969 gebaute offene Lincoln Continental. (Quelle: GLOBAL PRESS)

In Europa ist Amerikas Premium-Auto Lincoln aus dem Ford-Konzern nur wenigen bekannt. In den USA dagegen verkörpern die amerikanischen Luxuswagen die pure Macht: Viele US-Präsidenten hatten Lincoln-Modelle in ihrem Fuhrpark. 2014/15 will Ford mit Lincoln nach China expandieren; ein passendes Geschenk zum hundertsten Geburtstag: Der amerikanische Ingenieur Henry Martin Leland (1843-1932) hatte die Marke 1915 gegründet und ihm den Namen des 16. amerikanischen Präsidenten verliehen.

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1902 hatte Leland aus der ersten 1901 von Henry Ford gegründeten Automanufaktur bereits Cadillac geformt. Ford hatte seine Firmenanteile damals unter Druck für 900 Dollar verkauft. 1909 übernahm General Motors Cadillac und etablierte die Marke als Luxus-Label des Konzerns. Henry M. Leland begann die Produktion seiner "Lincoln Motor Company" mit Flugzeugmotoren. Kurze Zeit später traten die USA in den Ersten Weltkrieg ein.

Ford bezahlte hohe Summe

Das erste Automobil erschien nach Kriegsende. Doch die wirtschaftlichen Turbulenzen der Nachkriegszeit boten kein gutes Klima für teure Autos kleiner Hersteller. 1922 musste Leland sein Unternehmen verkaufen. Ford, zu diesem Zeitpunkt bereits der erfolgreichste Autobauer der Welt, versüßte Leland die Entscheidung mit der damals beachtlichen Kaufsumme von acht Millionen Dollar.

Henry Ford zahlte Leland freilich nicht aus Nächstenliebe so viel Geld, sondern aus dem Kalkül, mit Lincoln einen erfolgreichen Konkurrenten gegen Cadillac zu etablieren. Henry Fords Sohn Edsel Ford (1893-1943) war maßgeblich an der Kaufentscheidung beteilig. Edsel Ford liebte sportliche und luxuriöse Wagen und erkannte darum auch weit mehr als sein Vater die Wirkung eleganten Designs.

Schon 1923 schrieb Lincoln mit 7.875 Einheiten schwarze Zahlen. Die Luxusautos mit individuellen Aufbauten renommierter Karossiers kosteten bis zu 7.200 Dollar. Dafür lieferte Ford rund 20 Modelle seines T-Modells.

Edsel Ford prägte Lincoln

Edsel Ford initiierte in den späten Dreißigern das Projekt eines modernen Luxusautos, das Lincoln für Jahrzehnte prägte.

Die 1936 vorgestellte Limousine Lincoln Zephyr mit europäisch angehauchter Stromlinie und V12-Motoren erhielt ab 1940 als zusätzliche Varianten den "Continental" als Coupé und Cabrio. Unter der Motorhaube des bis 1948 gebauten Lincoln Continental sorgte der letzte in den USA gebaute Zwölfzylinder für samtweichen Vortrieb.

Auch Elvis Presley fuhr Lincoln

Der Nachfolger Continental Mark II von 1955 bildete damals das Spitzenmodell von Ford. Im Gegensatz zu Cadillac setzte Lincoln weniger auf Heckflossen und Chrom, sondern auf Eleganz und dezenten Luxus. Mit 10.000 Dollar war das Auto doppelt so teuer wie ein vergleichbarer Cadillac und kostete so viel wie ein Rolls Royce Silver Cloud. Zu den 1.769 Kunden bis 1957 zählten Frank Sinatra, Elvis Presley oder der persische Schah.

Eine amerikanische Ikone Bis zum Produktionsende 1998 erschienen insgesamt sieben Generationen luxuriöser Lincoln Continental Mark Coupés und wurden zu amerikanischen Luxus-Ikonen. In dem Actionthriller "French Connection" (1971) von William Friedkin spielt ein Lincoln Continental Mk III eine wichtige Rolle. Als Limousine dauerte die Karriere des Lincoln Continental bis 2002 und spannte sich über neun Generationen. Die Toplimousine der Marke war zwischen 1981 und 2011 der Lincoln Towncar. Lincoln Navigator als Super-SUV

Das konservative Design und die zunehmend veraltete Technik zwangen bei Lincoln im neuen Jahrtausend zu einem radikalen Umdenken. Der 2008 eingeführte Lincoln MKS fährt modern gestylt und mit Duratec-Motoren vor. Nach dem Produktionsende des Town Car ist der MKS die größte Limousine im Produktangebot.

Der aktuelle Schwerpunkt bei Lincoln liegt aber auf den erfolgreichen SUV. Am unteren Ende rangiert der MKX, der die gleiche Plattform wie der Ford Edge nutzt. Darüber fährt der 5,20 Meter lange und bis zu 360 PS starke MKT.

Lincoln will nach China

Seit 1997 hat sich als Top-SUV der Lincoln Navigator erfolgreich gegen den Cadillac Escalade etabliert. Der bis zu 5,67 Meter lange Dreitonner geht mit einem 5,4-Liter V8 an den Start, der 310 PS leistet. Nach der Einführung der neuen Modelle ist die Marke nun reif in die Welt zu ziehen. Der riesige chinesische Automarkt ist zu verlockend. 2014/2015 fällt der Startschuss.

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